20.07.2018 | Kategorie: Wettkampf , WUC , Orientierungslauf

WUOC Sprint: Leonore Winkler sprintet in Top 30

An einem erneut sehr heißen Tag wurde im finnischem Seinäjoki die Sprintdistanz der Studierenden-Weltmeisterschaft ausgetragen. Auch wenn die Bahnlegung aus Sicht der deutschen Startenden teilweise etwas einfallslos wirkte, wurden die Läuferinnen und Läufer aufgrund des technisch anspruchsvollen Geländes von Seinäjoki deutlich mehr gefordert, als bei der Sprintstaffel am vorherigen Dienstag. Leonore Winkler überzeugte mit einem starken Lauf, der am Ende für einen guten 26. Platz reichte.

Mit einer frühen Startzeit ging Leonore Winkler ins Rennen und schon bei den ersten Funkposten wurde deutlich, dass sie mit einem guten Tempo unterwegs war. Das GPS zeigte, dass sie technisch gut mit dem Gelände und der Bahnlegung klarkam. Während sie zur Hälfte der Strecke noch in den Top 15 lag, baute sie gegen Ende des Rennens etwas ab und verlor bei sehr knappen Abständen einige Plätze, weswegen sie sich mit ihrem Lauf auch nicht 100% zufrieden zeigen konnte. Disziplinchef Nikolaus Risch zeigte sich dennoch erfreut über die Leistung.

Die anderen deutschen Damen (Birte Friedrichs, Sabine Rothaug, Nina Döllgast) kamen ebenfalls ohne größere Fehler durchs Rennen, mussten sich aber eingestehen, dass sie läuferisch für eine Platzierung in den Top 30 nicht stark genug waren. Im Kampf um die Goldmedaille bei den Damen entstand ein spannendes Rennen zwischen der Ungarin Virag Weiler und der Schweizerin Martina Ruch. Ab der Hälfte der Strecke gab es zwischen den beiden mehrere Führungswechsel und nie einen Vorsprung von mehr als 3 Sekunden. Im Ziel musste sich die Schweizerin der Ungarin mit nur 0,5 Sekunden geschlagen geben. Dritte wurde mit 10,5 Sekunden Rückstand die Polin Aleksandra Horník.

Bei den Herren schaffte es leider keiner der deutschen Starter in die bessere Hälfte des Starterfeldes. Markus Grätsch wurde mit einem 70. Platz bester Deutscher. Korbinian Lehner hatte eine Platzierung in der ersten Hälfte lange in Reichweite, übersah zum Ende des Rennens aber einen Durchgang zwischen zwei Gebäuden und verlor somit beträchtlich an Zeit und Platzierungen. Wie schon bei den Damen, berichteten auch Olav Milian Gran und Joris Hochstetter von technisch relativ guten Läufen, bei denen für eine bessere Platzierung vor Allem im Bereich Schnelligkeit noch Einiges fehlt. An der Spitze übernahm der in Österreich wohnende Neuseeländer Tim Robertson ab Posten sechs die Führung und gab diese nicht mehr her. Zweiter wurde mit einem Rückstand von acht Sekunden der Norweger Trond Einar Moen Pedersli vor dem in Norwegen wohnenden Australier Henry McNulty, welcher zum Schluss einen Rückstand von 24 Sekunden hatte.

Morgen geht es für die deutschen Athletinnen und Athleten über die Langdistanz in die Wälder um Kuortane. Das Gelände wird dem der Mitteldistanz ähnlich werden. Der Wetterbericht verspricht etwas kühlere Temperaturen bis zu 28 °C und einen leicht bewölkten Himmel, welcher die Aktiven auf ein angenehmeres Laufgefühl, als bei der Mitteldistanz hoffen lässt.

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