Im Ziel hielt sich Fabienne Kohlmann ungläubig die Hände vor das strahlende Gesicht. Mt einer enorm starken Laufzeit unter zwei Minuten gewann die Psychologie-Studentin Universiade-Bronze. Trotz schwülheißer Temperaturen zauberte sie zusammen mit ihren Mitläuferinnen einen Wahnsinns-Lauf auf die Tartanbahn von Gwangju. Der Universiade-Ausflug, der am Mittwoch mit der Qualifikation begann, wurde zur echten Erfolgsstory. Von Lauf zu Lauf steigerte sich die 25-Jährige und krönte die Leistung mit einer Top-Zeit. Siegerin wurde Angela Petty aus Neuseeland (1:59.06 Minuten) vor der Jamaikanerin Kadine Simoya, die beide ebenfalls persönliche Bestzeit liefen.
Weniger Glück hatte Ruth Spelmeyer (Uni Hildesheim) über die 400 Meter. Die 24-Jährige lief zwar persönliche Bestleistung, verpasste aber um Zentimeter Edelmetall. Sechs Hundertstel fehlten der Psychologiestudentin zu einem Podestplatz. Aus der letzten Kurve noch an Position fünf, holte sie im Schlussspurt auf und fing fast noch die Chinesin Huhizen Yang ab, die Dritte wurde. Belohnt wurde sie für die couragierte Leistung jedoch nicht.
In den anderen beiden Finals über die 400 Meter Hürden und die 100 Meter Hürden gab es für Christiane Klopsch (Uni Frankfurt) und Eva Strogies (DHfPG Saarbrücken) noch einen vierten und einen fünften Platz.
Auch im Siebenkampf der Frauen ging heute eine deutsche Studentin an den Start. Die 100 Meter Hürden stellten für Anna Maiwald (Uni Köln) am Morgen den Auftakt in den Wettbewerb dar. Mit 13.75 Sekunden wurde sie Drittschnellste über diese Distanz hinter Chari Hawkins (USA) und Salcia Slack (Jamaika). Der zweite Wettbewerb, der Hochsprung, lief für die Studentin der Rehabilitationswissenschaft nicht ganz nach Plan. Bei ihren übersprungenen 1,68 Metern blieb die Kölnerin sechs Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung. Im anschließenden Kugelstoßen zeigte die Kölnerin dann mit Platz drei auf 13,39 Meter eine ordentliche Leistung. Den Tag beschloss Maiwald noch einmal mit einer Bestzeit über die 200 Meter. Mit 24,14 Sekunden lief sie der Konkurrenz davon. So liegt sie vor dem morgigen Schlusstag auf Platz zwei in der Gesamtwertung. 69 Punkte trennt sie von der führenden Neuseeländerin Veronica Torr.
Tischtennis
Der deutsche Tischtennisspieler Liang Qui (Uni Hohenheim) startete gut in die Gruppenphase des Einzelwettbewerbs. Durch einen klaren 3:0-Sieg gegen den US-Amerikaner Brian Chen sicherte sich der 20-Jährige nicht nur zwei Punkte für das Weiterkommen, sondern auch genügend Selbstvertrauen. In drei Sätzen überzeugte der Deutsche mit 11:7, 11:5 und 11:5. Dieses dürfte auch nach dem klaren 3:0-Sieg gegen den Neuseeländer Zhiyang Cheng weiter gewachsen sein. Nach einem 11:8 zum Auftakt, ließ der junge Deutsche dem Studenten von Down Under keine Chance. So sicherte er sich durch ein 11:1 und ein 11:5 nicht nur die Partie, sondern auch den Gruppensieg.
Ebenfalls ganz souverän startete Alexander Flemming (Uni Leipzig) in den Tag. Ugyen Wangdi aus Bhutan hatte beim 3:0-Erfolg des adh-Sportlers keine Chance. Mit 11:2, 11:3 und 11:2 schaffte Flemming klare Verhältnisse. In der zweiten Runde brauchte der Universiade-Fünfte von Kazan vier Sätze, um sich gegen seinen schwedischen Kontrahenten Harald Andersson durchzusetzen. Nachdem Flemming mit einem 5:11 schlecht in die Partie gekommen war, drehte er in den Folgesätzen (11:6, 12:10 und 11:6) das Match.
Badminton
In der Runde der besten 64 schaffte das deutsche Mixed-Doppel Isabel Herttrich (Uni Duisburg-Essen) und Mark Lamsfuß (HTW des Saarlandes) einen ungefährdeten 2:0-Sieg zum Auftakt. Das Badminton-Paar sicherte sich durch den Erfolg gegen Yeung und Yuen aus Hongkong einen Platz in der nächsten Runde. Nach einem 21:14 ging der zweite Satz klar mit 21:6 an das deutsche Duo. Ebenso erfolgreich waren Franziska Volkmann (Uni Bochum) und Peter Käsbauer (Uni des Saarlandes). Ebenfalls im Mixed-Doppel schlugen sie den indischen Gegner Malgari/Kukkapalli mit 21:14 und 21:13. Linda Efler (Uni Duisburg-Essen) und Fabian Holzer (Uni des Saarlandes) schieden hingegen aus. Nach einem 21:14 zum Auftakt kam der finnische Gegner zum Satzausgleich. Den Satzgewinn von Anton Kaisti und Sanni Rautala konnten die Deutschen nicht kontern und so mussten sie den Skandinaviern zum Einzug in die nächste Runde gratulieren.
Im Einzelwettbewerb schaffte Fabian Roth durch ein Sieg (21:11, 21:8) gegen Chetan Potu (USA) den Einzug in die Runde der besten 32. Gleich zwei Niederlagen in gut einer Stunde musste Peter Käsbauer (Uni des Saarlandes) hinnehmen. Zunächst verlor er das Männer-Doppel zusammen mit Fabian Roth knapp mit 21:18 und 21:18 gegen Großbritannien, dann das Mixed-Doppel zusammen mit Franziska Volkmann (Uni Bochum) gegen Thailand und wurde so Fünfter.
Schwimmen
Ein sechster Platz stand am Ende des Finals der 4x100 Meter Lagenstaffel des heutigen Wettkampftages. Nadine Lämmler (Western Kentucky University), Laura Simon (University of Virginia) Paulina Schmiedel (Uni Hamburg) und Alina Weber (Uni Bochum) schlugen nach 4:07.31 Minuten an und konnten so zufrieden mit ihrer Leistung sein.
Sportschießen
Bei den Sportschützen schaffte das deutsche Männerteam im drei Positionsschießen den sechsten Rang. Mario Nittel (Uni BW München) war bester Deutscher auf Platz zehn, gefolgt von Johannes Früh (HS München) auf Platz 14 und Patrick Kurz (HWR Berlin) auf dem 24. Endrang.
