Landessportbünde, Spitzenfachverbände und Verbände mit besonderen Aufgaben, zu denen auch der adh zählt, hatten am 26.11.2005 Vertreterinnen und Vertreter in die Frankfurter City entsandt, um die Beschlüsse und Diskussionsergebnisse der Mitgliedsorganisationen des DSB zur bevorstehenden Fusion der Dachverbände in die Satzung des 2006 neu zugründen DOSB einzubringen. Die im Vorfeld der Mitgliederversammlung erwartete hitzige Diskussion speziell um die Stimmverteilung der Landessportbünde blieb allerdings aus, so dass die inhaltlichen Diskussionen auf einer sehr sachlichen Ebene stattfanden. Die aus adh Sicht wichtigsten Beschlüsse des Hauptausschusses, die als Empfehlungen in die letztmalig tagende Struktur- und Satzungskommission gegeben werden, beziehen sich auf zwei mit großer Mehrheit gefasste Entscheidungen. Einerseits soll für die Verbände mit besonderen Aufgaben zukünftig analog zu den übrigen Säulen auch eine ständige Konferenz eingerichtet werden und andererseits erhält die Verbändegruppe Sitz und Stimme im Präsidialausschuss Breitensport des DOSB. Da eine mehrheitliche Zustimmung zu diesen Vorschlägen nicht unbedingt zu erwarten war, kann die Durchsetzung der Interessen der Verbände mit besonderen Aufgaben als Erfolg gewertet werden, auch wenn die Einflussmöglichkeiten dieser Mitgliedersäule im Hinblick auf das Gewicht der Stimmen durch die Umverteilung der Stimmverhältnisse insgesamt noch kleiner geworden sind. Aufhorchen ließ auch die mehrheitliche Entscheidung des Hauptausschusses, den Namen der neuen Dachorganisation in Deutscher Sport & Olympia Bund zu ändern, was nach Auffassung der Antragsteller eine weniger dominante Positionierung der Olympischen Zusammenhänge zur Folge hätte. Die Struktur- und Satzungskommission entschied aber Tags darauf, dem Votum des Hauptausschusses nicht zu folgen: „Der Name DOSB wurde dabei nach längerer Beratung beibehalten, weil sowohl inhaltliche wie sprachliche und vermarktungsrelevante Gesichtspunkte dafür sprachen.“ (www.dsb.de, 30.11.2005)