„Tue Gutes und rede darüber“ - Mit diesem Motto lässt sich die Arbeitstagung der kleinen Hochschulen, die auf Einladung der FH Brandenburg am 18. und 19. April 2013 in Brandenburg an der Havel stattfand, betiteln.
Während der erste Teil des Ausspruchs auch den kleineren Hochschulsporteinrichtungen oftmals in vielfältiger Weise gelingt, bleibt die Aufbereitung und öffentlichkeitswirksame Darstellung dieser Aktivitäten ressourcenbedingt häufig auf der Strecke. Wie wichtig gute Öffentlichkeitsarbeit und PR insbesondere zur besseren Positionierung des Hochschulsports innerhalb der eigenen Hochschule ist, wurde im Rahmen eines Open-Space Formats in Brandenburg diskutiert.
Zu Beginn der Veranstaltung stand jedoch zunächst der aktuell laufende Strukturdiskussionsprozess des adh auf der Agenda. Einleitend berichtete adh-Generalsekretär Paul Wedeleit als Mitglied der Koordinierungsgruppe über die neuesten Entwicklungen im Prozess. Dazu zählte insbesondere die im Rahmen der letzten Kommissionssitzung getroffene Entscheidung, zunächst die Entwicklung eines Leitbilds für den adh vorzuschalten. Anschließend sollen die zukünftigen Handlungsfelder und die Struktur basierend auf dem Leitbild sowie den Analyseergebnissen und Zukunftsthemen des Prozesses bestimmt werden. Unter der Moderation von Strukturkommissionsmitglied Dirk Kilian erhielten die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter die Gelegenheit, die im Rahmen des Treffens der kleinen Hochschulen erarbeiteten Zukunftsthemen des adh aus dem Blickwinkel ihrer Interessengruppe zu diskutieren und zu ergänzen. Erneut wurde dabei auch die Definitions- und Abgrenzungsfrage der Interessengruppe „kleinen Hochschulen“ thematisiert und eine Klärung dieser Frage als Arbeitsauftrag in die Strukturkommission gegeben.
Mit ihrer Präsentation der umfassenden Aktivitäten des Hochschulsports der Universität Potsdam und dem Aufzeigen möglicher Maßnahmen lieferte Dr. Petra Bischoff-Krenzien anschließend einen hervorragenden thematischen Einstieg in das Schwerpunktthema „Positionierung des Hochschulsports innerhalb der eigenen Hochschule“ und entließ die inspirierte Runde in die aktive Gestaltung des weiteren Veranstaltungsverlaufs. Zur Vorbereitung des folgenden Tages erhielten die Teilnehmenden zunächst eine kurze methodische Einführung in das „Open Space“-Format. Mit dieser sogar für Großgruppen mit bis zu 2.000 Personen geeigneten Moderationstechnik können eigens eingebrachte Ideen und Fragen abseits konventionellen Denkens mit interessierten Kolleginnen und Kollegen diskutiert werden. Sie eignete sich daher ausgezeichnet, um dem vielfach geäußerten Wunsch nach mehr Austausch untereinander gerecht zu werden. Abschließend wurde gemeinsam die Agenda für den nächsten Tag erstellt, bevor es mit einer Schiffsrundfahrt auf der Havel und einem gemeinsamen Essen zum geselligen Teil der Veranstaltung ging.
Zu Beginn des zweiten Tages begrüßte zunächst die erst seit wenigen Tagen amtierende Präsidentin der FH Brandenburg, Prof. Dr. Burghilde Wieneke-Toutaoui, die Hochschulsportvertreterinnen und -vertreter und nutzte dabei die Gelegenheit, den eigenen Hochschulsportbeauftragten erstmals auch persönlich kennenzulernen.
Vor dem Hintergrund der Reflexion des ersten Tages stand der weitere Verlauf der Tagung dann ganz im Zeichen des "Open-Space". In den jeweiligen Workshops fand zu den von den Teilnehmenden selbst erarbeiteten Themen ein reger Austausch statt. Diskutiert wurden neben Fragestellungen zum Einsatz von Facebook im Hochschulsport, zur Erschließung der Zielgruppe „Hochschulmitarbeitende“, zum Einstieg in ECTS-Angebote sowie zur Erhebung von Entgelten für Hochschulsportangebote auch die Chancen und Möglichkeiten von Hochschulsport (Förder-) Vereinen sowie die Notwendigkeit einer gezielten Pressearbeit.
Innerhalb der abschließenden Reflexion wurde deutlich, dass in den Diskussionsrunden zahlreiche Denkprozesse initiiert wurden, die weiterverfolgt werden sollten. Insgesamt zeigten sich die anwesenden Teilnehmenden während der beiden inhaltsreichen und arbeitsintensiven Tage äußerst interessiert an einer aktiven Beteiligung bei den Weiterentwicklungen innerhalb des Verbandes sowie an der Diskussion der eigenen Belange.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle nochmals dem studentischen Hochschulsportbeauftragten der FH Brandenburg, Robert Ballmann, der mit großem Einsatz und organisatorischem Geschick maßgeblich zur guten Arbeitsatmosphäre und dem schönen Ambiente der Arbeitstagung beigetragen hat.
