In Bewegung mit dem Pausenexpress!
In Bewegung mit dem Pausenexpress!
25.05.2010 | Kategorie: Interne Tagungen , 2010 , Bildung

Gesundheitssport im Hochschulsport

Am 18. und 19. Mai 2010 kamen über 100 Hochschulsportmitarbeitende zur Perspektivtagung nach Potsdam und diskutierten über die Möglichkeiten der Gesundheitsförderung im und durch Hochschulsport.

Mit der Zielsetzung gesundheitsfördernde Konzepte, mit denen sich der Hochschulsport zukünftig an den Hochschulen positionieren kann, mittel- und langfristige zu entwickeln und zu verstetigen, waren am 18. Mai über 100 Vertreterinnen und Vertreter der adh-Mitgliedshochschulen nach Potsdam gereist. Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Nico Sperle wandte sich Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, mit einem Grußwort an die Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen. Sie hob hervor, wie wichtig der Hochschulsport sowohl als profilbildendes Element der Hochschulen als auch für die persönliche Entwicklung der Studierenden sei. "Die Integrationsleistung, die der Hochschulsport erbringt, ist ein nicht zu unterschätzendes Element. Mit einem guten Angebot im Sportbereich gewinnt jede Hochschule an Ausstrahlung." Dem schloss sich auch die Kanzlerin der Universität Potdsam, Dr. Barbara Obst-Hantel, an. Sie betonte außerdem, dass Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung für Hochschulen von zunehmend großer Bedeutung sei, da sowohl für die Studierenden als auch die Beschäftigten höhere Stressfaktoren entstünden, für die Ausgleichsangebote geschaffen werden müssten.  Dass der Hochschulsport mit seinen sozialen und gesundheitlichen Qualitäten in der Gesundheitsförderung ein wichtiger Partner ist, machte Nico Sperle deutlich: „Vieler Orts hat der Hochschulsport eine völlig neue Position als Bildungs- und Serviceeinrichtung im akademischen Alltag erreicht. Dies ist auch eine Neujustierung im akademischen Koordinatensystem. An viele Standorten wurde, insbesondere von den Hochschulleitungen erkannt und bewusst befördert, dass der HSP die soziale Querschnittsaufgabe der Hochschule und des gesamten Standorts ist.“

Im Sinne handlungsleitender Impulse wurden bei der Tagung sowohl die wissenschaftliche Perspektive der Thematik Gesundheitsförderung eruiert als auch die politischen Handlungsfelder abgesteckt. Darüber hinaus hatten die Anwesenden die Gelegenheit, bereits bestehende Maßnahmen und Konzepte der verschiedenen Hochschulsporteinrichtungen kennenzulernen und sich darüber auszutauschen. Für bewegte Tagungspausen sorgte der Potsdamer Pausenexpress, der alle Teilnehmenden dazu animierte, etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Bei der Betrachtung des Themas standen während der zweitägigen Veranstaltung verschiedene Ebenen im Fokus. Einerseits die Ebene der individuellen und kollektiven Gesundheitsförderung („Gesundheitsförderung durch Sport“) und dabei im Besonderen Interventionskonzepte zur Gesundheitsförderung durch Sport, gesundheitsfördernde Sportstätten sowie Gesundheitsbildung im und durch Hochschulsport. Eine motologische Sicht auf das Thema Gesundheitsförderung brachte zu Beginn der Tagung Dorothee Beckmann-Neuhaus, Vorsitzende des Deutschen Berufsverbandes der Motologen und studierte Sportwissenschaftlerin, ein.

Im Verlauf der Perspektivtagung wurde deutlich, dass es dem Hochschulsport nicht an guten Ideen und innovativen Konzepten mangelt. Zahlreiche, nicht nur deutsche, Hochschulsporteinrichtungen haben den Bereich Gesundheitsförderung bereits seit längerer Zeit für sich entdeckt und eigene Programme und Angebote konzipiert und aufgelegt. Die Gelegenheit, sich über die Erfahrungen mit solchen Angeboten auszutauschen, wurde von den meisten Anwesenden intensiv genutzt und offenbar auch als äußerst gewinnbringend empfunden. Deutlich wurde dies unter anderem in dem vielfach geäußerten Wunsch an den adh, noch mehr Austausch und Vernetzung zwischen den HSP-Einrichtungen zu ermöglichen.

Auf der anderen Seite wurde aber auch auf der Ebene der politischen Kommunikation über Gesundheitsförderung im und durch Hochschulsport („Gesundheitsförderung durch Sport an Hochschulen“) diskutiert. Im Speziellen ging es dabei um die Kommunikation mit Entscheidungsträgerinnen und -trägern (Kommunikation nach außen) sowie um die Kommunikation innerhalb der eigenen Hochschule. Die Notwendigkeit "Gesundheitsförderung als Netzwerkarbeit" zu betreiben, wurde dabei allenthalben deutlich.

Hans-Werner Rückert, Leiter der psychosozialen Beratungsstelle der FU Berlin, empfahl in diesem Zusammenhang insbesondere eine Vernetzung und Kooperation der Student-Supporteinrichtungen der jeweiligen Hochschulen.

Dass Vernetzung aber auch zwischen den verschiedenen Hochschulen sinnvoll ist, zeigte Prof. Dr. Thomas Hartmann auf. In seinem Vortrag stellte er mit dem Arbeitskreis „Gesundheitsfördernde Hochschulen“ ein Netzwerk vor, das bereits über eine 15jährige Erfahrung im Bereich der Initiierung gesundheitsförderlicher Entwicklungen an Hochschulen verfügt. Von diesen Erfahrungen können die Hochschulen inklusive ihrer Hochschulsporteinrichtungen nur profitieren.

Die Tagungsunterlagen finden Sie hier zum Download (nur für registrierte User).