Nach dem Vize-Meistertitel bei den MLP Deutsche Hochschulmeisterschaft Basketball gab es für die Wettkampfgemeinschaft des Hochschulsport Münster keine Atempause: Vom 27. Juni bis 2. August stand die Teilnahme an der Europameisterschaft der Studierenden in Gorzów (Polen) auf dem Programm. Mit dem achten von zwölf Plätzen konnte das Münsteraner Team zwar nicht den ganz großen Wurf landen, zeigte jedoch eine gute Leistung gegen die anderen Teams, die größtenteils mit Nationalspielern auftraten. Zwölf Herren-Teams und acht Damen-Teams aus ganz Europa reisten an, aus Deutschland durch die Teams des Hochschulsport Münster (Herren) und München (Damen) vertreten. Gespielt wurde bei den Herren in vier Gruppen á drei Teams, Münster musste sich gegen England und Serbien bewähren. Jeden Tag stand ein Spiel über die volle Distanz an. Das erste Spiel gegen das englische Team konnten die Münsteraner am Dienstag mit 92:49 für sich entscheiden. „Das war ein überragendes Spiel von uns, es hat einfach alles geklappt und man sah, dass wir von der DHM noch gut eingespielt waren“, so der zufriedene Kommentar von Christoph Schneider, Trainer der Münsteraner. Nach einem Ruhetag traf das Team aus Münster am Donnerstag gegen Serbien Montenegro auf einen sehr starken Gegner, der im Vorjahr den Vizetitel erringen konnte. Auch dieses Jahr war die Mannschaft mit hervorragenden Spielern aus der Ersten Liga Serbiens besetzt. Mit 56:82 verloren die Münsteraner gegen den späteren Finalteilnehmer, der wenige Chancen ließ. Am Freitag stand gegen Frankreich das Spiel um die Platzierungen 5-8 an. Frankreich, Vorjahres-Dritter und in seiner Gruppe unglücklich verloren, konnten mit einem 2,20 m 1. Liga Spieler aus der französischen Liga aufwarten. Bis Ende des dritten Viertels zeigte das Team des Hochschulsports ein gutes Spiel, musste sich aber schließlich doch 79:97 geschlagen geben. Das Spiel um Platz 7 gegen Zypern begann Samstag um 9 Uhr morgens und stellte die Münsteraner Herren vor einige Herausforderungen: „Zypern ist eigentlich ein sehr starker Gegner, war jedoch sehr emotional“, so Schneider. So hatten sich die Zyprioten in der Gruppenphase eine Schlägerei mit den Polen geliefert. Beim Spiel gegen Deutschland flogen keine Fäuste. Mit 86:102 blieb den Münsteranern schließlich Platz acht. „Bei uns ließen aufgrund der dünnen Bank und der vielen Spiele, inklusive DHM doch schon das neunte Spiel in acht Tagen, die Kräfte merklich nach“, weiß Schneider um die Gründe. Die Europameisterschaft endete bei den Herren mit dem Titelgewinn der Türkei vor Serbien Montenegro und Gastgeber Polen. Bei den Damen konnte sich das Team aus Slowenien in einem hochklassigen Finale gegen Polen durchsetzen, Dritte wurde das Team aus Griechenland, das knapp und glücklich gegen das deutsche Damenteam der TU München gewann. Insgesamt ist Christoph Schneider mit dem Abschneiden seines Team zufrieden: „Die Plat-zierung ist okay, da die anderen Teams zumeist mit Spielern aus den ersten Ligen ihrer Län-der besetzt waren. Wir haben uns sehr gut geschlagen und guten Basketball gezeigt.“ Doch nicht nur das Team, auch das ganze Turnier erfährt Lob von Schneider: „Eine hervorragende Organisation mit gutem Programm. Ein wirklich unvergessenes Erlebnis. Schade, dass wir die DHM nicht wieder gewinnen konnten, denn Portugal wäre im nächsten Jahr sicherlich genauso gut geworden.“