18.04.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Delegationsleitertreffen in Izmir: Gruppenauslosung und Inspektion

Mit gemischten Gefühlen kehrte der Generalsekretär des adh von einer Inspektion zum diesjährigen Universiadeaustragungsort zurück. Gemeinsam mit 47 weiteren Nationen nutzten der Kopf der deutschen Delegation die Chance, den aktuellen Vorbereitungsstand in Augenschein zu nehmen. 'Viel bleibt noch zu tun, bis sich im August die Teams auf den Weg nach Izmir machen', so Tabor.

48 Nationen nutzten vom 13. bis 16. April 2005 die Gelegenheit, die Sportstätten und das Athletendorf in Izmir für die Sommer-Universiade vom 11. bis 21. August 2005 in Augenschein zu nehmen. Das Organisationskomitee bot ein umfangreiches Programm, um den Delegationsleitern alle Aspekte des Organisationsstandes darzustellen. ((<atheletendorf.jpg;Das noch in Bau befindliche Athletendorf)) Am ersten Tag wurde das Athletendorf besichtigt, welches fast fertiggestellt ist. Vor der Inspektion hielt der Präsident der FISU, George E. Kilian, eine kurze Rede, in der er sich für das Kommen der internationalen Gäste bedankte und darauf hinwies, wofür diese Veranstaltung gedacht ist. Nach seinen Vorstellungen geht es darum, Probleme zu lösen, bevor die Universiade beginnt. Und Schwierigkeiten gibt es noch genug. Für die noch bevorstehenden Herausforderungen ist eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Ausrichter und den teilnehmenden Ländern wichtig. Bis zum Start des zweitgrößten Multisportevents nach den Olympischen Spielen müssen sowohl die Sportstätten als auch das Universiadedorf noch fertiggestellt werden. Aktuell befinden sich noch alle Objekte im Bau. Nach der Inspektion der Sportanlagen nutzten die Delegierten die Gelegenheit, mit den Ausrichtern noch offene Fragen zum Transport, zur Akkreditierung, Unterbringung, Verpflegung, Versicherung usw. zu klären. Auf Grund personeller Probleme in den vergangenen Monaten hinkt die Vorbereitung der Veranstaltung derzeit einige Wochen hinter den Plänen hinterher. Dennoch präsentierten sich die lokalen Verantwortlichen sehr zuversichtlich, bis zur Eröffnung der Universiade für die Durchführung des Topevents gerüstet zu sein. Am letzten Tag der Visite standen dann die Gruppenauslosungen an. Inzwischen haben bei vielen Teamsportarten die Meldezahlen für die Turniere das Limit erreicht. Die FISU ist daher gezwungen, die Teilnahmezahlen in mnachen Sportarten zu limitieren. Deutschland tritt im Volleyball (Männer) und Basketball (Frauen und Männer) an. Im Volleyball treffen die deutschen Männer in der Vorrunde zunächst auf Korea, Brasilien, Italien, Zypern und die Vereinigten Arabischen Emirate. Das Team setzt sich hauptsächlich aus den Spielern der B-Nationalmannschaft zusammen, die nach ihrem Ausscheiden aus dem Juniorenteam Anschluss an das A-Team suchen. Brasilien und Italien sind traditionell führende Volleyballnationen, wobei abzuwarten ist, ob sie mit Spielern aus den A-Nationalteams antreten werden. Korea wurde von Deutschland auf der letzten Universiade im Achtelfinale an den Rand einer Niederlage gebracht, trotzdem sind auch sie stark einzuschätzen, da sie die Titelverteidiger von vor zwei Jahren sind. Zumindest zwei Pflichtsiege gegen Zypern und die Vereinigten Arabischen Emirate werden aber erwartet. Im Basketball (Männer) müssen die Deutschen gegen die USA, die Slowakai und den Iran antreten. Die Spiele gegen die USA und die Slowakei dürfen mit Spannung erwartet werden, wobei das Spiel gegen die Slowakei wahrscheinlich über ein Weiterkommen entscheiden wird. Die Korbjägerinnen treffen auf Russland, Litauen, Irland und Japan. In dieser Gruppe ist vor allem Russland stark einzuschätzen, die auf der letzten Universiade in der Endabrechnung Rang drei erreichten. Aber auch Litauen ist ein Land mit traditionell guten Basketballspielerinnen. Damit haben die Frauen ein besonders schweres Los getroffen un d werden sich gleich bei ihrem ersten Auftritt auf der internationalen Bühne gegen hochkarätige Gegnerinnen zur Wehr setzen müssen.