Schnell, taktisch anspruchsvoll und nichts für schwache Nerven – Basketball und Handball haben viel gemeinsam. Daher passt es auch gut, dass beide Sportarten parallel vom 5. bis 7. Juli 2013 in Münster ihre Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) austragen. Mit sehr guten sportlichen Perspektiven.
„Es ist toll, dass wir beide Meisterschaften mit solch klasse Teams bestreiten können“, strahlt Gesamtorganisatorin Sarah Bertels. Wie schon bei der DHM Futsal, Anfang Mai war dies ein ausschlaggebendes Argument für die Bewerbung als Standort. „Ursprüngliches Ziel war es, einen der drei Wettbewerbe nach Münster zu holen. Dass wir dann gleich den Zuschlag für alle drei bekommen, damit hat uns der adh ein wenig überrascht“, gibt Tim Seulen, Leiter des Bereichs Wettkampfsport, zu. „Dank der tollen Unterstützung der beiden sehr engagierten Obleute haben wir aber alles im Griff.“
Gastgebende Basketballer peilen den Titel an
Gespannt sein, darf das Münsteraner Publikum auf das Abschneiden der vier Teams der WG Münster. Vor allem die Männer-Teams, sowohl im Basketball als auch im Handball haben echte Titelchancen.
Bei den Münsteraner Korbjägern treten allein sechs Spieler aus der Mannschaft von 2011 an. Die wurde damals in Tübingen Deutscher Hochschulmeister. „Unser Ziel ist es natürlich den Erfolg von vor zwei Jahren zu wiederholen“, gibt sich Johannes Schlüter selbstbewusst. Dazu muss sich das hauptsächlich aus Spielern des Universitätssportclubs (UBC) bestehende Team unter anderem gegen den traditionell starken Titelverteidiger der WG Köln durchsetzen. Bei den Rheinländern spielt mit Stephan Carduck – 2011 mit Münster Hochschulmeister – ein alter Bekannter.
Neben dem von Basketball-Obmann Christoph Schneider und Philipp Kappenstein trainierten Herrenteam, startet auch im Damenwettbewerb eine Münsteraner Mannschaft. Hier gibt UBC-Trainerin Meike Kolb die taktischen Anweisungen.
Münsteraner Handballteams sind hochklassig besetzt
Hohe Ambitionen haben auch die gastgebenden Handballer. Obmann und Trainer Tobias Mateina hat eine schlagkräftige Mannschaft aus Erst- und Zweitligaspielern zusammengestellt. Mit dabei auch Schlussmann Nils Babin vom Aufsteiger TV Emsdetten. Er wurde in der vergangenen Saison zum besten Torwart der zweiten Liga ausgezeichnet. Davor sorgt der Abwehrchef des ASV Hamm-Westfalen Jakob Macke für eine gute Defensive.
„Wir wurden quasi mit derselben Mannschaft letztes Jahr Zweiter und vor zwei Jahren Dritter. Ich möchte nicht vom Titel sprechen, aber mindestens das Halbfinale sollte drin sein. Danach ist alles offen“, gibt sich Mateina zuversichtlich. Wichtig wird vor allem der Start ins Turnier sein. Mit dem Vorjahresdritten Magdeburg wartet gleich eine echte Standortbestimmung auf das Mateina-Team.
Ebenfalls am Freitag geht es auch für die Damen ins Turnier. Hier wartet als erstes die Uni Rostock auf die ebenfalls von Mateina gecoachte Mannschaft. „Wie gut wir wirklich aufgestellt sind, ist derzeit schwer einzuschätzen. Wir müssen aber von Beginn an da sein und dürfen uns nicht zu viele Fehler erlauben“, so der Trainer.
Bei Mateina und dem Hammer Profi Macke ist die Vorfreude auf die Heimspiele schon riesig: „Hochschulmeisterschaften sind immer eine willkommene Abwechslung zum Ligaalltag. Hier ist die Atmosphäre deutlich entspannter. Trotzdem will man aber natürlich immer gewinnen.“
Nicht zuletzt weil sich der Sieger, sowohl im Basket- als auch im Handball, für die EUSA-Games im nächsten Jahr qualifiziert. Und was das für ein Erlebnis ist, kann dem Handballer sein Basketball-Kollege Johannes Schlüter erzählen: „Ich war letztes Jahr bei der ersten Auflage in Cordoba dabei. Das ist der beste Preis, den man bekommen kann."
