Gegen Weißrussland ging es anschließend gegen ein Team, das mit deutlich höheren Erwartungen in das Turnier gestartet war und ebenfalls auf Wiedergutmachung aus war. Entsprechend ambitioniert ging der Gegner auch zu Werke und konnte bis Mitte der ersten Halbzeit eine 3:0 Führung erzielen, wobei sich erneut schlecht verteidigte Standards als Problemzone des deutschen Teams herausstellten.
Die Spieler der Deutschen Studierenden-Nationalmannschaft zeigte nun aber Kampfgeist und fand in der Defensive zu einer stabileren Ordnung, so dass in den letzten dreißig Minuten keine weiteren Gegentore mehr fielen. Leider fehlte in der Offensive aber auch die Durchschlagskraft, so dass es nach dem 0:3 nur noch in das Spiel um Platz 15 ging. In diesem traf man auf das Team aus Israel, das ebenfalls im Turnier ohne Sieg geblieben war, allerdings das im Vorfeld ausgetragene Freundschaftsspiel gegen Deutschland für sich entschieden hatte. Dem deutschen Team war der unbedingte Siegeswille anzumerken, denn es kreierte von Beginn an etliche Torchancen, doch erst in der elften Minute gelang Eike Thiemann (WWU Münster) mit Direktabnahme nach langem Abwurf von Torhüter Matthias Hettich (WWU Münster) das hochverdiente 1:0. Als kurz nach der Halbzeit Joscha Vaas (DSHS Köln) auf 2:0 erhöhte, war die Hoffnung auf den abschließenden Sieg bereits groß. Nach dem Anschlusstreffer der Israelis kehrte allerdings wieder Verunsicherung im deutschen Team ein, die dem Gegner dann auch den Ausgleich ermöglichte. Mit dem unbedingten Willen, das Turnier positiv zu beenden, fightete sich die Mannschaft zurück und konnte fünf Minuten vor Schluss einen Konter durch Fink Hanke (CAU Kiel) zum 3:2 vollenden. Der Gegner versuchte nun über den Flying Goalkeeper noch mal zurückzuschlagen. Da ein Fernschuss von Joscha Vaas in Richtung des leeren Tors nur am Pfosten landete, musste das deutsche Team bis in die Schlusssekunden kämpfen, um den verdienten Abschlusssieg unter Dach und Fach zu bringen.
Damit fanden die Studierenden-Weltmeisterschaften Futsal einen versöhnlichen Abschluss, nachdem man im Laufe des Turniers schmerzhaft erfahren musste, dass die Trauben auf internationaler Ebene doch sehr hoch hängen. Das geschlossene und überzeugende Auftreten sowie die spielerische Weiterentwicklung des Teams im Laufe des Turniers machten aber deutlich, dass die gesamte Mannschaft hier wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Diese Erfahrungen fanden Ihren emotionalen Abschluss im Finalspiel der Männer, das bei stimmungsvoller Atmosphäre vor rund 10.000 Zuschauern in der Almaty-Arena das Team aus Russland mit 4:2 gegen die Gastgeber aus Kasachstan gewinnen konnte, nachdem zuvor bereits das russische Frauenteam Ihr Finale mit 2:0 gegen die Ukraine gewonnen hatte.
