29.03.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Amerikanische Vorausdelegation in Münster

Eine amerikanische Vorausdelegation besuchte Münster um sich auf das 2. Basketball-Nationen-Turnier vom 29.-31.Juli 2005 mit A2-Nationalteams aus Deutschland, Russland und der Türkei einzustimmen.

((>basket-muenster.jpg;v.l.n.r.: Wolfram Seidel,Phil Waldrep (Delegationsleiter), Uwe Albersmeyer (DBB), Trainer Tommy Kyle und Paul Hallgrimson)) Am 23. März besuchte eine amerikanische Vorausdelegation die Westfälische Wilhelms-Universität und überzeugte sich von der ausgezeichneten Qualität der Sportstätte Berg Fidel und den Unterkünften. Dass Münster die amerikanische Auswahl begrüßen durfte, dafür zeichnete vor allem Paul Hallgrimson, selber ein sehr guter Basketballer früherer Zeiten und Vater des Bundesligaspielers Markus Hallgrimson, sowie Phil Waldrep verantwortlich. Waldrep ist neben seiner Funktion als Delegationsleiter auch Förderer der US-Mannschaft. Zusammengesetzt wird das amerikanische Team aus Spielern vornehmlich von der Ostküste. „Wir haben viele Kontakte. Daher können wir uns mit den College-Trainern absprechen, welche Spieler wir brauchen“, gibt Tommy Kyle, Trainer der Amerikaner, Einblicke in die Struktur der Spielerrekrutierung. Spieler, für die nach Aussage ihres Trainers vereinzelt auch die Chance auf eine Karriere in der nordamerikanischen Profiliga NBA besteht. Andere wird man in den kommenden Jahren in Europa wiedersehen. Kyle trainiert die Auswahl aus zehn Spielern der Ligen von der Atlantischen Küste (ACC) und aus dem Südosten (SEC), die als 'SCORE International' beim 2. Basketball-Nationen-Turnier der Universität Münster vom 29.-31.Juli 2005 gegen A2-Nationalteams aus Deutschland, Russland und der Türkei antreten. 20 Jahre existiert diese Sportprogramm bereits, einst tourte Kyle als Spieler mit heutigen Weltstars wie P.J. Brown (New Orleans) und dem fünffachen NBA-Meister Ro-bert Horry (San Antonio). Das Potenzial dazu haben auch Spielmacher Tre Kelley - (South Carolina, Foto), den Kyle wahrscheinlich mit nach Münster nimmt, oder Shawan Robinson (Clemson). Die letztjährigen Topscorer in der noch nie bezwungenen Auswahl schlugen damals in der Dominikanischen Republik auch deren Nationalteam. 'Das wiederum hat Puerto Rico besiegt; und Puerto Rico hat bei den Olympischen Spielen das US-Dream-Team geschlagen', stellte Paul Hallgrimson einen eckigen Quervergleich an. Hallgrimson, der einst den Bundesligisten TV Langen trainierte, brachte den ersten deutschen NBA-Spieler Detlef Schrempf sowie die Nationalspieler Hendrik Rödl, Dennis Wucherer und Marco Pesic in High-Schools unter. Heute weist er Amerikanern den Weg über den großen Teich. Die im vergangenen Jahr ungeschlagenen Amerikaner haben sich Münster übrigens nicht ohne Grund als Testspiel-Ort ausgesucht. „Deutscher Basketball gewinnt in den USA einen immer höheren Stellenwert, und es wird Zeit, unseren Jungs zu zeigen, wie hier gespielt wird“, so Delegationsleiter Waldrep. Quelle: Westfälische Nachrichten und Münstersche Zeitung