Fünf Frauen- und sieben Männer-Teams kämpften am vergangenen Wochenende jeweils um die DHM-Titel in der Heimat des Traditions-Handballvereins TUSEM in Essen. Die Mannschaften kämpften nicht nur um die nationale Hochschulmeisterschaft, sondern ebenso um die damit verbundene Qualifikation für die European University Games (EUG) 2018 im portugiesischen Coimbra.
Am Samstagvormittag wurde bei der Endrunde der Frauen relativ schnell klar, dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem DHM-Titelverteidiger WG Köln und dem Vize aus 2015 – 2016 fand keine DHM bei den Frauen statt – der WG Wiesbaden entwickeln würde. Im Jeder-gegen-Jeden-Turniermodus kam es bereits im sechsten Spiel zum Showdown im Duell der beiden Favoriten. In einem harten, aber fairen Handballspiel auf sehr hohem Niveau, konnten sich die amtierenden Titelträgerinnen aus Köln am Ende knapp mit 14:12 gegen die Hessinnen durchsetzen. Am Sonntag gewannen die Kölnerinnen dann deutlich ihr letztes Endrunden-Spiel mit 23:9 gegen die Damen von der Uni Kassel und konnten somit souverän den DHM-Titel wie 2015 vor den Wiesbadenerinnen verteidigen. Das Team aus der hessischen Landeshauptstadt konnte die anderen Spiele klar für sich entscheiden und sicherte sich erneut die Vizemeisterschaft. Der dritte Platz ging am Ende an die Uni Kassel.
Bei den Männern wurde am Samstag aufgrund der höheren Anzahl an Teams in zwei Gruppen zunächst die Halbfinalteilnehmer des nächsten Tages ausgespielt. Die Mannschaften der Uni Kassel, TU Berlin und des Gastgebers Uni Duisburg-Essen bildeten dabei die kleinere Dreiergruppe und die Wettkampfgemeinschaften aus Bochum, Konstanz, Regensburg und Wiesbaden die Vierergruppe. Die Teams der WG Bochum und der Uni Duisburg-Essen wurden jeweils ihrer Favoritenrolle gerecht und konnten ohne Niederlage den Gruppensieg am Samstagabend sichern. Ebenso zeigten die Handballer aus Wiesbaden – nicht nur mit ihrem Sieg gegen den stark besetzten Kader der WG Konstanz – dass sie den beiden favorisierten Ruhr-Teams alles andere als kampflos das Feld überlassen wollten. Ähnliches galt auch für das Team aus Berlin, welches sich wie Wiesbaden den zweiten Platz in Ihrer Gruppe sichern konnte.
Am folgenden Tag ging es in beiden Halbfinalspielen heiß her, bis die WG Bochum die Uni Duisburg-Essen jeweils knapp mit zwei beziehungsweise drei Toren Unterschied den Einzug ins Finale schafften. Kurz darauf bekamen die zahlreichen Zuschauer Handball vom Feinsten geboten und beide Mannschaften zeigten ein spannendes und hartes, aber durchweg faires Spiel. Die Bochumer zeigten dabei weniger Nerven als die Gastgeber und spielten durchweg souverän ihr Spiel durch und nutzten effektiv die sich bietenden Torchancen. Dem Team der Uni Duisburg-Essen gelang das nur bedingt: Trotz guter Spielzüge und vollem Einsatz aller Spieler auf dem Feld fehlte am Ende die Durchschlagkraft. Somit gewann die WG Bochum letztlich verdient mit 20:12 und dadurch den Deutschen Hochschulmeistertitel 2017. Den dritten Platz teilten sich die TU Berlin und die WG Wiesbaden.
Die beiden neuen Meister aus Bochum und Köln dürfen sich über den Titelgewinn hinaus auch über die damit verbundene Qualifizierung für die EUG 2018 in Portugal freuen. Diese finden im Wechsel mit den European University Championchips (EUC) alle zwei Jahre statt.
Die Kölnerinnen und die Handballer der Uni Duisburg-Essen freuen sich dazu auf ein schnelles Wiedersehen, da beide Teams sich durch ihre Meisterschaft bei der vorherigen Endrunde, das Ticket für die EUC Handball in Malaga qualifiziert hatten.
Die Endrunde der DHM Handball wurde im Rahmen des adh-Wettkampfprogramms vom adh-Gesundheitspartner Die Techniker sowie dem Ballpartner Molten unterstützt. Die Techniker sorgte mit mobilen Bubble-Plast-Handballtor und Geschwindigkeitsmesser für viel Spaß vor Ort bei den anwesenden Zuschauenden sowie den Aktiven der DHM-Endrunde. Bei den Teilnehmenden weckte dies schnell einen zusätzlichen positiven Konkurrenzkampf hinsichtlich dessen, wer am Ende den stärksten und schnellsten Torwurf besitzt.
Alle Ergebnisse sind <media 16190>hier</media> abrufbar.
