Die Deutsche Hochschulmeisterschaft musste in diesem Jahr deutlich früher angesetzt werden. Denn aufgrund der Universiade in Kazan (06.-17.07.2013) ist auch die Europäische Hochschulmeisterschaft (23.-30.06.201213/Nicosia ) auf den Juni vorverlegt worden. Die WG Köln hatte als Sieger bei den Damen 2012 von Ihrem Optionsrecht Gebrauch gemacht und so die Endrunde der DHM an die Deutsche Sporthochschule nach Köln eingeladen. Das Team um Cheforganisatorin Anja Beicht und Dr. Jimmy Czimek erwies sich wie erwartet als gut vorbereitet und als guter Gastgeber.
Das Feld der Männerkonkurrenz war deutlich ausgeglichener besetzt als im Vorjahr, was schon in der Vorrunde zu engumkämpften Sätzen führte. Titelverteidiger München ging dennoch fehlerfrei durch die Vorrunde und qualifizierte sich ohne Satzverlust für das Halbfinale. In der anderen Gruppe blieb Paderborn, betreut vom Leiter des Hochschulsports - Uli Kussin - verlustpunktfrei. Die Paderborner setzen sich im Wesentlichen aus Spielern der Delbrücker Zweitliga Mannschaft zusammen und mussten nur gegen Berlin einen Satz abgeben. In der Gruppe von München erspielte sich die WG Köln den zweiten Platz, während in der Paderborner Gruppe Mainz einen sehr starken Auftritt hinlegte und als Zweiter verdient ebenfalls ins Halbfinale einzog. Im ersten Halbfinale setze sich Mainz gegen München mit 2:1 (25:18, 14:25, 15:11) durch und machte damit die vorzeitige Ablösung des Titelverteidigers klar. Im zweiten Halbfinale setze sich die WG Köln ebenfalls mit 2:1 (25:20, 22:25, 15:5) gegen das Team aus Paderborn durch. Die Paderborner machten ihre Ambitionen im kleinen Finale aber noch einmal deutlich, wo sie mit 2:0 (25:18, 25:22) die Oberhand behielten und damit den dritten Platz der DHM erreichten.
Bei den Frauen war der Leistungsunterschied deutlicher. In der Gruppe A setzten sich Köln (6:0) und München (4:2) durch und in der Gruppe B überraschte der Nachrücker Konstanz (6:0) vor Regensburg (4:2). Jedoch wurde deutlich, dass die beiden Teams aus Köln und München an diesem Wochenende klare Favoriten waren. Beide gewannen dann auch in den Halbfinals wie erwartet. Köln besiegte Regensburg mit 2:1 und München gewann mit 2:0 gegen Konstanz.
Im Finale trafen damit die beiden angriffsstärksten Teams aufeinander. Die WG München hatte am Ende eines eng umkämpften ersten Satzes mit 26:24 das bessere Ende für sich. Die Kölnerinnen steigerten sich im zweiten Satz deutlich, lautstark unterstützt vom heimischen Publikum, und nutzten den Heimvorteil zum Satzausgleich mit 25:16 aus. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Hier gab es einen offenen Schlagabtausch der Angriffsreihen. Mit einem Block zum 13:12 und einem klugen longline Angriff von Anna Hoja erspielte sich Köln den ersten Satzball, der aber mit Aufschlagfehler vergeben wurde. Silke Schrieverhoff blieb es dann vorbehalten mit Einbeiner aus der Annahme heraus den Satz mit 15:13 und damit erneut den Titel nach Köln zu holen.
Bei den Männern trafen damit zwei neue Finalisten aufeinander. Beide lieferten sich verstärkt durch zwei bekannte Gesichter der Szene - Tim Elsner (Evivo Düren) bei Köln, Manuel Lohman (Smart Beach Cup) bei Mainz einen offenen Schlagabtausch. Keines der beiden Teams konnte sich im ersten Satz wirklich entscheidend absetzen. Bei 23:23 erhielten die Mainzer den ersten Satzball, den Köln aber mit starkem Block gegen Manuel Lohmann abwehren konnte. Lohmann gelang es aber im nächsten Angriff den zweiten Satzball zu holen, der von Elsner mit starkem Diagonalangriff abgewehrt werden konnte. Ein Aufschlagfehler von Köln sorgte für den dritten Satzball der Mainzer. Tim Elsner nutzte die Chance gegen den Einerblock des Mainzer Zuspielers nicht und scheiterte an der Auslinie. Mit 27:25 gewannen die Mainzer dadurch den ersten Satz.
Im zweiten Satz schienen die Mainzer von der Möglichkeit den Titel zu holen geradezu gelähmt. Während sich die Kölner von Ball zu Ball steigerten, erhöhte sich auf Mainzer Seite vor allem die Eigenfehlerquote. Köln dominierte den Satz und erreichte mit einem 25:12 den Satzausgleich.
In der Pause vor dem Tiebreak fand der Mainzer Trainer und Delegationsleiter Dr. Helmut Scholl aber offensichtlich die richtigen Worte. Ein scheinbar komplett verändertes Team betrat das Spielfeld und agierte mit dem notwendigen Selbstvertrauen und Engagement. Bis zum 9:10 konnten die Kölner noch gegenhalten. Dann aber setzten sich die Rheinhessen Punkt für Punkt ab und gewannen Satz, Spiel und Titel verdient mit 15:10. Mannschaft und Trainer fielen sich unter lautem Beifall der zahlreichen Zuschauer, darunter natürlich auch das Mainzer Frauenteam, in Arme und feierten diesen besonderen Erfolg.
Köln (Frauen) und Mainz (Männer) sind mit Ihren Finalsiegen nicht nur für die Europäischen Hochschulmeisterschaften im Rahmen der European University Games 2014 in Rotterdam (Niederlande ) qualifiziert, sondern haben auch das Optionsrecht die DHM 2014 im kommenden Jahr jeweils am eigenen Standort ausrichten zu dürfen.
Die Teilnehmenden und der adh Disziplinchef Jörg Förster sprachen bei der abschließenden Siegerehrung dem Organisationsteam um Anja Beicht und Dr. Jimmy Czimek und den Schiedsrichtern unter Einsatzleiter Markus Jahns ihren Dank für eine rundum gelungene Veranstaltung aus, die zwei würdige Titelträger gefunden hat.
Die Abschlusstabelle gibt es <media dhm volleyball>hier</media>
