Die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer beim Seminar soziale Medien
28.05.2013 | Kategorie: 2013 , Bildung , national

Viele Fragen beim Seminar zum Einsatz sozialer Medien im Hochschulsport

An der Hochschule Darmstadt haben sich am 15. und 16. Mai rund 20 Teilnehmende getroffen, um sich über den Einsatz von sozialen Medien im Hochschulsport zu informieren.

Am 15. und 16. Mai 2013 trafen sich rund 20 Teilnehmende zum adh Seminar „Soziale Medien im Hochschulsport“ an der Hochschule Darmstadt. Da immer mehr  Hochschulsporteinrichtungen sich mit dem Thema Facebook, Twitter und Co. auseinandersetzen, war das Interesse der angereisten  Teilnehmenden entsprechend groß. Im Rahmen der Vorstellungsrunde konnten alle sich und ihre Vorerfahrungen im Bereich der Nutzung von sozialen Medien vorstellen. Schnell wurde klar, dass innerhalb der Gruppe eine große Heterogenität zwischen erfahrenen Nutzern und Einsteigern in der Thematik herrschte. Diese unterschiedlichen Voraussetzungen galt es zu überbrücken, um eine Diskussion auf Augenhöhe zu ermöglichen und Vorbehalte auf der einen sowie Grundsatzfragen auf der anderen Seite zu erörtern.

Nach der Vorstellungsrunde war es daher an Max Sprenger von der TU Kaiserslautern, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie vor allem Facebook, aber auch Youtube, in der täglichen Hochschulsportpraxis genutzt werden kann. Vor allem die Frage nach dem Nutzen eines solchen Angebots, das zusätzlich zu den Inhalten der Hochschulsport-Website geschaltet wird, stand dabei bei den Vertreterinnen und Vertretern derjenigen Hochschulen im Vordergrund, die bisher noch nicht mit sozialen Medien arbeiten. Auch der Arbeitsaufwand bei der Betreuung einer solchen Seite sowie die Schwierigkeiten bei der Einrichtung wurden ausgiebig erörtert und diskutiert.

Nach einer kurzen Kaffeepause, in der das Für und Wider der sozialen Medien angeregt  weiter debattiert wurde, erläuterte die Mainzer Rechtsanwältin für Internetrecht, Antonia Defeu, die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Arbeiten mit und in Facebook, Twitter und Co. Dabei ging sie in ihrem Vortrag besonders auf das immer wieder schwierige Thema Fotorecht ausführlich ein und erläuterte auch Aspekte zum Datenschutz sowie zum Persönlichkeitsrecht im Netz. Alle Themen wurden  anschaulich in Fallbeispiele verpackt, so dass sie für die Anwesenden  leicht nachvollziehbar waren. Auch die Fragen, die die Teilnehmenden im Vorfeld der Veranstaltung an die Referentin schicken konnten, wurden im Zuge ihres Vortrages beantwortet.

Der erste Seminartag endete mit einem gemütlichen Abendessen, bei dem alle nochmals die Möglichkeit hatten, ihre Erfahrungen mit den sozialen Medien im Hochschulsportkontext auszutauschen.

Der zweite Tag startete mit dem Vortag von Jens Behler, der beim DOSB für den Bereich Onlinekommunikation verantwortlich ist. Er erläuterte das Konzept des Dachverbandes des deutschen Sports im Netz, u. a. anhand des Auftritts der deutschen Olympiamannschaft. Darüber hinaus konnte er den Interessierten neben einem guten Überblick auch zahlreiche Tipps zur Twitter-Nutzung an die Hand geben.
Der letzte Vortag kam von Sabine Meurer, der adh-Volontärin im Bereich PR- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie berichtete vom PR-Konzept des Verbandes in Bezug auf die sozialen Medien, dessen Umsetzung in die Praxis sowie der täglichen Arbeit damit.

Die Feedbackrunde machte deutlich, dass die Skepsis einiger Teilnehmender hinsichtlich desfragwürdigen  Umgangs von Facebook mit Nutzungs- und Datenrechten nicht beseitigt werden konnte, allerdings erkannten die meisten Anwesenden die positiven Effekte an, die eine Nutzung von Facebook, Twitter und Youtube für ihre Hochschulsporteinrichtungen haben kann. Der Tenor der erfahreneren Nutzerinnen und Nutzer war ebenso positiv, vor allem in Bezug auf den Erkenntnisgewinn im rechtlichen Bereich sowie dem Austausch mit anderen Standorten und deren Erfahrungen.

So bleibt die Bilanz dieser sehr inputreichen Veranstaltung, dass jede Hochschulsporteinrichtung für sich entscheiden muss, welche Maßnahmen sich für die eigenen Ziele eignen wie viele Ressourcen zur Verfügung gestellt werden können und welche Strategie mit dem Einsatz sozialer Medien verfolgt werden soll. Fest steht jedoch, dass soziale Medien eine hervorragende Möglichkeit darstellen, die Zielgruppe der Studierenden auf direktem Weg zu erreichen und sich so in ihrer Lebenswirklichkeit zu etablieren.