WG Saarbrücken: Felix Schwamb (HTW Saarland), Albrecht v. Hardenberg, Jarmo Kruse, Philipp Jung, Florian Strube, Nils Vossebein u. Jonas Neurohr (v.l., alle Uni Saarland)
09.01.2013 | Kategorie: 2013 , national , Wettkampf

WG Saarbrücken Überraschungssieger der DHM Hockey (Halle)

Mit einem Überraschungssieg bei den Herren und einer Titelverteidigung der WG Aachen bei den Damen ging die DHM Hockey (Halle) am 3. und 4. Januar 2013 in Köln zu Ende.

Bei der DHM Hockey (Halle) gelang bei den Damen dem letzten Titelgewinner von 2010, der WG Aachen, mit dem Sieg der Meisterschaft 2013 eine Titelverteidigung mit ungewöhnlicher, zweijähriger Verzögerung: In den Vorjahren waren die DHMs ausgefallen, wodurch die Sportart Hockey zwischenzeitlich sogar kurz vor einem Ausschluss aus dem adh-Sportartenkanon stand.

In Köln kamen wenige Tage nach dem Jahreswechsel 15 Mannschaften von 13 Hochschulen zusammen um ihre Hallenmeister 2013 zu ermitteln. Dieses hohe Meldeergebnis und das große Feld der Teilnehmenden bei der DHM Feldhockey im vergangenen Sommer lässt darauf schließen, dass das Interesse an der DHM Hockey wieder sehr hoch ist.

In den Gruppenspielen der Herren lief es für die Favoriten der WG Köln mit den Bundesliaspielern v. Oertzen, Lorenz, Klein (alle CHTC), Schmitz und Leist (beide Neuss) um Olympiasieger Linus Butt (CHTC), nur nach den Ergebnissen nach Plan: Die WG  Jena konnte, nach einem 1:1 bei Halbzeit, am Ende nur knapp mit 6:5 bezwungen werden und gegen die WG Kiel kam das Team nach einem 2:2 bei Halbzeit am Ende nur zu einem mäßigen 5:3. Gegen die WG Braunschweig musste die Mannschaft sogar in Unterzahl antreten, denn die Krefelder Butt und v. Oertzen mussten am Donnerstagabend  noch ein kurzfristig angesetztes Trainingsspiel  mit ihrer Bundesligamannschaft absolvieren. Hinter Köln kam die WG Jena, alle Spieler spielen beim SSC, mit der besten Torquote aller Teams verdient in das Halbfinale.

In der Gruppe 2 hatte die WG Saarbrücken, deren Mannschaft zwar komplett für den HTC Neunkirchen spielt, aber Spieler mit Zweitligaerfahrung neben den beiden ehemaligen U16-Nationalspielern Nils Vossebein und Jonas Neurohr aufbieten konnte, einen optimalen Spielplan erwischt: Einem ungefährdeten 4:0 gegen die Uni Marburg folgte mit einer kleinen Steigerung ein 7:4 gegen die WG Münster, bevor es zum Spiel um den Gruppensieg gegen die Uni Wuppertal kam. Beide Teams wollten unbedingt mit einem Sieg den Kölnern im Halbfinale ausweichen, was Saarbrücken mit einem unerwartet deutlichen 10:4 eindrucksvoll gelang.

In den Gruppenspielen der Damen setzten sich die WG Aachen durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit sowie die WG Karlsruhe und die WG Frankfurt nicht zuletzt durch ihre erfahrenen Bundeligaspielerinnen auf den Schlüsselpositionen, Corinna Przybilla (WG Karlsruhe/TSV Mannheim) und  Marie Münch (Uni Frankfurt/SC Frankfurt 1880) souverän durch.

Im Halbfinale konnte Frankfurt aber wenige Sekunden vor Spielende das verwaiste Tor der Karlsruherinnen zum vorentscheidenden Führungstor nicht treffen und musste sich dann in der zweiten Verlängerung unglücklich mit 4:3 geschlagen geben. Ähnlich unglücklich verlief das Finale dann für die Karlsruherinnen: Nach einer 2:0 Halbzeitführung stand es bei Spielende 2:2 und nach der Verlängerung sogar noch 4:2 für die ruhig aufspielenden Titelverteidigerinnen aus Aachen.  

Dramatik kam dann auch im Herrenfinale zwischen Köln und Außenseiter Saarbrücken auf. Beide hatten ihre Halbfinals gegen Wuppertal mit 9:5 bzw. Jena mit 6:3 sicher über die Zeit gebracht. Trotz einer frühen Führung und guter Chancen wollte den Kölnern kein weiterer Treffer gelingen. Im Gegenteil. Unmittelbar vor Halbzeit konnte Saarbrücken noch einen seiner wenigen Konter erfolgreich abschließen. Selbst der Führungstreffer der Saarländer wenige Minuten nach Wiederanpfiff zum 2:1 schien die Kölner nur wenig zu beeindrucken, denn sie erspielten sich immer wieder Chancen. Ihr Pech im Abschluss ließ den führenden Außenseiter über sich hinaus wachsen. Selbst in der Schlussminute hatten die Kölner mit zwei Strafecken nach unnötigen Ballverlusten seitens Saarbrückens noch beste Ausgleichschancen, die sie jedoch nicht nutzen konnten.

Sonderlob erhielt der Ausrichter, die DSHS Köln, vertreten durch Lennard Leist und den Hochschulsportleiter, Dr. Norbert Stein, bei der schwierigen Ausgestaltung des Turnierrahmens aufgrund der Ferienzeit. Die Finalspiele am Freitag im HJZ wurden vom Westdeutschen Hockeyverband durch Hans-Werner Sartory und seinen Kollegen gewohnt souverän geleitet.

Die Spielergebnisse im Überblick gibt es <media dhm hockey>hier</media>