15.07.2008 | Kategorie: Archiv , 2008 ,

Das 6. dvs-Sportspielsymposium findet an der Universität Konstanz statt

Vom 30. September bis zum 2. Oktober 2008 findet an der Universität Konstanz das 6. dvs (Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft) Sportspielsymposium der Kommissionen Fußball, Tennis und Sportspiele statt. Anmeldeschluss ist der 21. September 2008.

Die Sportwissenschaft der Universität Konstanz um Prof. Alexander Woll und Dr. Wolfgang Klöckner lädt unter der Überschrift „Sportspielkulturen erfolgreich gestalten – von der Trainerbank bis in die Schulklasse“ zum Diskurs zwischen Wissenschaft und Praxis, zu dem alle Interessierten (Pädagoginnen und Pädagogen, Trainerinnen und Trainer, Studierende und weitere Personen mit Interesse) herzlich willkommen sind. Renommierte Sportspielforscher wie Prof. Dr. Stefan König (PH Weingarten) und Prof. Dr. Frank Hänsel (TU Darmstadt) treffen dabei auf erfolgreiche Trainer wie Stelian Moculescu (Nationaltrainer Volleyball und vielfacher Deutscher Meister unter anderem mit dem VFB Friedrichshafen) und Bernhard Peters (ehemaliger sehr erfolgreicher Bundestrainer Hockey, Sportdirektor der TSG Hoffenheim). Sechs Hauptvorträge und mehr als 50 Arbeitskreise (zum Teil mit sportpraktischen Teilen) stehen den Teilnehmern zur Auswahl. Eine Podiumsdiskussion im ehrwürdigen „Konstanzer Konzil“ trägt die Wissenschaft in die Stadt. Eine Bootsfahrt auf dem Bodensee bietet ausreichend Gelegenheit zum direkten Meinungsaustausch. Nähere Informationen zum kompletten Programm des Sportspielsymposiums, sowie zu den Anmeldeformalitäten oder der Anerkennungsmöglichkeit als Übungsleiterfortbildung gibt es auf der Homepage der Veranstaltung: [[www.sportspielsymposium.de]]. „Sportspielkulturen erfolgreich gestalten“ – mit diesem Titel wird versucht, einen integrativen sozialwissenschaftlichen Zugang im Bereich der Sportspiele zu finden, der es erlaubt, über das Phänomen „Kultur“ Teilaspekte wie „Leisten, Lernen, Führen“, aber auch Kommunikationsstile, Wertevorstellungen und das soziale System „Team“ in den Blick zu nehmen. Die kulturelle Bedeutung der Sportspiele in unserer heutigen Zeit wird nahezu täglich in den Medien deutlich. Gerade ist die Begeisterung um die Fußball-europameisterschaft etwas abgeebbt. Wimbledon ist im vollen Gange und es wird an die glanzvolle Zeit von Steffie Graf vor 20 Jahren erinnert. Die Handball- und Volleyballteams befinden sich in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking, die Basketballer um Dirk Nowitzky kämpfen noch um ihre Qualifikation. Die Begeisterung über ein erfolgreiches Abschneiden kennt kaum Grenzen, während bei Niederlagen oder einem Nichterreichen gesteckter Ziele sogleich die Sinnfrage gestellt wird. In diesem Zusammenhang ist für die Sportwissenschaft unter anderem die Frage von Interesse, wie erfolgreiche Trainerinnen und Teilnehmer mit ihrem Umfeld und ihren Teams an der Verwirklichung ihrer Visionen und Ziele arbeiten. Im größeren Zusammenhang betrachtet stellt sich die Frage, ob und wo sich daraus hilfreiche Anknüpfungspunkte für die tägliche Arbeit in Vereinen und auch an den Schulen finden lassen. Das Aufeinandertreffen von wissenschaftlicher Forschung und erfolgreicher Praxis im Rahmen des 6. dvs-Sportspielsymposiums in Konstanz verspricht interessante Auseinandersetzungen mit diesem immer aktuellen Thema.