09.06.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Deutsche FH-Meister im Volleyball kommen aus Leipzig

Mit zwei spannenden und hochklassigen Finalen gingen am 5. Juni 2004 die deutschen Fachhochschulmeisterschaften im Volleyball zu Ende. Die Siegerpokale blieben bei den Damen und Herren beim Ausrichter in Leipzig.

Mit zwei spannenden und hochklassigen Finalen gingen am 5. Juni 2004 die deutschen Fachhochschulmeisterschaften im Volleyball zu Ende. Die Siegerpokale blieben bei den Damen und Herren beim Ausrichter in Leipzig. Die Frauen der HTWK setzten sich mit 2:1 Sätzen gegen die FH Jena durch. Bei den Männern unterlag das Team der FH Nürnberg nach harten Kampf den Leipziger Gastgerbern mit 1:2. Die über 100 Zuschauer, unter ihnen auch die Geschäftsfühererin des sächsischen Landesverbandes Petra Stolze und der Diziplinchef des ADH Dr. Christian Kröger, sahen in der Arno-Nitzsche-Halle Volleyball auf sehr hohen Niveau. Die Finale waren der Höhepunkt der diesjährigen Meisterschaften. Nach über 40 Spielen an zwei Tagen standen sich hier die besten Mannschaften gegenüber. Im Finale der Herren bahnte sich im ersten Satz eine Überraschung an. Die Leipziger Mannschaft um Nationalspieler Mark Siebeck fand gegen das variable und druckvolle Spiel der Franken kein Mittel. Nürnberg machte sein bestes Match im Verlauf des Turniers. Das Team, besetzt mit Bundesliga- und Regionalligaspielern, agierte geschlossener und gewann Satz eins verdient mit 25:23. Es war erst der dritte Satz, den die Pleißestädter im gesamten Turnierverlauf abgeben mussten. Im zweiten Satz steigerte sich die Blockarbeit bei Leipzig. Fast jeder Angriff der Nürnberger wurde vom Leipziger 'Ost'-Block entschärft. Nach nur 17 Minuten glich die HTWK mit 25:13 zum 1:1 nach Sätzen aus. Im Tiebreak dominierte erneut der Leipziger Block das Spiel. Nürnberg gab sich jedoch nicht auf und kämpfte bis zum Schluss. Das glücklichere Ende hatte aber Leipzig mit 15:9. Im Feiern stand Nürnberg den Leipzigern jedoch nicht hinterher. Lautstark bejubelten sie ihren Vizemeistertitel. Dritter der deutschen Meisterschaften wurde Vorjahressieger Jena. Platz vier ging an die FH aus Frankfurt /M. Im Damenfinale standen sich die Jenaer Frauen und der Titelverteidiger aus Leipzig gegenüber. Es sollte genauso spannend werden wie das Finale bei den Herren. In Satz eins schaffte es kein Team entscheidend davon zu ziehen. Mitte des Satzes gelang es des Thüringerinnen einen drei Punktevorsprung heraus zu spielen. Angefeuert von den eigenen Fans ging der Satz verdient mit 25:23 an Jena. Aber Leipzig kämpfte sich zurück ins Spiel und zeigte sich erholt vom ersten Satzverlust im gesamten Turnierverlauf. Druckvolle Angriffsschläge und eine sehr gute Feldabwehr dominierten des zweiten Satz. Leipzig kam immer besser ins Spiel, glich nach Sätzen aus und erzwang den Tiebreak. Hier erwischten sie einen Blitzstart. Beim 8:2 wurden die Seiten gewechselt. Diesen Vorsprung verteidigten die Damen bis zum 15:11 und damit ebenso den Titel des deutschen Fachhochschulmeisters. Im kleinen Finale setzte sich die HS Anhalt gegen die Damen der FH Zittau/Görlitz mit 2:1durch. Platz fünf ging an die FH Lausitz. Begleitet von (fast) durchgänig schönem Wetter, gutgelaunten Mannschaften, glücklichen Siegern und keinen traurigen Verlierern waren diese Meisterschaften ein voller Erfolg. Lediglich die kurzfrisitgen Absagen einiger Mannschaften und die noch zu geringe Resonanz in anderen Bundesländern trübten die Veranstaltung. So ist dem Ausrichter ADH zu wünschen, dass es im nächsten Jahr etwas mehr als zwölf Teams sind, die den Weg über die Landes- und Regionlameisterschaften zu den deutschen Meisterschaften finden. Dann vielleicht wieder in Leipzig. Andreas Rauschenbach