18.07.2012 | Kategorie: 2012 , Bildung , Fortbildung national

Netzwerktreffen „Gesundheitsförderung im Hochschulsport“

Mit fast 40 Teilnehmenden von 25 Hochschulen fand am 11. und 12. Juli 2012 in Potsdam das zweite Treffen des Netzwerks „Gesundheitsförderung im Hochschulsport“ statt.

Unter der Moderation von Dr. Arne Göring und Mischa Lumme wurde den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm geboten, das neben kurzen Input- und aktiven Erarbeitungsphasen insbesondere den angeleiteten Austausch und moderierte Diskussionsrunden in den Mittelpunkt der Veranstaltung stellte. Darüber hinaus konnte mit dem adh-Forum „Hochschulsport bewegen“ eine Neuentwicklung des Verbandes vorgestellt werden, die testweise innerhalb dieses Netzwerks eingesetzt wird. Diese soll unter anderem dazu beitragen die Kommunikation und den Austausch des Netzwerks auch zwischen den Treffen fortsetzen zu können.

Inhaltlich stand das zweite Treffen unter dem Schwerpunktthema „Der Hochschulsport als Akteur im betrieblichen Gesundheitsmanagement der Hochschulen“. Mit großem Interesse folgten die Teilnehmenden den Ausführungen von Dr. Arne Göring, der mit seiner Präsentation „Betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement an Hochschulen“ eine begrifflich-konzeptionelle Basis für die nachfolgenden Gesprächsrunde mit den Expertinnen und Experten Franziska Antoniewicz (Uni Potsdam), Katrin Bührmann (Uni Wuppertal) Christina Hadler (Hochschule Ostfalia), Dr. Ulrich Meseck (Uni Bremen) und Dr. Brigitte Steinke (Techniker Krankenkasse) lieferte. Schnell wurde bei der hoch interessanten Diskussionsrunde deutlich, dass es bei der Umsetzung von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) an Hochschulen nicht nur hohe fachlicher Kompetenz, sondern auch ein langer Atem gefragt ist.Entscheidend für den Hochschulsport sollte es dabei sein, sich frühzeitig als wichtiger Akteur und kompetenter Partner in diesem Themenfeld innerhalb der Hochschule zu präsentieren. Als Verbündete wurden in diesem Zusammenhang die Studierendenvertretungen der Hochschulen gesehen.

Mit einem ähnlichen Tenor endete auch der Besuch der Kanzlerin der Universität Potsdam, am zweiten Veranstaltungstag.

Fast eine Stunde stand Dr. Barbara Obst-Hantel den Teilnehmenden des Treffens Rede und Antwort. Dabei betonte sie die Bedeutung des Themas Gesundheitsförderung an ihrer Hochschule und stellte ebenso wie die Expertenrunde am Vortag fest, dass BGM ein langwieriger Prozess ist, der auf unterschiedlichen Ebenen ansetzt und bei dem Führungskompetenz als ein zentraler Faktor gesunder Arbeit in den Blick genommen werden muss. Entsprechend ist die Beteiligung verschiedener Hochschulbereiche, insbesondere die der Hochschulleitung, für ein erfolgreiches BGM erforderlich. Dass in diesem Kreis der Hochschulsport nicht fehlen darf, ist in Potsdam selbstverständlich und unter anderem der Entwicklung von Maßnahmen wie die des Pausenexpresses zu verdanken.

Die Kombination aus der gelungen Moderation von Arne Göring und Mischa Lumme, der perfekten organisatorischen Vorbereitung durch das Hochschulsportteam der Universität Potsdam sowie einem äußerst interessierten und engagierten Teilnahmekreis machte auch dieses Treffen zu einem vollen Erfolg.

Perspektivisch gilt es bei weiteren Netzwerktreffen eine gute Balance zwischen theoretischem Input und praktischen Beispielen zu finden, um die Netzwerktreffen sowohl für Themenneulinge als auch für Expertinnen und Experten gleichermaßen attraktiv zu halten.