Führung im Hochschulsport - Erfahrungen und Perspektiven

Am 16. Februar 2013 fand erstmalig eine Veranstaltung ausschließlich für Leiterinnen und Leiter von Hochschulsporteinrichtungen statt.

Plattform für den Austausch zu Leitungsherausforderungen
In der exklusiven Liegenschaft der HU Berlin im Poststadion wurden 14 Leiterinnen und Leiter am Freitag von Martina Rost, Gastgeberin und Leiterin des Hochschulsports der HU Berlin, aufs herzlichste begrüßt. Die Einführung in das Seminar gestaltete Michaela Röhrbein, Mitglied im Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung (ACPE) und Leiterin des Hochschulsports der Leibniz Universität Hannover. Sie skizzierte kurz die Historie der Seminarreihe für angehende Führungskräfte, die im Zeitraum von 2010 bis 2012 insbesondere für Mitarbeitende, Nachwuchs- und neue Führungskräfte angeboten wurde. Viele der neuen Führungskräfte, aber auch diejenigen, die schon länger in leitender Position tätig sind, trugen im letzten Jahr den Wunsch an den ACPE heran, eine eigene Plattform zu erhalten, auf der sie sich abseits von Perspektivtagung oder Vollversammlung spezifisch, strukturiert und moderiert zu Leitungsherausforderungen austauschen können. Der ACPE konzipierte daraufhin einen Workshop mit den Zielen: „Reflexion der eigenen Führungsrolle, Erweiterung der Handlungsoptionen im Führungsprozess und Auseinandersetzung mit den Anforderungen an Führungskräfte in Veränderungsprozessen“.

Anspruchsgruppen und Managementherausforderungen
Für die Gestaltung und die Moderation des für den adh neuen Angebots und Formats konnte Gabi Freytag, Direktorin der Führungsakademie des DOSB, gewonnen werden. Gabi Freytag eröffnete den ersten Tag mit einem Warming up bei dem alle Teilnehmenden individuell die aktuellen Herausforderungen, Fachkompetenzen und Bedarfe darlegten. Die sechs weiblichen und neun männlichen Führungskräfte erarbeiteten anschließend in Kleingruppen das Spannungsfeld, in dem sie sich mit Blick auf die vielen Anspruchsgruppen derzeit befinden. Sie betrachteten folgend im Plenum, welche herausragenden Veränderungen sich diesbezüglich in den letzten drei Jahren ergeben haben. Die Analyse der größten derzeitigen Managementherausforderungen gestaltete sich lebhaft. Die Anwendung von Instrumenten für erfolgreiches Agieren innerhalb dieser Prozesse diskutierten die Teilnehmenden entsprechend rege. Sie erhielten von Gabi Freytag dabei hilfreiche Impulse und Anregungen für gute Führung sowie für die Gestaltung von Managementprozessen.

Auch das Thema Life-Work-Balance kam nicht zu kurz: Nach dem ersten Workshop-Tag konnten sich die Teilnehmenden beim Business-Yoga entspannen und erfrischen – bevor es zum Fondue-Essen ging. Eine tolle und anregende Variante der Abendgestaltung, mit großem Netzwerk- und Spaßfaktor.

Veränderungsmanagement und „Kollegiale Beratung“
Den zweiten Tag prägten Fragestellungen rund um das Veränderungsmanagement: Welche Bilder kommen den Leitungskräften mit Blick auf Veränderungen in den Sinn? An welchen Stellschrauben können sie drehen, sodass Veränderungsprozesse gelingen? Wie reagieren sie persönlich auf Veränderungen, die sie nicht selbst initiieren und auch nicht gut finden? Welche „Blocker“ gilt es zu vermeiden? Was machen sie, wenn sie Veränderungen wollen, aber auf Widerstand stoßen? Der gelungene erste Tag und die empathische Moderatorin halfen dabei, einen offenen und förderlichen Austausch der Leiterinnen und Leitern anzuregen. Nachdem die Erfolgsfaktoren für Veränderungsmanagement festgehalten und strukturiert sowie durch einen fachlichen Input von Gabi Freytag ergänzt worden waren, ging es in die „Kollegiale Beratung“. Die Leiterinnen und Leiter sammelten aktuelle herausfordernde Themen und Prozesse, für die sie sich Reflexion und Anregungen durch ihre Kolleginnen und Kollegen wünschten. Vier Themen berieten sie in Kleingruppen und die Auswertungsrunde zeigte deutlich, dass die Teilnehmenden das Instrument der „Kollegialen Beratung“ künftig wohl häufiger praktizieren werden. Die Ergebnisse waren gewichtig und hilfreich. Sowohl für diejenigen, die beraten wurden, als auch für diejenigen, die als Berater fungierten. Auch der Workshop soll nach Meinung aller künftig mindestens einmal im Jahr angeboten werden.

Sehr positives Fazit - Wunsch nach Fortsetzung
Gabi Freytag führte die neuen und die erfahrenen Leiterinnen und Leiter von großen und kleinen Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Ansprüchen professionell durch die zwei Workshoptage und schaffte es in herausragender Weise, die verschiedenen Personen vollumfänglich abzuholen, Input zu geben und Raum für Austausch zu lassen. Am perfekt gelungenen Auftakt des neuen Seminarangebots hatten die fachkompetente Beraterin und versierte Moderatorin sowie die rundum perfekte Betreuung durch den Hochschulsport der HU Berlin einen wesentlichen Anteil. Ihnen sei herzlich gedankt! Der Ausschuss für Chancengleichheit und Personalentwicklung wird darüber beraten, ob und wie dieses Angebot fest in den Bildungskalender implementiert werden kann.