23.11.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

adh-Sportlerin und Sportler des Jahres 2006 bekannt gegeben

Die Spannung war groß, als adh-Generalsekretär Olaf Tabor im Rahmen der adh-Vollversammlung die Preisverleihung der Titel „Sportlerin und Sportler des Jahres“ einleitete: „Die Entscheidung ist uns in diesem Jahr enorm schwer gefallen, wir haben viele würdige Kandidatinnen und Kandidaten.“

Die adh-Vorstandsmitglieder Dorit Deeken und Marco Hellwig lösten in ihren Laudes zur Titelvergabe „adh-Sportlerin und Sportler des Jahres 2006' die Spannung. Die Titel gingen an Annika Lurz, die viele unter ihrem Mädchennamen Annika Liebs kennen und an Jan Fitschen. „Die Schwimmerin und der Langstreckenläufer verkörpern, was der adh von Spitzenathleten erwartet: Erfolg bei den Wettkämpfen des adh, des eigenen Fachverbandes und im Studium“, erläuterte Dorit Deeken die Wahl des adh-Vorstandes. Der Mittel- und Langstreckenläufer Jan Fitschen ist amtierender Europameister über 10.000 Meter und studiert an der Uni Bochum Physik. In den Jahren 2001, 2003 und 2005 ging er für den adh bei den Sommer-Universiaden an den Start und überzeugte mit seiner Leistung. Er holte eine Gold- und eine Silbermedaille. Fitschen betont, dass die Universiaden einen wichtigen Beitrag zu seinem durchschlagenden Erfolg bei der Europameisterschaft in Göteborg geleistet hätten: „Der 10.000 m Lauf bei der Sommer-Universiade 2003 in Korea war mein erster auf der Bahn. Da ich dort gleich Universiade-Sieger wurde, habe ich mich auch vor Göteborg für den 10.000 m Lauf entschieden, obwohl die 5.000 m auch gelockt haben.“ Nicht nur im Sport zeigt Fitschen Stärke und Ausdauer: Momentan schreibt er an seiner Diplomarbeit Physik, mit der er im nächsten Jahr sein Studium beenden möchte. Auch in sportlicher Hinsicht hat Fitschen seine Ziele für das nächste Jahr abgesteckt: Das Ausloten der eigenen Grenzen und neue Bestzeiten sollen den Weg für Olympia 2008 ebnen. Leider kann Fitschen die Sommer-Universiade 2007 in Bangkok nicht mehr in seinem Zeitplan berücksichtigen, denn dann hat er mit 29 Jahren die Altersgrenze für einen Start überschritten. ((olaf.jpg; V.l.n.r.: adh-Generalsekretär Olaf Tabor, Jan Fitschen und Annika Lurz)) Die 27 jährige Lehramtsstudentin der Uni Würzburg und zweifache Weltrekordlerin, Europameisterin und Vize-Europameisterin im Schwimmen erlebte im vergangenen Jahr ihren großen internationalen Durchbruch im Schwimmsport. Dieser bildete den Auftakt für ihre Top-Saison im Jahr 2006. Nach der Silbermedaille mit der Freistil-Staffel bei der Weltmeisterschaft in Montreal (Kanada) konnte sich Lurz 2005 über persönliche Bestzeiten und drei weitere Medaillen bei der Sommer-Universiade in Izmir freuen: „Die Universiade-Medaillen waren nach der Silbermedaille der Weltmeisterschaft meine ersten internationalen Medaillen. Sie bedeuten mir viel, denn die Wettkämpfe in Izmir waren auf sehr hohem Niveau. Es gingen Olympiasieger, Welt- und Europameister an den Start, an Konkurrenz hatte es also nicht gefehlt.“ Inzwischen gilt Lurz als eine der internationalen Top-Schwimmerinnen und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie den Weltrekord von Franziska van Almsick über 200 m Freistil brechen kann: „Mit meiner Staffelleistung von Budapest habe ich gezeigt, dass ich den Weltrekord körperlich vielleicht drin habe, aber auf diesem hohen Niveau spielen eben die Nerven und die Psyche eine sehr große Rolle. Ich arbeite aber weiter daran! Meine sportlichen Ziele für die nächsten zwei Jahre sind natürlich erstmal die Teilnahme an den internationalen Topereignissen, wie der Weltmeisterschaft und der Universiade 2007 und vor allem an den Olympischen Spielen 2008. Es wäre schön, wenn dabei die eine oder andere Medaille rausspringen würde.“