Im Rahmen des Tandem-Projekts waren die acht Mentees eingeladen, ausgewählte Veranstaltungen der ENAS-Konferenz 2015 zu besuchen. So erhielten sie die Chance, sich mit den Mitgliedern des Netzwerks für europäische Hochschulsporteinrichtungen (ENAS) auszutauschen und die Erfahrungen in einem anschließenden Seminarteil zu reflektieren.
Los ging es mit dem Sprung ins kalte Wasser – Netzwerken in der Praxis stand beim ENAS-Asbjørn-Cup auf dem Programm. Die Mentees hatten die Aufgabe, bunt gemischte Teams bei verschiedenen Fun-Wettkämpfen zu betreuen. „Im sportlichen, lockeren Rahmen entwickelten sich schnell Gemeinschaftsgefühl, Kampfgeist und erneut interessante Gespräche mit den 150 Vertreterinnen und Vertretern europäischer Hochschulsport-Einrichtungen“, so Mentee Jeannine Kahlweiß. „Schnell verflogen unsere anfänglichen Bedenken, wie wir mit den Konferenz-Teilnehmenden ins Gespräch kommen können“, ergänzt Mentee Linda Lowin. Am Abend trafen die Mentees die Konferenz-Gäste erneut beim Abendessen. „Wir haben gemeinsam gelacht und uns über die verrücktesten Themen ausgetauscht. Das Netzwerken verlief fast wie von selbst“, so Lowin.
Im Seminarteil der Veranstaltung reflektierten und diskutierten die Mentees mit dem Kommunikationsprofi Christian Stadali ihre Erfahrungen. Der Gründer der Kommunikationsagentur „Wortwerk Weimar“ gab den Teilnehmerinnen wichtige Hintergrundinfos und Empfehlungen zum Thema Netzwerken. Er hob hervor, wie wichtig dabei ein offenes Aufeinanderzugehen und der Spaß am Gespräch sind: „Netzwerken Sie nicht wahllos und netzwerken Sie emphatisch. Ein gutes Gespräch oder ein guter Kontakt auf einem Fachkongress können wertvoller sein, als eine Tasche voller Visitenkarten, bei denen sich später weder Geber noch Empfänger an ein Gesicht erinnern können“, so Stadali. Dabei gilt: Je ausgefallener das Gesprächsthema, desto besser bleibt die Erinnerung. Das Pflegen der Kontakte sollte natürlich nicht vergessen werden, um im besten Falle im beruflichen Kontext davon profitieren zu können. Das Erlernte konnten die Mentees am zweiten Abend dann bewusst beim Closing-Dinner der ENAS-Konferenz in der Praxis anwenden.
Jeannine Kahlweiß und Linda Lowin zogen eine sehr positive Bilanz von der zweitägigen Veranstaltung: „Wir sind sehr offenen, interessanten und hilfsbereiten Gesprächspartnern begegnet. Unsere anfänglichen Sorgen aufgrund von Sprachbarrieren oder der Frage, welches Thema denn bloß das Richtige sei, um ins Gespräch zu kommen, sind unbegründet gewesen. Wir hatten mit den europäischen Vertreterinnen und Vertretern des Hochschulsports viel Spaß und konnten interessante Kontakte knüpfen, die uns eines Tages vielleicht auch auf unserem Berufsweg weiterhelfen“, freut sich Kahlweiß.
