''Sport verbindet'' Nach der Osterweiterung der Europäischen Union haben Maßnahmen der internationalen Integration eine noch größere Bedeutung für den Prozess der europäischen Einigung erlangt als bisher schon. Insbesondere der Sport kann in diesem Zusammenhang einen erheblichen Beitrag leisten, Europa näher zusammen zu bringen. Mit der Aufnahme des Sports in die Europäische Verfassung trägt die Gemeinschaft diesem politischen Potenzial Rechnung. ''Deutscher Sport für Europa gerüstet'' Anlass genug für NOK und DSB in die Landesvertretung Baden-Württembergs in Brüssel zu laden und mit den Repräsentanten des deutschen Sports und hochrangigen Gästen aus der Bundes- und Europapolitik, aus internationalen Sportorganisationen und aus der Europäischen Kommission das Thema ‚Sport in Europa’ zu würdigen. Aus Wortbeiträgen und Statements von Erwin Teufel (Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg), Ján Figel’ (EU-Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Mehrsprachigkeit), Dr. Jacques Rogge (Präsident des IOC), Manfred von Richthofen (Präsident des DSB) und Dr. Klaus Steinbach (Präsident des NOK) wurde einerseits die Bedeutung des Sports als mit Abstand größter Bürgerbewegung der Gemeinschaft und andererseits die Bereitschaft des deutschen Sports zur intensiven Mitarbeit an der Ausgestaltung dieses für die EU neuen Arbeitsfeldes deutlich. ''adh nimmt europäische Aufgabe ernst'' Angesichts der europäischen Ausrichtung des adh sowohl im Bereich des Wettkampfsports als auch in diversen Themengebieten der hochschulsportbezogenen Zusammenarbeit (Austauschprogramme mit Frankreich und Polen), der Frauenförderung (Mentoring-Projekt) oder der sportlichen Entwicklungshilfe (EYES-Projekt 2004) kann die Integration des Sports in die EU-Verfassung positive Impulse für die Projektarbeit des Verbandes haben. Hilfreich waren in diesem Zusammenhang die vielfältigen bilateralen Gespräche, die im Rahmen dieser Veranstaltung am Rande des offiziellen Programms geführt werden konnten. Als einhelliger Tenor der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kann festgehalten werden, dass diese Veranstaltung wichtig für die Präsenz und Wahrnehmung des deutschen Sports in der europäischen Schaltzentrale war und im Hinblick auf das Entwicklungspotenzial und die Wahrung der sportlichen Interessen Deutschlands regelmäßige Veranstaltungen mit europäischem Zuschnitt sinnvoll wären. Tabor zieht daher ein positives Fazit seiner Brüssel-Reise und sieht den sportlichen Weichenstellungen der EU aufgeschlossen entgegen. „Für uns gilt es, dieses Thema frühzeitig zu bearbeiten, bei den Mitgliedshochschulen die Sensibilität für die europäische Ebene zu erhöhen und die sportpolitischen wie die finanziellen Chancen kreativ zu nutzen.“