26.11.2010 | Kategorie: Studis , national , Gremien

Mit dem Rad zum Sportreferateseminar

Im Vorfeld der 105. adh-Vollversammlung fand das zweite Sportreferateseminar in diesem Jahr in Münster statt.

Insgesamt 36 Sportreferentinnen und –referenten aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich, um über die Bildungspotenziale im Hochschulsport zu diskutieren und sich über bereits bestehende Modelle ECTS akkreditierter Angebote im Hochschulsport zu informieren.

Der erste Tag begann sportlich. Wie es sich für die Fahrradstadt Münster gehört, überbrückten die angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die knapp drei Kilometer zwischen Unterkunft und Veranstaltungsort auf den zur Verfügung gestellten Leihfahrrädern. Nach einer Kennlernrunde in Form eines Speed-Datings erhielten die studentischen Vertreterinnen und Vertreter Informationen über die neu zu besetzenden Stellen im Wettkampf- und Finanzprüfungsausschuss sowie über weitere Möglichkeiten zur studentischen Mitarbeit in den Gremien des adh. Im Anschluss stellte das studentische Vorstandsmitglied für Wettkampfsport, Jetta Leena Ramcke (Uni Hamburg), die diesjährigen Anträge der Vollversammlung zur Diskussion. Ein gemeinsames Abendessen in der Innenstadt rundete den ersten Veranstaltungstag ab.



Der Vormittag des zweiten Tages startete mit zwei Inputreferaten. Zunächst gab Dr. Arne Göring, adh-Vorstandsmitglied und stellvertretender Leiter des Hochschulsports Göttingen (Uni Göttingen), einen Überblick über den aktuellen Bildungsdiskurs von Hochschulen bevor Peter Lynen (RWTH Aachen) konkrete Modelle und Strategien sowie praktische Umsetzung von ECTS-Angeboten im Hochschulsport nicht nur aus dem bundesdeutschen Raum vorstellte. Unter Moderation der beiden Referenten wurde anschließend das Thema durch die Teilnehmenden selbst unter den Fragestellungen: „Wo liegen die Chancen und wo die Probleme und Risiken und wer sind wichtige Ansprechpartner für die Umsetzung?“ weiterbearbeitet. Darüber hinaus formulierten die Studierenden in diesem Zusammenhang auch eigene Erwartungen sowohl an die Hauptamtlichkeit als auch an den adh. Schnell wurde deutlich, dass Credits im Hochschulsport ein spannendes, wenn auch mit Sicherheit kein leichtes Handlungsfeld für die studentischen Vertretungen darstellt.

Nach dem Mittagessen verdeutlichte der adh-Vorstandsvorsitzende Nico Sperle (RWTH Aachen) in seinem Vortrag unter der Fragestellung: „Bildungspotenziale und Lernressourcen: Was haben Sportreferate damit zu tun?“ den anwesenden Studierenden nochmals ihre bedeutende Rolle im Umsetzungsprozess und lieferte mit seinen Informationen zur hochschulpolitischen Initiierung sowie den verbandspolitischen Zielen und Strategien weitere wichtige Grundlagen für die nachfolgende praktische Aufgabe. Unter der Zielsetzung ein Thesenpapier zu entwickeln, das am darauffolgenden Tag beim Treffen der hauptamtlichen Vertreterinnen und Vertreter des Hochschulsports präsentiert wurde, verständigten sich die Sportreferentinnen und -referenten auf die folgenden fünf Kernthesen:

1.    Es ist 5 vor 12 – packen wir es an!
2.    Hochschulsport als Bildungsprofil
3.    Ihr müsst politisch aktiver werden
4.    Gemeinsam stark im Netzwerk
5.    Wir wollen – Ihr könnt!




Bevor es zum Abschluss in die gemeinsame Feedbackrunde ging, erhielten die Teilnehmenden die Gelegenheit nach einem langen Tag intensiver Kopfarbeit auch körperlich aktiv zu werden und konnten sich beim Slacklinen und Tauchen ausprobieren.

Der Sportreferateausschuss bedankt sich bei allen Beteiligten für das interessante und ereignisreiche Seminar und hofft, möglichst viele Interessierte beim nächsten Seminar begrüßen zu dürfen.