10.04.2014 | Kategorie: Interne Tagungen , 2014 , national

Studierende als Chance für den Hochschulsport

Vertreterinnen und Vertreter der kleinen Hochschulen diskutieren in Fulda über die Einbindung von und die Zusammenarbeit mit Studierenden als Chance für den Hochschulsport.

Die Formen der studentischen Mitarbeit im Hochschulsport sind vielfältig – das wurde schon zu Beginn der Arbeitstagung der kleine Hochschulen am 03. und 04. April 2014 deutlich. Kirsten Stegemann setzte sich bei ihrer Begrüßung der Teilnehmenden als studentisches Vorstandsmitglied symbolisch ihre drei verschiedenen Hüte auf: Den als studentisches adh-Vorstandsmitglied, den als studentische Mitarbeiterin im Organisationsteam des Hochschulsports der Leuphana Universität Lüneburg und den als Übungsleiterin im Hochschulsport.

Eine sehr freundliche Wertschätzung erhielt die Tagung gleich zu Beginn durch die Begrüßung des Präsidenten der Hochschule Fulda. Prof. Dr. Karim Khakzar ließ es sich nicht nehmen, die 25 angereisten Teilnehmenden aus 17 Hochschulen persönlich zu begrüßen und wünschte ein gutes Gelingen und eine schöne Arbeitstagung in den neuen Räumlichkeiten seiner Hochschule.

Mit ihrer Präsentation des Hochschulsports der Universität Lüneburg lieferte Hochschulsportleiterin Nora Wieneke anschließend einen hervorragenden thematischen Einstieg in das Schwerpunktthema und machte deutlich, was es bei der Einbindung von Studierenden in das Hochschulsportpersonal zu beachten gilt. Mit allein 20 Studierenden im Organisationsteam wird der Hochschulsport der Leuphana Universität maßgeblich durch die studentische Mitarbeit geprägt. Als entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit benennt Nora Wieneke neben dem Finden geeigneter Personen durch entsprechende Auswahlverfahren, das Bereitstellen optimaler Arbeitsbedingungen, den Abschluss von Arbeitsverträgen, gute Einarbeitung, Möglichkeiten des selbstständigen Arbeitens, Teamarbeit und Teambildungsmaßnahmen, klare Führung und Kommunikation sowie eine entsprechende Lob- und Anerkennungskultur.

Mit Sebastian Sdrenka kam nachfolgend die studentische Seite zu Wort. Sdrenka, Sportreferent an der TU Clausthal und ebenfalls studentisches adh-Vorstandsmitglied veranschaulichte am Beispiel seiner Hochschule und mithilfe einer moderierten Gruppenarbeit die Herausforderungen und Chancen einer Kooperation mit studentischen Gremien. Als Stolpersteine und Herausforderungen stellten sich dabei insbesondere die häufig wechselnden Ansprechpersonen und die damit verbundenen Schwerpunktverschiebungen heraus. Gleichzeitig wurde im Falle einer funktionierenden Kooperation der enorme Benefit für die Beteiligten deutlich.

Den gemeinsamen Rundgang auf dem Gelände der HS Fulda nutzte Hochschulsportkoordinator, Dr. Jan Ries, dazu den Kolleginnen und Kollegen die Pläne zum Sportstättenausbau innerhalb eines historischen Mühlengebäudes zu erläutern, bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging.

Am zweiten Veranstaltungstag stand zunächst der laufende Strukturdiskussionsprozess des adh auf der Agenda. Dirk Kilian (HS Darmstadt) und Dr. Jan Ries (HS Fulda), berichteten als Mitglieder der neukonstituierten Strukturkommission II über die Entwicklungen seit der Verabschiedung des adh-Leitbildes bei der adh-Vollversammlung und über die weiteren geplanten Schritte. Anschließend nutzen die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter die Gelegenheit, Anforderungen zur besseren Interessenvertretung der kleinen Hochschulen mit ihren strukturellen Herausforderungen zu erörtern und formulierten dabei ihre Interessen für den weiteren Diskussionsprozess. Erneut wurde dabei auch die Definitions- und Abgrenzungsfrage der Interessengruppe „kleinen Hochschulen“ thematisiert. Hinsichtlich der Arbeitstagung verständigten sich die Anwesenden darauf, diese zukünftig unter dem Titel „AT der kleinen Hochschulsporteinrichtungen“ anzubieten. Insgesamt zeigten sich die anwesenden Teilnehmenden äußerst interessiert an einer aktiven Beteiligung bei den Weiterentwicklungen innerhalb des Verbandes sowie an der Diskussion der eigenen Belange.

Zum Abschluss der Tagung gab adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch noch einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im adh-Wettkampfressort. Dazu zählen neben der Auswertung verschiedener Befragungsergebnisse zur Wettkampfsportkonzeption auch die Neugestaltung und Weiterentwicklung des Ausrichterleitfadens zur Organisation von Wettkampfsportveranstaltungen.

Am Ende zeigten sich die Teilnehmenden mit der Veranstaltung hoch zufrieden. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an das Hochschulsportteam der HS Fulda, das mit großem Engagement und organisatorischem Können maßgeblich zur guten Atmosphäre und zum schönen Rahmen der Arbeitstagung beigetragen hat.