13.08.2018 | Kategorie: Wettkampf , WUC , Rudern

WUC Rudern in Shanghai – starkes Teamergebnis mit 4 Medaillen

Bei den 15. World University Championships Rowing (WUC) in Shanghai hat das Team des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) mit einem guten Gesamtergebnis überzeugt. Alle sechs Boote schafften den Sprung in die A-Finals und sorgten für drei silberne und eine Bronzemedaille auf dem Shanghai Water Sports Center.

Bei einsetzendem Regen und auffrischendem Wind wurden die Bedingungen im Laufe des Tages zunehmend anspruchsvoller. „Viele Athletinnen und Athleten haben sich mit den Bedingungen schwergetan, unsere Aktiven haben ihren Fahrplan in den engen Entscheidungen eingehalten“, war Trainer Heiner Schwartz zufrieden. Den Auftakt machte der Männer Zweier-ohne mit Jakob Gebel (Uni Duisburg-Essen) und Marc Leske (TU Dortmund). Bereits im Vorlauf hatten die beiden Studenten aus Dortmund und Duisburg Medaillen-Ambitionen angedeutet. Im Finale knüpften sie daran an. Sie konnten zwar die starken Engländer nicht entscheidend unter Druck setzen, wehrten alle Angriffe der Italiener aber ab und sicherten sich so die hochverdiente Silbermedaille.

Joachim Agne (Uni Würzburg) gehörte als Halbfinalsieger zu den Favoriten im Leichtgewichts-Einer. Erwartet stark ging er das Rennen an und setzte sich mit einer Bootslänge an die Spitze des Feldes. Bei 1000m musste er den stark rudernden Neuseeländer jedoch passieren lassen und konnte trotz eines starken Auftritts den Spieß nicht mehr umdrehen. Die Silbermedaille war schlussendlich der verdiente Lohn für ein gutes Rennen des Informatikstudenten.

Julian Schneider (Uni Mainz) und Jonathan Schreiber (Uni Erlangen-Nürnberg), Medaillengewinner der diesjährigen U23-WM, wollten auch bei der WUC in die Medaillenränge rudern. „Alle Boote hatten in den Vorrennen starke Leistungen gezeigt. Das Niveau des Feldes ist beeindruckend“, meinte Schneider, Wirtschaftsstudent der Uni Mainz. Entsprechend eng ging es im Feld zu, wobei Schreiber/Schneider immer auf den ersten Positionen lagen. Bis 1500 Meter ruderte das Duo der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft auf Rang zwei hinter Tschechien, setze sich dann aber an die Spitze des Feldes. Im Endspurt konnten sie das Tempo der ebenso stark aufkommenden Italiener nicht mehr kontern, hielten die Südafrkaner aber in Schach und freuten sich sichtlich über die dritte Silbermedaille des Tages.

Die Leipziger Sportstudentinnen Marion und Johanna Reichhardt hatten sich im Leichtgewichts-Doppelzweier eine Medaille vorgenommen. Die favorisierten Italienerinnen setzten sich von Beginn an vor das Feld, die Leipziger Studentinnen schoben sich aber schlag für Schlag nach vorn und kämpften mit weiteren drei Booten ab der Streckenhälfte um die Medaillen. Während sich die Chinesinnen über eine starke zweite Streckenhälfte letztlich klar durchsetzen, kämpften Italien, Deutschland und Australien heiß um die anschließenden Plätze. Entsprechend groß war auf der Ziellinie die Freude der Leipzigerinnen über Bronze hinter den Zweiern aus China und Australien.

Christian von Warburg (HAW Hamburg) zeigte im Männer-Einer ein starkes Finalrennen und hielt lange Zeit engen Kontakt zur Spitze. 500 Meter vor dem Ziel musste er jedoch einige andere Boote ziehen lassen und wurde Fünfter. „Das war ein anspruchsvoller Wettkampf. Ich habe von Rennen zu Rennen eine Schippe draufgelegt und bin insgesamt sehr zufrieden“, resümierte der Hamburger Ingenieurstudent. Auch die Rostocker Lehramtsstudentin Julia Leiding (Uni Rostock) verpasste eine Medaille mit Platz sechs. Die Studierenden-Weltmeisterin von 2016 zeigte ein engagiertes Rennen, musste zur Streckenmitte aber anerkennen, dass die Medaillen diesmal zu weit weg waren. „Ich konnte bei drei WUC-Teilnahmen erleben, dass die Studierendenwettkämpfe einen tollen Beitrag zum Erfahrungsschatz und der Persönlichkeitsentwicklung der Sportlerinnen und Sportler leisten“, zog die 25jährige dennoch eine versöhnliche Bilanz.

adh-Disziplinchef Sören Dannhauer war vom Auftritt der Aktiven angetan. „Es haben nicht alle Leihboote optimal gepasst und das Klima war eine zusätzliche Herausforderung. Die Athletinnen und Athleten sind aber sehr konstruktiv damit umgegangen. Das war sportlich gut und hat auch abseits von der Strecke großen Spaß gemacht.“

Alle Ergebnisse der WUC Rudern gibt es auf der Website des Ausrichters.