''DSB-Vize Feldhoff kündigt neues Konzept für 2008 an '' ((<ol-feldhoff.jpg;DSB-Vizepräsident Ulrich Feldhoff)) Die deutsche Olympiamannschaft hat in Athen keine Chance mehr auf den angestrebten dritten Platz der Nationenwertung. Das hat Uli Feldhoff, Vizepräsident des Deutschen Sportbunds, eingestanden. Als Konsequenz werde der Bereich Leistungssport schon Anfang September ein neues Konzept mit Blick auf Peking 2008 vorlegen: 'Die 20 Olympiastützpunkte sollen bleiben, aber die 200 Bundesstützpunkte dazu sind eindeutig zuviel, wir brauchen eine Konzentration der Kräfte.' 'Unser erklärtes Ziel, Platz drei vor China zu belegen, ist nicht mehr zu halten', sagte Feldhoff in der Olympiastadt. Man habe vor allem China und Japan unterschätzt, die beide 'auf den Punkt genau' vorbereitet seien. '' Erwartungen klar verfehlt'' Bei den Schwimmern waren vor dem letzten Finaltag von ingesamt 35 Athleten 13 in den Vorläufen ausgeschieden. Der erstmals heftig in der Kritik stehende DSV-Cheftrainer und Sportdirektor Ralf Beckmann hatte vor Beginn der Spiele von seiner Mannschaft noch persönliche Bestzeiten gefordert. Feldhoff zeigt sich enttäuscht: 'Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster hängen, aber wir haben gerade bei den Spitzenschwimmern gesehen, dass die Periodisierung des Trainings nicht gelungen ist, und das waren nicht nur individuelle Fehler. Die Bilanz zeigt, dass diese Fehler in der Mannschaft insgesamt gemacht worden sind. Der Deutsche Schwimm-Verband kann mit den Ergebnissen nicht zufrieden sein.' '' Vierter Platz fest im Visier'' Aber nicht nur im Schwimmen, sondern auch im Radsport, Fechten oder Segeln seien die Erwartungen nicht erfüllt worden. Bestes Gegenbeispiel seien Judo und Schützen, die aus den Pleiten von Sydney gelernt hätten. Für Deutschland gehe es nun um Platz vier: 'Und der ist absolut noch erreichbar.' Vor allem durch Rudern, Reiten und Kanu will man in der zweiten Woche punkten. ''Neuordnung im Training'' Neben der Konzentration der Spitze auf weniger Stützpunkte soll nach den Plänen auch die finanzielle Förderung modifiziert werden. 'Aus verständlichen Gründen wird das nicht von allen bejubelt werden, aber wir werden zu einer Lösung kommen', so Feldhoff. Einzelheiten wolle man erst nach den Gesprächen mit den Verbänden und dem Innenminister an die Öffentlichkeit tragen. 'Aber natürlich sind damit für die einen finanzielle Konsequenzen verbunden, andere profitieren durch ihre Erfolge davon.' mit Material von dpa,ZDF,sid