Nach dem viel versprechenden Auftakt der Freistil-Ringer mit zwei fünften Plätzen durch Valentin Seimetz (Uni des Saarlandes) und Alexander Hast (Uni Leipzig), erhofften sich auch die deutschen Athleten in der Disziplin Griechisch-Römisch ebenfalls gute Ringkämpfe. Dazwischen startete die Deutsche Meisterin Sandra Paruszewski (HS Offenburg) in der Freistil-Gewichtsklasse unter 55 Kilo. Mit einem sechsten Rang verpasste die 22-Jährige zwar Edelmetall, erzielte aber dennoch ein ordentliches Ergebnis.
Die beste deutsche Platzierung in der Disziplin Griechisch-Römisch erkämpfte Braun in der Gewichtsklasse unter 80 Kilo. Für den 24-jährigen Student der Medizintechnik wäre eine Medaille möglich gewesen, da er sowohl gegen den späteren Studierenden-Weltmeister Peter Nagy aus Ungarn als auch gegen den Russen Adlan Akiev mit nur einem Punkt Unterschied verlor.
Ebenso unglücklich schied Felix Radinger (TU Darmstadt) im Viertelfinale der Gewichtsklasse unter 98 Kilo aus: Mit dem Ungarn Zsolt Torok bekam er eine lösbare Aufgabe zugelost, jedoch gelang dem 28-Jährigen in einem eng geführten Match keine zwingende Aktion. Der Ungar, Dritter bei der U23-Europameisterschaft, konnte die letzte Wertung für sich behaupten und qualifizierte sich somit für die nächste Runde. Radinger, der sich mit dem späteren Zweitplatzierten Daniel Gastl in dessen Heimatland Österreich vorbereitet hatte und sich in guter Form befand, kam somit nicht über Platz sieben hinaus.
Michael Widmayer (DHBW Stuttgart) bezwang in der Qualifikationsrunde den starken Polen Edgar Melkumov und zeigte dabei sehenswerte Angriffe. Im Viertelfinale der Gewichtsklasse unter 71 Kilo traf er auf Boroomand Aslan Gharehdaghi aus dem Iran. Der Militärweltmeister 2013 startete besser in den Kampf und führte früh mit 5:0. Widmayer zeigte bis zum Ende eine couragierte Leistung, konnte aber mit zwei Wertungen kurz vor Kampfende lediglich Ergebniskorrektur betreiben. Somit landete der 22-jährige Stuttgarter Student ebenso wie Radinger auf dem siebten Rang.
Die gleiche Platzierung erreichte der jüngste Athlet im deutschen Team. Jello Krahmer (HS Aalen) kämpfte im Viertelfinale gegen den Russen Alexey Grishin um den Einzug in die nächste Runde. Mit einem Kopfhüftschwung überraschte dieser den 20-Jährigen. Krahmer versuchte sich aus dem Griff zu lösen, doch der russische Athlet bewies Cleverness, sodass der Aalener Student auf Schultern verlor und ebenso Siebter wurde.
„Obwohl wir im Freistil und im Griechisch-Römisch als beste westeuropäische Nation abschnitten, besteht ein großer Abstand zur Weltspitze“, bilanziert Sportartverantwortlicher Björn Holk. „Kurzfristig wollen unsere Aktiven vermehrt Trainingsgruppen bilden, Kontakte zu anderen Nationen herstellen und versuchen, die Studierenden als Trainingspartner zu gewinnen“, gibt Holk Einblicke in zukünftige Pläne. Zudem habe sich Trainer Bernd Fröhlich angeboten, internationale Wettkämpfe zu begleiten und bei der Organisation zu helfen. „Ich werde versuchen, Netzwerke aufzubauen, wovon die Athletinnen und Athleten langfristig profitieren“, berichtet der Sportartverantwortliche.
Alle Platzierungen der WUC Ringen sind hier zu sehen.
