Historisches Gold für Brink/Reckermann

Fünf Medaillen holten die deutschen Sportlerinnen und Sportler am Donnerstag, dem 13. Wettkampftag der Olympischen Spiele 2012 – vier davon gingen an Studierende.

Beachvolleyball: Als erste europäische Goldmedaillengewinner überhaupt schrieben Jonas Brink und Julias Reckermann (IST Studieninstitut/Uni zu Köln) am Donnerstagabend im Beachvolleyball Geschichte. In 2:1-Sätzen (23:21, 16:21, 16:14) setzten sie sich vor rund 15.000 Zuschauern im Finale des olympischen Beachvolleyballturniers gegen die amtierenden Weltmeister aus Brasilien, Alison/Emanuel, durch.

Kajak: In den Kajak-Wettbewerben gab es für Franziska Weber (FH Potsdam) bereits die zweite Medaille. Nachdem sie am Mittwoch mit dem Viererkajak bereits Silber gewonnen hatte, feierte die Studentin der FH Potsdam (Bauingenieurwesen) zusammen mit ihrer Partnerin Tina Dietze über die 500m-Distanz im Zweierkajak die Goldmedaille. Bei ihrem starken Start-Ziel-Erfolg setzten sich die Deutschen vor den Ungarinnen Kovacs/Douchev-Janics und Naja/Mikolajczyk aus Polen durch.

Für den Vierer-Kajak der Männer reichte es auf 1000m-Strecke leider nicht zu einer Medaille. Mit einem äußerst dünnen Rückstand von 0,322 Sekunden verpassten Max Hoff (AKAD-Hochschule), Norman Bröckl (HU Berlin) und Tim Wieskötter (TH Wildau) sowie Marcus Gross als Viertplatzierte knapp die Bronzemedaille.

Speerwurf: Im Speerwurf der Frauen waren mit Christina Obergföll (Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement) und Linda Stahl (Uni zu Köln) gleich zwei Studentinnen erfolgreich. Obergföll, die an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ein Masterstudium absolviert, errang mit 65,16 Meter Silber – 2008 in Peking hatte die ehemalige Universiade-Teilnehmerin bereits Bronze gewonnen. Linda Stahl, Medizin-Studentin an der Universität Münster, sicherte sich mit einer Weite von 64,91 Meter Bronze und freute sich zudem über Saisonbestleitung. Die dritte Studentin im Bunde, Katharina Molitor (Uni Wuppertal, Lehramt Geographie und Sport), wurde mit 62,89 Metern Sechste.

Hockey: Eine Medaille bereits sicher haben auch die deutschen Hockey-Herren, in deren Aufgebot gleich 13 Studenten sind. Mit 4:2 setzte sich die DHB-Auswahl im Halbfinale gegen Australien durch und steht nun im Endspiel. Dass Duell gegen die Niederlande, die Gastgeber Großbritannien im zweiten Halbfinale mit 9:2 schlugen, wird am Samstagabend (21.00 Uhr MEZ) ausgetragen.

4x100m-Staffel (Frauen): Die 4x100m-Staffel des deutschen Leichtathletik-Verbandes steht ebenfalls im am Samstagabend (21:40 Uhr MEZ) stattfindenden Finale: Leena Günther (Uni Köln), Tatjana Pinto (Uni Münster), Verena Sailer (Fachhochschule für angewandtes Management) und Lehrerin Anne Cibis qualifizierten sich mit einer Vorlaufzeit von 42,69 Sekunden für den Endlauf.

Reiten: Dressurreiterin Kristina Sprehe (Uni Oldenburg), die mit der Mannschaft Silber gewann, konnte im Einzel keine Top 3-Platzierung erreichen, Rang acht in der Grand Prix Kür mit 81,375 Prozentpunkten bei ihren ersten Olympischen Spielen bedeutete für die 25-Jährige und ihr Pferd jedoch ein beachtliches Ergebnis.

Volleyball: Ebenfalls leer aus gingen die deutschen Volleyball-Männer mit den Studenten Maximilian Günthör (HS München), Lukas Kampa (FU in Hagen), Sebastian Schwarz und Markus Steuerwald (beide HS Ansbach): Sie unterlagen Bulgarien im Viertelfinale deutlich mit 0:3.

Turmspringen: Wasserspringerin Maria Kurjo erreichte im Turmspringen das Halbfinale, dort kam die Studentin der HU Berlin jedoch nicht über Rang 17 hinaus und schied leider aus.