20.09.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

4. EUSA Symposium 2005, Funchal Madeira 14. - 18.09.2005

Für den adh reisten Dorit Deeken (Uni Karlsruhe), Inken Behrens (Jugend- und Bildungsreferentin adh) und Dirk Hähnel (EUSA Student Commission) zum 4. EUSA Symposium nach Madeira.

Das Organisationsteam des portugiesischen Hochschulsportverband FADU hießen die ca 50 TeilnehmInnen aus 10 Nationen beim vierten EUSA-Symposium willkommen. ''Erster Tag'' Das Symposium wurde am 15.09.2005 vormittags offiziell eröffnet. Die Begrüßungsworte wurden vom Präsidenten der FADU Carlos Sousa Santos sowie Adam Roczek (EUSA Executive Committee) übernommen. Weiterhin wurden die Teilnehmenden durch einen Vertreter der Regierung Madeiras und des Bürgermeisters von Funchal begrüßt. Das erste Referat stand unter dem Thema „The role of youth in sports“ (Jan Holze – Präsident der ENGSO Youth). Neben dem Schwerpunkt des Vortrags ging er auf die Struktur der ENGSO und seiner Jugendorganisation intensiv ein, um ein gutes Beispiel der Mitbestimmung junger Menschen in einer internationalen Organisation zu demonstrieren. Nach einer kurzen Kaffeepause stellte Duarte Lopez (Präsident der AGDSP, Lissabon) empfehlenswerte Vorgehensweisen dar, die bei der Planung und Durchsetzung beim Bau von Sportstätten auf Hochschulebene notwendig erscheinen. Anschließend präsentierte die Vertreterin aus Estland Sigrit Altmoe Impressionen der SELL GAMES, die im Mai 2006 in Talin ausgetragen werden. Den inhaltlichen Abschluss des Tages bildeten Darstellungen der Hochschulsportverbände Polens (AZS) und Russlands (RUSF). In der Kantine der Universität von Madeira beendeten bei einem Buffet die Delegationen den ersten Symposiumstag. ''Zweiter Tag'' Der zweite Tag begann mit einer Kurzvorstellung der EUSA durch Adam Roczek, der anschließend das Wort an die Vertreter der Student Commission SC der EUSA übergab. ((<eusa_symp.dirk.jpg;Dirk Hähnel)) Diese präsentierten die Geschichte und die Mission der Commission und die Aufgaben, die sie sich für die nähere Zukunft gestellt haben. Nach Darstellung ihrer neuen homepage [[www.eusa-unisport.org/studcomm]] wurde der zweite Sitzungstermin angekündigt, der während der in Mainz stattfindenden europäischen Hochschulmeisterschaften im Badminton im Oktober 2005 integriert wird. Prof. Dr. Maria Almeida referierte anschließend über das Thema „physical evaluation and medical examination on higher education athletes”. Schwerpunkt ihrer Aussage war, dass anhand von Evaluationen nachweisbar ist, dass die Todesrate bei HochleistungsathletInnen aufgrund von Herzversagen im Vergleich zur nicht sporttreibenden Bevölkerung weltweit höher ist. Sie forderte daher standardisierte Eingangs- und Begleituntersuchung aller TopathletInnen während ihrer sportlichen Karriere. Daran schloss sich eine hitzige Debatte bezüglich der Finanzierung derartiger Untersuchungen an. Lösungswege konnten leider nicht aufgezeigt werden. Nach dem Mittagessen wurden die TeilnehmerInnen bei traditionellen Getränken und kulinarischen Köstlichkeiten von dem Bürgermeister im Rathaus von Funchal herzlich empfangen. Den Rest des Tages hatten die Delegationen die Möglichkeit die Stadt Funchal und Madeira kennen zu lernen. ''Dritter Tag'' Am dritten Tag des Symposiums konnte Madeira als Insel erkundet werden. Erste Station des Programms war die Besichtigung des traditionellen Ortes Monte. Anschließend wurden den Delegationen im gemütlichen Ambiente diverse typische Weine der Insel bei einer Weinprobe angeboten. Nach kurzer Mittagspause führte die nächste Tour die VertreterInnen der Nationen in die Berge Madeiras. Leider bescherte Petrus schlechte Wetterbedingungen, sodass die Berge nur zu erahnen waren. Nach kurzem kalten und nebligen Aufenthalt ging es zurück zur Küste. Der Tag wurde intensiv von den Teilnehmenden zu informellen Gesprächen und zum Austausch genutzt. Ein schmackhaftes Abendessen bildete den Abschluss des Tages. ''Vierter Tag'' ((<eusa_symp.balkon.jpg;Zeit zum Austausch)) Der letzte Tag des Symposiums wurde eingeleitet durch einen Vortrag von Rui Fazenda; Manager of SGS Consulting mit dem Thema Certification in Sports facilities and Sports Organizations. Seine Präsentation bezog sich auf das Qualitätsmanagement von Sportstätten und Dienstleistungen. Er vertrat die Meinung, das in der heutige Zeit die Anwendung standardisierter ISO-Normen zur Konkurrenzfähigkeit für die genannten Bereiche unumgänglich sein. Dabei stellte er die ISO-Norm 9001 als relevanteste Norm für den Sportsektor heraus. Fazenda veranschaulichte anhand von Beispielen die Vorgehensweise zur Einführung des Qualitätsmanagements in Organisationen. Er präsentierte sein Unternehmen als führend in der Prüfung und Zertifizierung derartiger Vorgänge. Fernando Parente, Hochschullehrer der Universität Minho veranschaulichte in seiner darauf folgenden Präsentation kurz den Bologna Prozess und die Umsetzung des ECTS in Sportstudium seiner Universität. Anhand seiner Darstellung und der sich anschließenden Diskussion wurden grundlegende Diskrepanzen der Verwirklichung des Punktesystems europaweit deutlich. Das Abschlussreferat wurde von der Gastreferentin Martina Bucher, Vorstandsmitglied der dsj, gehalten. Sie hatte die Aufgabe die Struktur, das Juniorteam sowie das ARTOS-Projekt ihrer Organisation den Delegationen näher zu bringen. Obwohl die dsj ein Jugendverband des Sports ist, konnte sie den Bezug zum Hochschulsport aufzeigen. Nach dem Mittagessen nutzten die Nationen die verbleibende Zeit ihre Verbandstrukturen zu erläutern. Der inhaltliche Abschluss des Symposiums wurde durch den Präsident der FADU Carlos Santos gesetzt. Die Closing Ceremony beendet offiziell das Symposium. Bei einem traditionellen Essen ließen die Nationen das Symposium ausklingen. Die deutsche Delegation Inken Behrens, Dirk Hähnel, Dorit Deeken