„Kein Raum und kein Platz für Antidemokraten – nicht auf dem Spielfeld, nicht auf den Zuschauerrängen, nicht in der Sporthalle - und nicht in den Köpfen!“ – so lautet das Credo des Jugendhauptausschusses der Deutschen Sportjugend am 26. und 27. Oktober 2007 in Frankfurt am Main. „Die Deutsche Sportjugend bietet durch ihre alltägliche Arbeit beste Voraussetzungen dazu, um junge Menschen fit zu machen in ihrer Argumentation gegen Rechtsextremismus“, betonte der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend Ingo Weiss. Denn die dsj unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen in den Sportvereinen und Verbänden und fördert eigenverantwortliches Handeln, gesellschaftliche Mitverantwortung, soziales Engagement, Integrationsfähigkeit und interkulturelles Lernen. Sie befähigt ihre MitarbeiterInnen zu einer antirassistischen Bildungsarbeit und trägt so zur Erreichung der demokratischen Ziele bei. Prof. Dr. Gunter Pilz von der Uni Hannover unterstrich innerhalb der Podiumsdiskussion: „Der Sport muss sich seiner Verantwortung bewusst sein und Antirassismus als gesamtgesellschaftliche Initiative sehen.“ Für Stefan Bundschuh vom Informations- und Dokumentationszentrum Antirassismusarbeit (IDA) ist die dsj eine Organisation, die aus der eigenen Verfasstheit sehr viel nehmen kann, um nachhaltig gegen Rassismus zu wirken. Für heute über 9,5 Millionen Mitglieder der Deutschen Sportjugend sind Fairness, Vielfalt, Freiwilligkeit und Demokratie zentrale Maßstäbe für einen jugendorientierten und gesunden Sport sowie den verantwortungsbewussten Umgang miteinander. ((dsj-g.jpg;Im Rahmen des Jugendhaupthauschuss konnte der DSJ-Vorstand etliche Mitglieder für ihr ehrenamtliches Engagement auszeichnen)) Die unterschiedlichen Maßnahmen der Deutschen Sportjugend gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung, zu denen Gewaltprävention und die Projekte „Am Ball bleiben“ und „Sport im Strafvollzug“ gehören, stellte Gerd Bücker, der Leiter dieses Arbeitsbereichs bei der dsj vor. In der Ergänzung des Vorstandsberichts hob Ingo Weiss die Auszeichnung der Deutschen Sportjugend mit der Fairplay-Plakette der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) für ihre Aktivitäten zur Dopingprävention hervor. Dabei legt Ingo Weiss Wert darauf, dass „Grundlage dieses Erfolgs und der Anerkennung die konstruktive Zusammenarbeit und Partnerschaft mit dem von Prof. Dr. Treutlein geleiteten Zentrum für Dopingprävention an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist.“ Mit der Verabschiedung eines Positionspapiers gegen Rechtsextremismus, der Aussprache zum Bericht des Vorstand und der Genehmigung des Wirtschaftsplan 2008 durch den Jugendhauptausschuss geht der Vorstand der Deutschen Sportjugend in die nächste Runde. Weitere Infos: www.dsj.de Text und Bilder: dsj