Die gesamte deutsche Delegation der EUC Tischtennis
07.07.2013 | Kategorie: 2013 , international , Wettkampf

EUC Tischtennis: Bronze für die Uni Koblenz-Landau

Vom 19. bis 22. Juni 2013 fand in Zonguldak (Türkei) die 6. Europäische Hochschulmeisterschaft (EUC) Tischtennis statt. Die Herren der WG Koblenz-Landau gewannen die Bronzemedaille im Teamwettbewerb.

Die deutsche Delegation bestand aus Teams der WG Mainz, WG Münster, WG Ulm, WG Koblenz-Landau, WG Darmstadt und dem WG Karlsruhe. Im Teamwettbewerb der Damen schnitt das Team der WG Mainz mit Jana Schneider, Franziska Bonatz, Julia Sloboda und Jessica Wirdemann auf Platz Fünf am besten ab, bei den Herren reichte es für Björn Baum, Dennis Müller, Marian Schug und Yannick Schneider (WG Koblenz-Landau) sogar zu einer Bronzemedaille.

In der Gruppenphase trafen die späteren Bronzemedaillengewinner auf Studenten der Technical University of Lisbon (Portugal), Norwegian University of Science and Technology (Norwegen) und der Rzeszow University of Technology (Polen). Die Teams aus Portugal und Norwegen konnten die Spieler der WG Koblenz-Landau jeweils mit einem klaren 3:0 schlagen, sodass sie schon vor dem letzten Gruppenspiel für das Viertelfinale qualifiziert waren. Gegen die Spieler aus Polen mussten sie eine 3:0-Niederlage einstecken, sodass sie die Gruppenphase als Zweite abschlossen.
Als Viertelfinal-Gegner wurde ihnen das Team der University Portiers (Frankreich) zugelost, eine Mannschaft auf Augenhöhe. Mit 3:2 sicherten sich die Spieler aus Koblenz-Landau den Einzug ins Halbfinale und die sichere Bronzemedaille. Dort war dann aber Endstation, da die russische Mannschaft zu stark war – was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass die Spieler der russischen Mannschaft allesamt Profis sind.

Platz Fünf für die Mainzer Spielerinnen

Die Damen der WG Mainz kamen ebenfalls gut durch die Gruppenphase: Gegen die Studentinnen der Kadir Has Universität (Türkei) und der Universität Porto (Portugal) schlossen die Mainzerinnen die Vorrunde ohne Niederlage ab. Es folgte das Viertelfinale gegen einen vermeintlich schwächeren Gruppenzweiten aus Polen, wohl wissend, dass die Mannschaften aus Osteuropa niemals zu den Schwächeren gezählt werden dürfen. Mit 2:0 gingen die Mainzerinnen zunächst in Führung. Wie bereits im letzten Jahr schien die Medaille schon zum Greifen nah. Doch die Polinnen aus Czestochowa drehten den Spieß um. In den verbleibenden Partien blieb Mainz ohne echte Chance und musste den Gegnerinnen zum verdienten 3:2-Erfolg gratulieren. Dass nach dieser bitteren Niederlage die Enttäuschung doch recht schnell verdaut und in zwei klare Siege gegen die Spielerinnen der Universität Ljubljana (Slowenien) und die Universität Portiers (Frankreich) umgesetzt wurde, spricht für die Qualität der Mannschaft. Am Ende blieb Platz Fünf, was ein zufriedenstellendes Ergebnis ist, wenn man die Übermacht der Mannschaften aus Osteuropa betrachtet. Im Doppel schafften es Fabian Rieger und Jan Müller (WG Karlsruhe) unter die besten Acht, bei den Damen gelang dies auch Jessica Wirdemann und Jana Schneider (WG Mainz).

Wie im vergangenen Jahr gingen alle Titel in den Einzel- und Doppelwettbewerben an Studierende aus Russland. Dafür wurde die einzige Medaille der deutschen Delegation umso mehr gefeiert.
Gefeiert wurde noch ein weiterer Preis, der allerdings nicht mit einer Medaille belohnt wurde. Weil sie über eine halbe Stunde auf ihre verspäteten russischen Gegnerinnen gewartet hatten, um im Angesicht der sicheren Niederlage doch noch anzutreten, wurden Christina Terwellen (WG Münster) und Paula Truöl (WG Ulm) mit dem Fair Play-Preis des Veranstalters ausgezeichnet. Manchmal geht es eben um mehr, als drei Sätze und elf Punkte.

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