''2:1-Sieg gegen den Olympiasieger'' Die mit zahlreichen Studentinnen gespickten deutschen Hockey-Damen haben zum Auftakt des Olympia-Turniers in Athen für einen Paukenschlag gesorgt. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise erkämpfte sich einen völlig überraschenden 2:1 (2:0)-Erfolg über Olympiasieger Australien und ist dem erhofften Halbfinal-Einzug dadurch einen großen Schritt näher gekommen. Vor 800 Zuschauern im Helleniko-Hockey-Stadion erzielten Nadine Ernsting-Krienke (22.) und Silke Müller (34.) die Tore für den EM-Dritten, der nach der stärksten Leistung seit langem nun dem Duell in der Gruppe B mit Europameister Niederlande am Mittwoch gelassener entgegen sehen kann. Für Australien traf Julie Towers (57.). ''Engagiert und mutig'' Bei großer Hitze, aber einer gelegentlich angenehm kühlenden Brise begann die deutsche Mannschaft gegen den klaren Favoriten engagiert und mutig. Die Berlinerin Sonja Lehmann (15.) hätte die forschen Deutschen schon in Führung bringen können, doch Torfrau Rachel Imison parierte den Drehschuss ebenso gekonnt wie die deutsche Torhüterin Louisa Walter kurz darauf die erste Strafecke der Australierinnen (17.). Von einem Klassenunterschied war bis dahin nichts zu sehen. Im Gegenteil: Nach einem Freischlag war Rekord-Nationalspielerin Ernsting-Krienke zur Stelle und markierte in ihrem 307. Länderspiel ihren 123. Treffer. ''Es kam noch besser'' Die Mannschaft vom fünften Kontinent erhöhte nun wie erwartet den Druck, doch die konsequente Hintermannschaft mit Spielführerin Marion Rodewald und Mandy Haase stand sicher. Und es kam noch besser: Silke Müller profitierte erneut nach einem klug gespielten Freischlag von einem der unerwartet vielen Fehler im australischen Team und sorgte per Abstauber für die überraschende 2:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel drehte der Goldmedaillen-Gewinner von 1996 und 2000 weiter auf und Torfrau Louisa Walter rückte immer mehr in den Mittelpunkt. Sie entschärfte kurz hintereinander zwei Strafecken und stoppte damit die erste große Angriffswelle des Favoriten (52./53.). Die deutsche Mannschaft versäumte es allerdings, bei Kontern für die Entscheidung zu sorgen. So musste sie nach dem Anschlusstreffer um den nicht unverdienten Sieg bis zum Schlusspfiff bangen. Quelle: olympia.zdf.de (14.08.2004)