2022 Hochschulsportlerin des Jahres, 2026 bei Olympia: Eisschnelläuferin Lea-Sophie Scholz | © Team Deutschland

Mailand & Cortina d’Ampezzo 2026: Team Studi bei Olympia

188 Athletinnen und Athleten vertreten Team Deutschland bei den XXV. Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo und fiebern der Eröffnungsfeier am 6. Februar entgegen. Dabei gehen auch zahlreiche Sportlerinnen und Sportler mit studentischem Hintergrund auf Medaillenjagd. Zehn der Aktiven waren in der Vergangenheit bereits für den adh auf internationaler Bühne im Einsatz.

Die Vorfreude ist groß: Bereits zum dritten Mal nach 1956 (Cortina) und 2006 (Turin) darf Italien das größte Event im Wintersport ausrichten. Vom 6. bis zum 22. Februar werden in 16 unterschiedlichen Disziplinen insgesamt 116 Medaillen vergeben. 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entsendet mit 118 Aktiven das größte Team, das je im Winter an den Start gegangen ist, in die Dolomiten. Zehn davon waren zwischen 2015 und 2025 bereits für den adh bei FISU Games und World University Championships (WUC) im Einsatz. Mit Lea-Sophie Scholz (Eisschnelllauf) und Finn Hösch (Ski Mountaineering) befinden sich darunter die Hochschulsportlerin des Jahres 2022 sowie der Hochschulsportler des Jahres 2025. Scholz hatte bei der WUC Eisschnelllauf 2022 gleich vier Medaillen geholt und dabei sogar einen neuen FISU-Rekord aufgestellt. Finn Hösch gewann Gold und Bronze bei den Torino 2025 World University Games und darf nun ein Jahr nach der FISU- auch die Olympia-Premiere von Ski Mountaineering feiern.

“So wenige Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele steigt die Aufregung natürlich enorm: Langsam wird es greifbar”, so Finn Hösch über das Gefühl, mit dem er nach Italien reist. " Es sind nur 18 Athleten, die im Skibergsteigen bei Olympia an den Start gehen, dementsprechend groß ist die Ehre, für Deutschland anzutreten.”

Zehn Aktive aus dem Team Studi

Im Ski Freestyle treten mit Emma Weiß und Florian Wilmsmann zwei Aktive mit Olympia-Erfahrung an. Beide waren Teil des adh-Aufgebots bei der Universiade 2019 in Krasnojarsk. Skicrosser Wilmsmann konnte damals sogar Bronze mit nach Hause nehmen. Die nominierte Eiskunstläuferin Jennifer Van Rensburg nahm an den Universiaden 2015 in Granada sowie 2017 in Almaty Teil – damals bereits mit Benjamin Steffan, mit dem sie auch bei Olympia im Eistanz antreten wird.

Talea Prepens war bei zwei FISU Games am Start – allerdings als Leichtathletin. Bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games konnte die 24-Jährige sogar eine Bronzemedaille über 4 x 100 Meter gewinnen. Jetzt werden ihre schnellen Beine als Anschieberin im Bob gebraucht. Zudem nehmen auch die beiden Eisschnellläufer Hendrik Dombek (WUC 2020) und Fridtjof Petzold (Gold über 5.000 Meter bei der WUC 2022) an den Olympischen Spielen Teil. Nils Conradt (Torino 2025) tritt im Boardercross an. 

„Die Olympianominierung bedeutet für mich die Vervollkommnung meiner sportlichen Karriere und das Ende eines sehr langen Weges mit viele Auf und Ab” so Fridtjof Petzold.

Ein Sprungbrett für Olympia

Der hohe Anteil an studentischen Athletinnen und Athleten im Team Deutschland ist nicht nur ein Beleg dafür, dass Studium und Spitzensport gut miteinander kombinierbar sind. Gleichzeitig zeigt er auf, wie wichtig den Aktiven ein zweites Standbein neben der Sportkarriere ist. Zudem beweiset die Nominierung des DOSB, dass eine Teilnahme an internationalen studentischen Wettkämpfen wie den FISU Games und WUCs ein hervorragendes Sprungbrett in die Weltspitze bieten kann. 

„Nicht umsonst gelten die FISU Games als Mini-Olympia und bieten die ideale Gelegenheit, internationale Wettkampferfahrung mit geringerem Leistungsdruck zu sammeln. In Zusammenarbeit mit den Olympiastützpunkten und über das Projekt ‚Partnerhochschule des Spitzensports‘ versuchen wir, alle Aktiven bestmöglich auf diesem Weg zu unterstützen. Wir drücken dem Team Deutschland die Daumen und wünschen sportlich erfolgreiche Olympische Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo – ganz besonders natürlich denen, die einst Teil von Team Studi gewesen sind“, freut sich adh-Generalsekretär Benjamin Schenk.