Prall gefüllt mit rund 400 Athletinnen und Athleten, die für ihre Hochschule am Reck, Barren oder dem Pauschenpferd alles in die Waagschale warfen, war am 04. und 05. November 2016 die Richard-Hartmann-Halle in Chemnitz. 38 Hochschulteams traten gegeneinander an, um im Gerätturnen die Titel in den Wettbewerben Deutsche Hochschulmeisterschaft und adh-Cup im Einzel und in der Mannschaft neu zu vergeben.
Das männliche Turn-Team der TU Chemnitz kämpfte durch die erstmalige Ausrichtung der DHM nicht nur auf heimischen Parkett um die begehrten Siegernadeln, sondern ging auch als amtierender Hochschulmeister der Mannschaftswertung ins Rennen. Die TU-Turner blieb mit 224,150 Punkten in diesem Jahr nur der undankbare vierte Platz. Es dominierte die PH Schwäbisch Gmünd (234,450 Punkte) um den Deutschen Hochschulmeister Liebrich vor den WG Stuttgart (232,250 Punkte) und der WG München (226,700 Punkte).
Bei den Frauen konnte die WG München sogar den Mannschaftstitel erringen. Mit 140,450 Punkten landeten die bayerischen Athletinnen vor der WG Karlsruhe, die mit 133,250 Zählern wie im vergangenen Jahr auf dem zweiten Platz landete. Knapp dahinter belegte die Uni Frankfurt Rang drei mit 132,500 Punkten.
Im Einzel der Männer verteidigte Liebrich den Titel des Deutschen Hochschulmeisters. Mit 84,750 Punkten platzierte er sich wie im vergangenen Jahr vor Fabian Lotz (WG Gießen). Der Turner, der wie Liebrich bei der Sommer-Universiade 2015 im südkoreanischen Gwangju teilgenommen hatte, erreichte 80,150 Punkte. Den dritten Platz erturnte sich Fabian Geyer von der WG Stuttgart (79,400 Punkte). Leidtragender war Lokalmatador Sebastian Bock (TU Chemnitz), der den dritten Rang um lediglich 0,05 Punkte verpasste. Immerhin holte sich der Physikstudent am Samstagabend in den Gerätefinals am Barren und am Reck jeweils den ersten Platz. Am Reck teilte er sich den obersten Podiumsplatz auf Grund von Punktgleichheit mit Jakob Paulicks (WG München).
Im Einzel der Frauen turnten die Athletinnen ebenfalls auf ähnlich hohem Niveau: Letztlich setzte sich Hamann mit 49,850 Punkten vor Sarina Maier (DHfPG Saarbrücken) durch, die 48,550 Punkte erreichte. Lisa Genter von der WG München durfte sich die Siegernadel in Bronze anstecken (47,950 Punkte).
Der adh-Cup fand als Teamwettbewerb statt und brachte bei den Männern die WG Karlsruhe (222,200 Punkte) als Sieger hervor. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die WG Erlangen-Nürnberg (219,500 Punkte) und die WG München (219,300 Punkte). Bei den Frauen setzte sich das Team der Uni Leipzig (152,450 Punkte) durch, welches sich vor der WG Münster (147,700 Punkte) und der TU Dresden (147,500 Punkte) platzieren konnte. Die gastgebende TU Chemnitz (146,400 Punkte) verpasste knapp das Podium und landete auf Rang vier.
Eine besondere Ehrung für die sportlichen Leistungen wurde den Turnenden bei der Siegerehrung am Samstagabend zu Teil. Der Chemnitzer Rektor Prof. Dr. Gerd Strohmeier überreichte die Siegernadeln und Urkunden an die Gewinnerinnen und Gewinner.
Das Organisations-Team des Studierendenrats der TU Chemnitz blickte auf eine gelungene Premierenausrichtung des Hochschulwettkampfes zurück: „Reibungslos und bei bester Stimmung fanden die Wettkämpfe statt, ehe die Teilnehmenden das Wochenende am späten Samstagabend bei der traditionellen Pasta-Party und der anschließenden Abschlussfeier ausklingen ließen.“
Alle detaillierten Ergebnisse sind <media 15039 - - "TEXT, DHM Geraetturnen 2016, DHM_Geraetturnen_2016.pdf, 398 KB">hier</media> anzusehen.
