Das deutsche Team der Studierenden-Nationalmannschaft war mit einer Delegation von 15 Personen vor Ort stark vertreten. Aktiv auf dem Wasser und mit Edelmetall im Blick sind Caroline Arft (Ruhr Universität Bochum), Bjön Barthel (HS Ludwigshafen), Jan Bechtold (Uni Mannheim), Finn Eidam (BHT Berlin), Felix Frank (Hochschule 21), Isabel Friedt (Uni Mannheim), Johanna Handrick (Uni Leipzig), Simon Krautloher (FH Rosenheim), Katharina Köther (IUBH Internationale Hochschule), Felix Landes (Uni Mannheim), Tabea Medert (Uni Potsdam), Tobias-Pascal Schultz (Uni Wuppertal) und Yannik Pflugfelder (KIT Karlruhe) für den adh an den Start gegangen. Unterstützt wurden die Aktiven durch Trainer Volker Lambeck vom Deutschen Kanu Verband und Sebastian Sdrenka (TU Clausthal) als Delegationsleitung. Darüber hinaus wurden die Sportlerinnen und Sportler von einer kleinen Gruppe mitgereister Fans aus Deutschland angefeuert.
Mit der Eröffnungsfeier am Abend des 09. August wurden die FISU Flagge gehisst und die WUC Kanu Sprint offiziell eröffnet. Beim Einlauf der Nationen wurde die deutsche Flagge von Tabea Medert (FH Potsdam) getragen. In den folgenden drei Wettkampftagen konnten sich bei schweißtreibenden Temperaturen mit bis zu 40 Grad nahezu alle deutschen Boote direkt oder über den anschließenden Zwischenlauf für die Finals qualifizieren. Die Athletinnen und Atleten der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft präsentierten sich in allen Bereichen vor Ort hervorragend, was sich vor allem auch im sportlichen Gesamtergebnis insbesondere gegenüber der sehr stark besetzen Kanus aus den osteuropäischen Ländern zeigte. Mit Platz sieben im Medaillenspiegel, davon ein Mal Gold, zwei Mal Silber und drei Mal Bronze gab es gleich mehrfach Grund für die Deutschen zum Jubeln. Mit einer Reihe sehr guter Anschlussplatzierungen kann das Team am Ende sehr zufrieden sein: sieben Mal Platz vier, vier Mal Platz fünf, je ein Mal Platz sechs, Platz acht und Platz neun.
Über die Goldmedaille freuten sich in der Disziplin K4 Men über 500m, Tobias-Pascal Schultz (Uni Wuppertal), Björn Barthel (HS Ludwigshafen), Felix Frank (Hochschule 21) und Felix Landes (Uni Mannheim) mit einer Zeit von 0:01:23.183 vor den Kanus aus Ungarn und Weißrussland. Die Silbermedaillen gab es zum Einen in der Disziplin K2 Men über 1000m mit Yannick Pflugfelder (KIT Karlsruhe) und Tobias-Pascal Schultz knapp hinter Ungarn, aber deutlich vor Italien. Die zweite Silbermedaille holten in der Disziplin K4 Women über 500m Caroline Arft (Ruhr Uni Bochum), Isabel Fried (Uni Mannheim), Katharina Koeter (IUBH Internationale Hochschule) und Tabea Medert (FH Potsdam).
Die bronzenen Medailien folgten mit Felix Frank (Hochschule 21) im K1 über 500m, mit Katharina Koeter (IUBH Internationale Hochschule) im K1 der Frauen ebenfalls über 500m und in der Disziplin K2 der Herren über 200m mit Björn Barthel (HS Ludwigshafen) und Felix Landes (Uni Mannheim). Insbesondere bei letzterer Disziplin mussten alle lange bis zum offizellen Ergebnis zittern, Am Ende konnten sich zwei Boote aus Deutschland und Polen, die mit einer Zeit von 0:00:33.087, die sich bis auf das Tausendstel deckte, über die Bronzemedaille freuen.
Mit der Abschlussfeier am Abend des letzten Wettkampftages wurde die WUC Kanu Sprint 2018 offiziell abgeschlossen. Träger der deutschen Flagge war dabei Gold- und Silbermedailliengewinner Tobias Schultz von der Uni Wuppertal. Die FISU-Flagge wurde bei der Feier unter Aufsicht des Bürgermeisters von Szolnok und FISU-Offiziellen an die Ausrichter der nächsten WUC übergeben. 2020 wird die WUC Kanu Sprint im weißrussischem Minsk stattfinden. Die Teilnehmenden aller Nationen können auf ereignisreiche Tage im ungarischen Szolnok zurück blicken, die jeder sehr gut in persönlicher Erinnerung behalten wird. Ein besonderer Dank gilt dem Ausrichter, dem ungarischem Kanu Verband, für eine großartige Gastfreundschaft und eine hervorragende Veranstaltung.
Für die deutschen Sportlerinnen und Sportler ist mit den Erfolgen bei der WUC Kanu Spirt die Saison allerdings noch nicht beendet. Die Deutsche Meisterschaft im Kanu-Rennsport 2018 steht als nächtes Sportevent bei allen Aktiven auf dem Kalender. Der adh drück den Aktiven der Studierenden-Nationalmannschaft dabei vom 28. Augsut 2018 bis zum 02. September 2018 in Hamburg die Daumen für einen erfolgreichen Saisonabschluss.
Text: Sebastian Sdrenka
