{{von Michael Mahler (DC Fechten)}} Das letzte Juniwochenende stand im Zeichen des Hochschulsports. Die Uni Osnabrück richtete wieder nach 1999 die Deutschen Hochschulmeisterschaften für Teams aus. Mit 108 Teams in allen sechs Waffen ein gutes Meldeergebnis. Organisatorisch ein Garant hatte Osnabrück wieder alle Register gezogen. Von der völlig ausreichenden Anzahl der Fechtbahnen über genügend Schlafplätze bis zur rauschenden und alle zum Tanzen bringenden Party. Im Hintergrund wirkten zwei junge Nachwuchsfechter, Benedikt Zschaler und Daniel Neumann, die sich bis in die kleinsten Details in das FIE Programm Engarde eingearbeitet hatten. Samstag und Sonntag auf die Minute pünktlich startete Herrendegen und Herrenflorett mit jeweils 30 Teams. 15 Minuten früher als geplant konnte Damenflorett und Damendegen starten. Im Damendegen waren 22, im Damenflorett 14 Teams am Start. Ohne jegliche Verzögerung wurde am Samstag um Punkt 17.30 das Finale im Herrendegen mit direktem Übergang zu den Herrensäbel- und Damenflorettfinales gestartet. Die drei Siegerehrungen fanden um 20.00 statt nachdem Deutschland gegen Brasilien ihr Fussballspiel beendet hatten. ''Stuttgart sichert sich Titel im Herrendegen'' Im Herrendegen ging der deutsche Hochschulmeistertitel an die Uni Stuttgart (Jens Becker, Philipp Lattner, Oleksandr Maksymenko und Martin Wenzelburger)gefolgt von der Uni Paderborn (Benjamin Gerrlich, Steffen Michalis de Vasconcellos, Thomas Morgenstern, Manuel Reißmeier) und WG Heidelberg bzw. WG Mannheim auf den dritten Plätzen. ''Erster Platz für Bochum im Damenflorett'' Damenflorett wurde von der Uni Bochum (Anna Dünhölter, Edna und Pia Lüddecke) gewonnen. Platz zwei ging an die WG Köln 1 (Pia Klauck, Larissa Menrath, Ute Wilmsmann, Rabea Wyrich). Die dritten Plätze teilen sich die Uni Aachen und Uni Mainz. ''Mainz hält sich an die Tradition'' Fast schon Tradition hat der Sieg der Uni Mainz im Damensäbel (Imke Fries, Gunilla Graudins, Nicole Thome) Bochum und Osnabrück folgen auf Platz 2 bzw drei. Die geplante Rundumversorgung der Osnabrücker führte dazu, dass man den Hallenkomplex nicht verlassen musste und die anschließende Abendveranstaltung mit fast 200 Besuchern sehr gut besucht war. Auch wenn man den Studenten eingeschränkte Disziplin bzgl. Startzeiten nachsagt, am Sonntagmorgen wurden die Runden pünktlich um 8 Uhr 30 aufgerufen und begonnen. Auch Sonntag konnten wir dank der Anwesenheit der Damenteams und den neun Herrensäbelteams bereits eine halbe Stunde früher beginnen. ''Damendegen: Titelverteidiger muss kämpfen'' Spannend wurde es dann noch in Damendegen. Der Vorjahressieger WG Heidelberg (Tanja Bähr, Simone Becker, Julia Brasche, Nora Wöhner) konnte hier nur knapp gegen die Fechterinnen der WG Köln (Pia uns Vera Klauck, Larissa Menrath) mit 42:40 gewinnen. ''Fechter aus Jena gewinnen Herrenflorett haushoch'' Im Herrenflorett lief das Finale deutlich für die Jenaer Fechter (Holger Labisch, Robert Scholz, Michael Stanek) die mit 45:15 gegen die Uni Düsseldorf (Oleg Friesen, Jan-Christoph und Volker Grothoff) den Deutschen Hochschultitel ein weiteres Mal gewinnen konnten. Auch im Herrensäbel machte die Tübinger Uni (Michael Herm, Acun Papacki, Dirk Schneider, Harals Stehr) kein Aufsehen um ihre fechterische Vorherrschaft und gewann 45:27 gegen die Uni Berlin (Dennis Heim, Jean-Brice Piquet-Coutier, Carsten Roesler) Ein besonderes Lob hat die Truppe um den Aktivensprecher Folker Mehliss verdient. Einen so großen Wettbewerb ohne jegliche Probleme durchzuziehen zeugt von großem Organisationstalent. Vielen Dank nach Osnabrück und auf Wiedersehen vielleicht 2007. Ein hochschulfechterisches Highlight wird es in diesem Jahr noch geben. Die Uni Heidelberg wird am 12./13. November in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Fecht Club die Internationalen Deutschen Hochschuleinzelmeisterschaften austragen. Aktuell sind die ersten fünf Zusagen von Internationalen Hochschulen eingegangen. Neben dem Mannschaftskampf des internationalen Hochschulsiegers gegen die deutsche Nationalmannschaft wird auch erstmalig das Margarethe Uthardt Turnier ausgetragen in Erinnerung an die große Heidelberger Fechttrainerin.