Über den Tellerrand schauen und neue Möglichkeiten für das studentische Engagement entdecken. Diese beiden Ansätze standen beim diesjährigen Sportreferate-Seminar im Rahmen der 109. adh-Vollversammlung in Augsburg im Fokus. Offen diskutierten die Teilnehmenden über die Chancen und Risiken der fortschreitenden Internationalisierung des Hochschulsports. Hester de Vries sieht dabei vor allem die Möglichkeiten, die sich den Studierenden durch die Kooperation von Hochschulen über die Landesgrenzen hinweg bieten. Die Beraterin für internationale Fragen des niederländischen Hochschulsportverbandes stellt im Interview die Vorteile heraus.
Hester, welche Rolle kann der Hochschulsport aus deiner Sicht für die Internationalisierungsstrategien der Hochschulen spielen?
Der Hochschulsport sollte einen klaren Platz bei den Internationalisierungsstrategien der Hochschulen haben. Der Hochschulsport mit allen Kenntnissen, Erfahrungen und Netzwerken kann eine Plattform zum Austausch bieten. Der internationale Hochschulsport ermöglicht Studierenden dabei viele Chancen und internationale Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.
Welche positiven Auswirkungen hat der Bologna-Prozess im Feld der Internationalisierung des Hochschulsports?
Es gibt eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen. Deshalb ist es für unsere Athletinnen und Athleten einfacher geworden, mit einem Hochschulteam an internationalen Hochschulsport-Events teilzunehmen. Auch die Akkreditierung bei den Veranstaltungen wurde erleichtert, da die verschiedenen Abschlussarten (Bachelor und Master) bekannt sind und deswegen keine Diskussionen mehr über die Teilnahmeberechtigung aufkommen.
Welche Chancen bekommen Studierende bei der Organisation von nationalen und internationalen Wettkampfsportveranstaltungen?
In den Niederlanden werden alle nationalen universitären Wettkampfsportveranstaltungen durch Studierende organisiert – vom Anfang bis zum Ende. Auch bei internationalen Wettkampfsportveranstaltungen versuchen wir, einen möglichst großen Teil der Organisation in die Hände von Studierenden zu legen, auch wenn natürlich trotzdem viele Fachleute beratend zur Seite stehen. Bei regulären nationalen und internationalen Wettkampfsportveranstaltungen werden viele Studierende über Praktika einbezogen, schreiben Diplomarbeiten oder helfen als Volunteers bei Events mit.
Lesen Sie das gesamte Interview im adh-Magazin 4/2014. Dieses erscheint Mitte Dezember. Unter anderem redet Hester de Vries über die Möglichkeiten der Partizipation der Studierenden in den Niederlanden.
