03.08.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Anteil studentischer Olympianiken in Athen bestätigt adh-Projekt

Nachdem das NOK am 19. Juli die letzte Nominierungsrunde einläutete, steht nun der Anteil studentischer Olympianiken am deutschen Olympiakader fest. Die Prozentzahl bestätigt den adh in seiner Arbeit - insbesondere in seinem Projekt 'Partnerhochschule des Spitzensports'.

Nachdem das NOK am 19. Juli 2004 die letzte Nominierungsrunde eingeläutet hatte, steht nun der Anteil studentischer Olympioniken am deutschen Olympiakader fest. Von den über 450 deutschen SportlerInnen sind 151 an Hochschulen immatrikuliert. Das ist ein studentischer Anteil von 33 Prozent. 'Diese Zahl ist überaus erfreulich, zumal sie beweist, dass der studentische Anteil von 33 Prozent in Sydney keine Eintagsfliege war', erklärt adh-Generalsekretär Olaf Tabor. Diese konstante Prozentzahl zeigt auch, dass der adh mit seinem Kooperationsprojekt 'Partnerhochschule des Spitzensports' den richtigen Weg eingeschlagen hat. Studierende SpitzensportlerInnen stellen einen erheblichen Anteil in vielen Nationalmannschaften und sind gegenüber ihren Kommilitonen oftmals benachteiligt, denn sie müssen Sport und Studium unter einen Hut bringen. Das Projekt soll diesen Nachteil ausgleichen, indem es einen besseren Rahmen für ein flexibleres Studium schafft. ((spitzensport_mannschaft.jpg;Deutsche Universiade-Mannschaft - darunter auch Olympianiken;)) Das adh-Projekt gewinnt noch an Bedeutung: Unter den diesjährigen deutschen Olympioniken sind zusätzlich zu den Studierenden neun Prozent Hochschulabsolventen, die während ihrer Studienzeit selbst die Gratwanderung zwischen Spitzensport und Studium machen mussten und erfolgreich gestalten konnten. 'So könnten in Zukunft über 40 Prozent des deutschen Olympiakaders von dem Projekt 'Partnerhochschule des Spit-zensports' profitieren', blickt Tabor in die Zukunft. Bisher sind 56 deutsche Hochschulen dem Projekt beigetreten. Mit dem verbreiteten Vorurteil, dass die meisten Studierenden im deutschen Olympiakader Sportstudierende seien, möchte Tabor aufräumen: 'Die Studierenden kommen aus sämtlichen Studienrichtungen. Die größte Gruppe ist die Gruppe der angehenden Wirtschaftswissenschaftler', erklärt Tabor. Über 36 Prozent der deutschen studierenden Olympioniken gingen beispielsweise einem BWL- oder VWL-Studium nach. Erst danach komme die Studentengruppe, die sich dem Sport verschrieben habe. Bei diesen 31 Prozent reiche die Studienbandbreite von Sportökonomie über Sportmanagement bis hin zu den klassischen Sportwissenschaften, so der adh-Generalsekretär. Weiterhin sind in erhöhtem Maße die Bereiche Medizin, Mathematik und Rechtswissenschaften vertreten. Wasserball hat mit Abstand den höchsten Anteil studentischer Vertreter. Von 13 Sportlern sind zehn Studierende – das entspricht 76 Prozent. Danach folgen Hockey mit 65,6 Prozent, Rudern knapp die Hälfte und Segeln 47 Prozent.