Die Schwerpunkte der diesjährigen Arbeitstagung der kleinen Hochschulsporteinrichtungen an der TU Ilmenau stießen im Vorfeld auf sehr positive Resonanz. Über 25 Teilnehmende machten sich auf den Weg nach Ilmenau, um sich über Konfliktmanagement im Hochschulsport und die Ausrichtung sowie Teilnahme an Wettkampfveranstaltung zu informieren und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.
Dass die tägliche Arbeit im Hochschulsport Spaß macht und viel bewegt werden kann, darüber waren sich die Teilnehmenden einig. Doch wie in allen Organisationen lassen sich auch im Hochschulsport Konflikte nicht vermeiden. Die Mediatorin und ehemalige adh-Bildungsreferentin Inken Behrens zeigte in einem Vortrag auf, wie Konflikte als Chance verstanden werden können und welche Methoden es zum erfolgreichen Umgang und Lösen von Konflikten gibt. Dann waren die Teilnehmenden selbst gefragt: Wie führe ich ein Kritikgespräch? Wie höre ich richtig zu? Zu diesen beiden Schwerpunkten des Konfliktmanagements führten die Hochschulsportverantwortlichen Rollenspiele durch und bekamen Feedback von ihren Kollegen.
Mit der Berichterstattung zum aktuellen Arbeitsstand der Strukturkommission II von Dirk Kilian, Hochschule Darmstadt, endete der erste Arbeitstag. Anschließend lud die Gastgeberin und Hochschulsportleiterin der TU Ilmenau, Ulrike Reinhardt, die Teilnehmenden zu einer Nachtwanderung mit Fackeln und Stirnlampen in den Ilmenauer Steinbruch ein, die viele Gelegenheiten zum informellen Austausch bot.
Am zweiten Tag der Arbeitstagung stand der Wettkampfsport aus ganz unterschiedlichen Perspektiven im Fokus. adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch erläutert: „Unsere Zielsetzung für den zweiten Teil der Tagung war, Hochschulen dazu zu motivieren, nationale Hochschulmeisterschaften auszurichten, Aktive zu nationalen Hochschulmeisterschaften zu entsenden und an den eigenen Standorten interne Wettkampfformate zu schaffen.“
Dazu erläuterte Thorsten Hütsch inhaltliche Anforderungen an die Ausrichter nationaler Veranstaltungen wie Deutscher Hochschulmeisterschaften, adh-Pokal-Veranstaltungen, adh-Open oder adh-Trophies. Mit zahlreichen Praxisbeispielen verdeutlichten anschließend Klaus Lindemann und Meike Kaltenbach von der Hochschule RheinMain, dass auch kleinere Einrichtungen ohne eigene Sportstätten und einem großen Team im Rücken in der Lage sind, als erfolgreiche Ausrichter nationaler Veranstaltungen aufzutreten und einen langfristigen Mehrwert für die eigene Hochschulsporteinrichtung zu schaffen. Die Gewinner des Ausrichterrankings 2014 erläuterten ihre Motivation, sprachen über die besonderen Herausforderungen und gaben wertvolle Hinweise zur Rahmenbedingungen, wie beispielsweise der Finanzierung von Veranstaltungen oder der Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern.
Wie der Hochschulsport seine Rolle als erfolgreicher Entsender zu nationalen Wettkampfveranstaltungen ausfüllen kann, zeigte Tobias Kläner, Hochschulsport-Mitarbeiter Wettkampfsport und Events, von der Leuphana Universität. Er sprach über finanzielle und organisatorische Aspekte der Entsendung und erläuterte, wie der Hochschulsport Lüneburg die Studierenden zur Teilnahme motiviert und unterstützt - aber auch, welche Leistungen die Studierenden im Gegenzug erbringen. Dazu zählt beispielsweise die Berichterstattung von den besuchten Wettkämpfen. Darüber hinaus gab Tobias Kläner zahlreiche Anregungen und vielfältige Praxisbeispiele, wie kleine Hochschulsporteinrichtungen eigene Sportevents mit besonderem Charakter konzipieren und in die Praxis umsetzen können. Sein Fazit lautete: Durch die Entsendung und die Durchführung eigener Veranstaltungen gelingt es, die Studierenden langfristig an den Hochschulsport zu binden. Außerdem tragen diese Maßnahmen dazu bei, die Wahrnehmung des Hochschulsports an der Hochschule zu stärken und ihn auf der Leitungsebene zu positionieren. „Die Arbeitstagung kleiner Hochschulsporteinrichtungen lebt vom intensiven Austausch der Hochschulen. Deshalb gilt der Dank nicht nur den Referentinnen und Referenten sowie Ulrike Reinhardt und ihrem Team, sondern auch den teilnehmenden Hochschulsportmitarbeitenden und Studierenden“, bilanziert die adh-Jugend- und Bildungsreferentin Rieke Zulauf.
