Souverän gestaltete die sechsköpfige Mannschaft um Trainer Marcel Reuter und Disziplinchef Bastian Kruse den Turnierauftakt. Gegen Australien gewannen die deutschen Spielerinnen und Spieler ohne Satzverlust glatt mit 5:0. Auch gegen Brasilien zeigten die Studierenden aus Deutschland eine gute Leistung. Nach dem Einzel der Männer und Frauen sowie dem jeweiligen Doppel und dem Spiel im Mixed stand es auch gegen die Südamerikaner 5:0 für die Deutschen. „Vom Papier her waren wir der Favorit auf den zweiten Platz in dieser Gruppe. Diese Ambitionen hat die Mannschaft von Beginn an untermauert“, zeigte sich Disziplinchef Kruse zufrieden.
Am zweiten Wettkampftag begegnete dem deutschen Sextett mit Chinese Taipei einer der Favoriten des Turniers. Dabei zeigten Mark Lamsfuß (HTW des Saarlandes) und Franziska Volkmann (Uni Bochum) im Mixed eine beeindruckende Leistung. Gegen das an eins gesetzte Duo Chi-Lin Wang und Ti-Jung Wu gewannen die Deutschen mit 21:16 und 21:19 sensationell nach zwei Sätzen. In der Folge wurden die Asiatinnen und Asiaten ihrer Favoritenrolle allerdings gerecht. Trotz guter Leistungen der deutschen Sportlerinnen und Sportler entschieden die Aktiven aus Fernost alle weiteren Begegnungen für sich. Spannend machte es vor allem Anika Dörr (Uni Duisburg-Essen), die ihr Einzel nur knapp mit 18:21 und 19:21 verlor.
Im Viertelfinale wartete die Mannschaft aus Korea auf das deutsche Team. Gegen den Universiade-Sieger von 2013 überzeugten Fabian Holzer (HTW des Saarlandes) und Kira Kattenbeck (Uni Bochum). Nach einem 10:21 im ersten Satz, kämpfte sich das deutsche Duo zurück in die Begegnung und glich mit einem 21:17 im zweiten Satz aus. Die Entscheidung im dritten Spielabschnitt fiel denkbar knapp. Nach einer hochklassigen Partie setzten sich die Koreaner schlussendlich mit 24:22 durch. Trotz der Niederlage war es eine sehr gute Leistung der beiden Studierenden. An diese knüpfte auch Kai Schäfer (FU Hagen) im Herreneinzel an. Gegen Hongje Lee gewann Schäfer den zweiten Satz und musste sich erst im dritten geschlagen geben. Die endgültige Entscheidung für die Asiaten fiel dann im Herrendoppel. Mit 21:15 und 21:16 setzten sich die Koreaner durch und machten den Halbfinaleinzug perfekt.
Am Ende blieb für das deutsche Team der fünfte Platz. Trainer Marcel Reuter zeigte sich mehr als zufrieden: „Alle Spieler haben sich von Spiel zu Spiel gesteigert und konnten unter erschwerten Bedingungen eine sehr gute Leistung abrufen.“
Im Individualturnier bestätigten vor allem Fabian Holzer und Mark Lamsfuß ihre gute Form. Im Männer-Doppel gewannen die beiden Studenten der HTW des Saarlandes ihre Vorrundenbegegnungen. Gegen die Duos aus Sri Lanka und Japan benötigten die deutschen Sportler jeweils nur zwei Sätze zum Weiterkommen. Im Viertelfinale trafen Holzer und Lamsfuß auf die späteren Studieren Weltmeister Mohamad Arif Ab Latif und Iskandar Zulkarnain Zainuddin aus Malaysia. Gegen die Asiaten spielten die Deutschen lange auf gleichwertigem Niveau. Schlussendlich reichte es aber nicht, um ins Halbfinale einzuziehen. Mit 17:21 und 19:21 verloren Holzer und Lamsfuß die Begegnung. Wie im Team belegten die deutschen Studenten auch im Doppel den fünften Platz. Daneben erreichten auch Kai Schäfer im Herreneinzel, Anika Dörr im Dameneinzel und Mark Lamsfuss / Franziska Volkmann im Mixed das Achtelfinale.
