Insgesamt 13 Teilnehmer hatten sich am Himmelfahrtstag im historischen Hauptgebäude der LMU München eingefunden, um bei der adh-Open Schach die Besten der deutschen Hochschullandschaft zu ermitteln. Die Teilnehmer kamen von insgesamt sechs Hochschulen, neben den beiden Münchner Universitäten LMU und TU waren das Karlsruher Institut für Technologie, die Uni Konstanz, die FH Mainz und die Uni Leipzig vertreten.
Bereits in der ersten Runde sollte eine Vorentscheidung über den Turniersieg fallen. Während alle anderen hoch gesetzten Spieler erfolgreich waren, kam die nominelle Nummer Zwei Andreas Haasler (FH Mainz/DWZ 2234) gegen Benjamin Wetzel (LMU München/DWZ 1855) trotz der weißen Steine nicht über ein Remis hinaus. In Runde zwei blieben weitere Überraschungen aus, so dass es in der dritten Runde zum ersten großen Showdown kam: Am Spitzenbrett traf Christian Schindler (Uni Leipzig/DWZ 2212) auf Topfavorit und Internationalen Meister Markus Lammers (DWZ 2318). Beide gingen verlustpunktfrei in die Partie und lieferten sich am Ende eine große Zeitnotschlacht, bei der der Vorteil mehrmals wechselte. Schlussendlich überschritt Christian Schindler die Zeit, Markus Lammers hievten seine verbliebenden neun Sekunden auf den alleinigen ersten Platz.
Durch zwei Siege hatte sich Andreas Haasler auf den zweiten Platz vorgearbeitet. In der Vorschlussrunde vereinbarte er mit dem späteren Gesamtsieger relativ schnell eine Punkteteilung.
Vor der Schlussrunde führte nun Markus Lammers mit 3,5/4, dahinter lagen Matthias Gehrig (TU München), Andreas Haasler und Christian Schindler mit je drei Punkten auf dem geteilten zweiten Platz.
Die Hoffnungen der Verfolger lagen nun auf Daniel Prill (KIT Karlsruhe), der mit 2,5 Punkten auch noch Chancen auf einen Podestplatz hatte. Trotz aller Anstrengungen konnte er Markus Lammers nicht bändigen, mit seinem vierten Sieg im fünften Spiel sicherte er sich den Sieg. Im direkten Verfolgerduell gewann Andreas Haasler gegen Christian Schindler und sicherte sich so den zweiten Platz. Trotz dieser Niederlage konnte Christian Schindler den Bronzeplatz behaupten, da er am Ende von vier punktgleichen Spielern die beste Feinwertung aufweisen konnte.
Hier die Ergebnisse im Überblick:
1. Lammers, Markus (LMU München) 4.5 15.0*
2. Haasler, Andreas (FH Mainz) 4.0 13.5
3. Schindler, Christian (Uni Leipzig) 3.0 14.5
4. Gehrig, Matthias (TU München) 3.0 14.5
5. Häußler, Phillip (LMU München) 3.0 14.0
6. Wirtz, Andy (TU München) 3.0 10.5
7. Wetzel, Benjamin (LMU München) 2.5 14.0
8. Prill, Daniel (KIT Karlsruhe) 2.5 13.5
9. Herrmann, Oliver (LMU München) 2.5 12.0
10.Greiner, Gregory (LMU München) 2.5 9.0
11.Müller, Wilhelm M. (Uni Konstanz) 2.0 8.5
12.Bakhouch, Yacine (Uni Konstanz) 1.5 12.0
13.Otto, Moritz (TU München) 1.0 11.0
* Die Buchholzwertung ist bei Punktgleichheit der Tiebreaker
