14.12.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Boxweltmeisterschaften der Studierenden

Vom 22. - 29. November 2004 fanden die Weltmeisterschaften der Studenten im Boxen in Antalya /Türkei statt. Alle waren schon im voraus gespannt: Wer wird dort erscheinen? Kommen die GUS-Staaten? Welches Niveau müssen unsere Sportler mitbringen um dort bestehen zu können? Der DC Gernot Haubenthal berichtet von der WM.

Ende Juni wurde bekannt, dass es vom 22. - 29. November 2004 Weltmeisterschaften der Studenten im Boxen in Antalya /Türkei geben soll. Alle waren gespannt. Wer wird dort erscheinen? Kommen die GUS-Staaten mit jenen Leistungssportlern, die sie sonst bei internationalen Wettkämpfen vertreten? Welches Niveau müssen unsere Sportler mitbringen um dort bestehen zu können? Da auch die Finanzierung dieser Wettkämpfe den entsendenden Universitäten überlassen blieb, entschloss sich die Arbeitsgruppe Boxen nur mit einer 'Testgruppe 'zu fahren. Ausgewählt wurden Studenten, die bereits über internationale Erfahrungen verfügten. Individuelle Vorbereitung in der semesterfreien Zeit für die Aktiven. Und dann bereits das aus für den Halbschweren Hochschulmeister Zierer, der sich kurz vor dem Start das Bein brach. Damit starteten noch 2 Aktive. Weltschwergewichtler Philipp hatte einen griechischen Boxer zugelost bekommen, der bereits über 100 Kämpfe absolviert hatte. Mittelgewichtler Norbert Zierer erwischte einen harten Brocken. Doch im Wettkampf am Nachmittag war der Kampf doch recht ausgeglichen. Es reichte jedoch nicht für Norbert Zierer. Am Abend musste dann Alexander Philipp in den Ring. In allen vier Runden beherrschte er seinen Gegner sicher. Gepunktet wurde mit den Punktmaschinen von 5 Kampfrichtern. Im Kampf um die Bronzemedaille war Alexander Philipp im Ring gegen Sotniks aus Lettland. Hier ist er ausgeschieden. ((<boxen_team.jpg;Das deutsche Team verfehlte knapp die Bronzemedaille;)) So blieb dann Zeit, sich mit dem angereisten Nationaltrainer Ranze zu verständigen und Schlussfolgerungen für die Vorbereitungen auf die kommenden Wettkämpfe zu ziehen. Angebote für Ländervergleiche gab es gleich mehrere. Vorstellbar ist ein Länderkampf im November 2005 gegen Frankreich. Obwohl es bereits Europameisterschaften für Frauen gibt, ist Frauenboxen noch kein Thema im internationalen Studentenboxsport. Der Finaltag - ohne deutsche Beteiligung - war aber dennoch ein Höhepunkt. Die erste Überraschung gab es durch den Sieg des chinesischen Halbfliegengewichtlers Zou Suming. Im Fliegengewichtgewicht (bis 51 kg ) konnte der russische Rechtsausleger Rafik Magerram den türkischen Boxer Kordel Kadri besiegen. Die schlagstärkste Auseinandersetzung gab es im Bantamgewicht zwischen den beiden Rechsaulegern Ulugov Aziz(Ukraine) und dem türkischen Boxer Aydogan Ibrahim. Sie ließen fast 180 Schläge in der ersten Runde fliegen und hatten selbst in der 4 Runde noch die Kraft für 73 Schläge in den 120 Sekunden. Im Federgewicht siegte im Duell der Rechtsausleger Amanov Romal Ascherbaidschan) über Umarov Abadugavur (Usbekistan). Im Leichtgewicht verließ Aydin Selcuk (Türkei) den Ring als Sieger über Acalov Farhat (Aserbaidschan). Der Ungar Kate Gyula besiegte den Asserbaidschaner Maharanov Emin (bis 64 kg). Im Weltschwergewicht war der Ukrainer Derevynchenko Sergiy aus der Ukraine Sieger über türkischen Rechtsausleger Kilicci Adem. Mittelgewichtler Marksutor Ruslan (Russland) besiegte den in der Rechtsauslage boxenden Usbeken Atoev Abbos. Der türkische Boxer Tarhan Yldirim besiegte den Russen Danil Sheva. Im Schwergewicht blieb die Entscheidung lange offen, bis es dem Ukrainer Glaskov Yyascheslav gelang den Asserbaidschaner Azizaida Elvin über die Zeit zu Boden zu schicken. In der Gewichtsklasse über 91 kg konnte der Usbeke Saidov Rustem den mit 145 kg schweren chinesischen Rechtsausleger Zang Zhilei - wenn auch sehr knapp - nach Punkten schlagen. Die feierlich gestaltete Siegerehrung mit Nationalhymne und Flaggenaufzug bildeten den Abschluss dieses Turniers.