Seimetz wurde ins Viertelfinale der Freistil-Disziplin unter 57 Kilo gelost und traf auf den Polen Robert Dobrodziej. Mit sehenswerten Aktionen besiegte der 20-Jährige seinen Kontrahenten vorzeitig. Im Halbfinale begegnete Seimetz nun dem späteren Weltmeister Younes Sarmastidizaji. Der Iraner, der unter anderem bereits Junioren-Weltmeister war, nutzte seine körperliche Überlegenheit aus und gewann klar nach Punkten gegen den Studenten der Uni des Saarlandes, der alles in die Waagschale geworfen hatte. Im Finale um Platz drei traf Seimetz nun auf den Kanadier Steven Takahashi, der nach einer Unachtsamkeit des Deutschen am Anfang des Kampfes direkt in Führung gehen konnte. Seimetz erhöhte das Risiko, konnte aber keine gelungene Aktion mehr durchbringen und belegte letztlich den fünften Rang. Beim Ringen werden zwei Kämpfe um den dritten Platz ausgetragen, sodass es im Endergebnis jeweils zwei dritte und fünfte Ränge gibt.
Aus diesem Grund wurde Hast ebenfalls Fünfter. Nach seinem Vorrunden-Aus bei der vergangenen WUC in Ungarn zeigte sich der 21-Jährige hochmotiviert und schaltete seinen spanischen Gegner in der Freistil-Gewichtsklasse unter 74 Kilo vorzeitig aus. Im Viertelfinale unterlag er dem Polen Emil Bernarczyk, der sich jedoch ins Finale vorkämpfte, sodass Hast an der Hoffnungsrunde teilnahm. Der Leipziger Student nutzte diese Chance und besiegte Benedeguz Lagzi-Kovacs aus Ungarn vorzeitig. Dadurch erreichte Hast wie Seimetz das Finale um Platz drei, scheiterte jedoch an dem Asienmeister Bolat Sakayev aus Kasachstan.
Für Käppeler war der Auftritt bei seiner ersten Studierenden-Weltmeisterschaft hingegen früh beendet. In der ersten Runde stand er dem Iraner Hamed Rashidi gegenüber, der sich etwas abgeklärter präsentierte. Käppeler kämpfte um jeden Punkt, ließ sich jedoch von dem Routinier auskontern. Da der Iraner das Finale verpasste, durfte der Freiburger Student nicht an der Hoffnungsrunde teilnehmen. Der 23-Jährige, der im Freistil unter 70 Kilo antrat, konnte sich mit der großen Qualität der iranischen Aktiven trösten: In acht Gewichtsklassen gewann die vorderasiatische Nation sechs Goldmedaillen und holte zweimal Bronze.
Auch in der Freistil-Gewichtsklasse unter 86 Kilo gewann ein iranischer Athlet. Der deutsche Aktive Bühler scheiterte in der ersten Runde äußerst knapp an Hichael Bodnar. Der 25-Jährige konnte seine Angriffe nicht in Punkte umwandeln und der slowakische Kontrahent schien Bühler immer einen Schritt voraus zu sein. Nach sechsminütigem Kampf gewann schließlich Bodnar knapp nach Punkten. Der Slowake unterlag anschließend im Viertelfinale, sodass auch dem Studenten der HS Esslingen die Chance verwehrt blieb, über die Hoffnungsrunde ins weitere Geschehen einzugreifen.
„Bei dem hohen Niveau dieser WUC bin ich mit den beiden fünften Plätzen bisher zufrieden“, zieht Sportartverantwortlicher Björn Holk eine Zwischenbilanz. Für die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft geht als nächstes Sandra Paruszewski (HS Offenburg) an den Start. Die aktuelle Deutsche Meisterin hofft, die erste Medaille für das deutsche Team zu erringen.
