Die deutschen Farben wurden durch Esther Doetsch (Uni Münster), Anna Reinhardt (Uni Erfurt), und Myrea Schröter (TU Dresden) bei den Damen sowie Christoph Brandt (FH Wiener Neustadt), Bjarne Friedrichs (Uni Göttingen), Sören Lösch (TU Chemnitz), Paul Lützkendorf (TU München) und Sören Riechers (Uni Bielefeld) bei den Herren vertreten.
Am späten Nachmittag starteten die Auswahlläufer am Fuße der Festung „Santa Barbara“. Verwinkelte Gassen, unzählige Treppen und viele Höhenmeter erwarteten die Läufer vor dem am Yachthafen gelegenen Ziel. Die Strecke war geprägt von anspruchsvollen Passagen, die die Läuferinnen und Läufer immer wieder zu genauer Kartenarbeit zwangen. Leider konnte durch einige Schwachstellen auf der Karte jedoch kein wirklich fairer Wettkampf gewährleistet werden. Dies brachte einige Aktive in Schwierigkeiten und sorgte für Gesprächsstoff im Ziel.
Die deutschen Läuferinnen und Läufer konnten ihre Erwartungen zum Großteil nicht erfüllen. Die besten Ergebnisse lieferten hierbei noch Anna Reinhardt (Platz 37) und Sören Lösch (Platz 26). Diese zeigten sich zufrieden mit ihren Läufen, zumal der Sprint nicht ihre Paradedisziplin ist. Paul Lützkendorf konnte nach der Verletzung am vorherigen Tag immerhin antreten, aber seine Konzentration dementsprechend nicht vollständig aufrechterhalten. Esther Doetsch, Christoph Brandt und Sören Riechers dagegen unterliefen größere Fehler und sie haderten im Ziel mit ihren Ergebnissen.
Die Dominanz der Schweizer und Tschechen war erneut überragend. Die Herren aus der Schweiz beanspruchten sogar das komplette Treppchen für sich.
Mitteldistanz in Alicante: Geschlossene Mannschaftsleistung der Deutschen
In dem halboffenen, diffus buschigen Gelände kamen nur wenige Favoriten ohne größere Fehler über die Strecke. Martin Hubmann (Schweiz) wurde jedoch seiner Favoritenrolle gerecht und dominierte die Herrenkonkurrenz. Er gewann seine zweite Goldmedaille mit über zwei Minuten Vorsprung vor Zsolt Lenkei aus Ungarn und Adam Chromý aus Tschechien.
Bei den Frauen sicherte sich die Schwedin Lilian Forsgren ähnlich dominant die erste skandinavische Goldmedaille dieser WM vor ihrer Teamkollegin Anna Forsberg. Viel Jubel bei den einheimischen Fans löste die Bronzemedaille der Spanierin Anna Serrallonga Arqués aus.
Den deutschen Startern gelang eine geschlossene Mannschaftsleistung. Den Damen unterliefen im diffusen Gelände zwar einige Fehler, aber sie konnten sich alle in den Top 30 platzieren. Myrea Schröter und Anna Reinhardt kamen mit dem Gelände sehr gut zurecht und freuten sich am Ende über die Plätze 20 und 25. Esther Doetsch unterlief zu Beginn der Strecke ein größerer Fehler, sie fand aber dann immer besser ins Rennen. Mit dem 29. Rang und noch vor Radka Brozkova (Bronzemedaille über die Langdistanz) war sie jedoch nicht zufrieden.
Trotz vieler kleinerer Fehler landete Christoph Brandt am Ende als bester Deutscher bei den Herren auf dem Platz 24. Bis zum Sichtposten lag Sören Lösch noch deutlich vor ihm, er fand dann allerdings die letzten beiden Posten nicht auf Anhieb und fiel auf den 29. Rang zurück. Bjarne Friedrichs und Sören Riechers konnten sich nach durchwachsenen Läufen ebenfalls in der besseren Hälfte platzieren.
Die Staffel am Freitag wird im gleichen Gelände ausgetragen. Bei den Herren werden Christoph Brandt, Bjarne Friedrichs und Sören Lösch an den Start gehen. Insbesondere die Damenstaffel in der Besetzung Esther Doetsch, Myrea Schröter und Anna Reinhardt verspricht bei ähnlich guten Läufen wie auf der Mitteldistanz einen spannenden Rennverlauf.
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