18.05.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

42. Ruhrolympiade in Gelsenkirchen: Sporttalente im Karrierekonflikt

Vom 23. bis 24. Mai findet im Rahmen der Ruhrolympiade ein Workshop mit Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Sport statt, der sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit sich (Hochschul-)Ausbildung und Spitzensport miteinander vereinbaren lassen.

1994 wurde erstmals unter dem Titel „Sportgespräch“ eine Diskussionsreihe mit ExpertInnen und SportlerInnen eröffnet, die seither auf reges Interesse stößt. Die Themen leiten sich aus aktuellen Problemstellungen des Nachwuchssports ab, die in den Diskussionsrunden ausgiebig erörtert werden können. Diese Veranstaltungsreihe unterstreicht den Anspruch der Ruhrolympiade, sich besonders den Anliegen junger LeistungssportlerInnen zu widmen und dabei neue Möglichkeiten und Mittel zu erschließen. Der große Erfolg der Veranstaltung manifestiert sich in einem zweitägigen internationalen Workshop mit jährlich mehr als 250 Fachleuten, die sich aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Sport zusammensetzen. ''Talentsuche und Talentförderung'' Der 20. Internationale Workshop “Talentsuche und Talentförderung“ beschäftigt sich in diesem Jahr besonders mit der Frage, inwieweit sich Ausbildung und Spitzensport miteinander vereinbaren lassen. Sind Studium und Spitzensport ein Spagat auf dem Schwebebalken, Schule und Leistungssport ein Lauf über Stolpersteine? Renommierte Sportwissenschaftlerinnen und Sportwissenschaftler, die in der Talentförderung, bei der Leistungsentwicklung von Sportlerinnen und Sportlern und der Laufbahnberatung Verantwortung tragen, informieren über die neuesten Entwicklungen und Trends. Generalsekretär Olaf Tabor referiert im Arbeitskreis 1 - Studium und Spitzensport - eine Situationsanalye aus unterschiedlichen Perspektiven - über das bundesweite adh-Projekt 'Partnerhochschule des Spitzensports' und stellt die wichtigsten Ergebnisse der Evaluation unter dem Titel 'Spitzensport an Hochschulen - Sackgasse oder Schnellstraße' vor. ''Mehr als Wettkampf - Die Ruhrolympiade'' Mit über 7000 StarterInnen in 25 Sportarten war die Ruhrolympiade das größte regionale Jugendsportevent Europas. Nun hat sie durch die Olympiabewerbung neuen Schub und Bedeutung erhalten. Alljährlich trafen sich die besten NachwuchssportlerInnen aus den elf Städten und vier Kreisen des Ruhrgebiets, um sich in einer Städtevergleichwertung sowie beim Wettbewerb um die Titel der Ruhrgebietsmeister zu messen. Die Ruhrolympiade hat Tradition: Seit 1964 wird in wechselnden Städten ausgerichtet. Und sie hat Zukunft: Gerade in Zeiten knapper Kassen und Nachwuchsproblemen in vielen Sportarten ist das Konzept der Ruhrolympiade ein “wichtiger Eckpfeiler im bundesdeutschen Jugendsport“, so der Ulrich Feldhoff, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Sportbund. Denn wie bei Olympischen Spielen wird rund um die Wettkämpfe ein attraktives Rahmenprogramm organisiert - für Aktive und Zuschauer. Der Städtevergleich ist eine einzigartige Gelegenheit, in einer Sportarten übergreifenden Mannschaftswertung einmal NachwuchsathletInnen anderer Disziplinen kennen zu lernen. Dies wird unter anderem durch ein Olympialager gefördert. Ein jugendgemäßes Event - beispielsweise ein Konzert von DJ Bobo - als Eröffungsveranstaltung oder ein attraktives Sport- und Showprogramm in der Innenstadt verdeutlichen den “anderen“ Ansatz der Ruhrolympiade. In diesem Jahr ist Gelsenkirchen der Gastgeber für die Sportjugenden des Reviers – und von drei weiteren Städten der Rheinschiene, die sich zusammen für die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region für die Olympischen Spiele 2012 stark gemacht hatten.