Von zunächst sechs gemeldeten Teams hatte sich die Hochschule der Bundeswehr Hamburg kurzfristig wieder abgemeldet und die TU Darmstadt durfte, da sie die Mindestzahl von drei Spielerinnen nicht erfüllen konnte, nur außer Konkurrenz mitspielen. Die im Wettbewerb zu wertenden Teams kamen alle von Hochschulen aus Baden-Württemberg, sodass sich das Konstanzer Team nicht nur als erster Pokalsieger sondern auch als Baden-Württembergischer Hochschulmeister fühlen darf. Auf Platz zwei kam überraschend das Team der WG Weingarten, obwohl es am zweiten Spieltag mangels ausreichender Frauenquote nur noch in Unterzahl antreten konnte. Durch einen knappen 17:16-Erfolg der Uni Freiburg gegen die Uni Hohenheim sicherten sich das Freiburger Team den dritten Platz, während für Hohenheim nur der undankbare vierte Platz blieb.
Am Freitagnachmittag wurde das Hochschulpokal-Turnier mit der Begegnung zwischen der Uni Freiburg und der PH Weingarten eröffnet, welches das PH-Team mit 25:21 gewinnen konnte. Im zweiten Spiel siegte die Uni Hohenheim gegen das Team der TU Darmstadt, für Hohenheim leider nur ein Sieg ohne Wert für das Turnier. Im dritten Spiel konnte das Team der Konstanzer Hochschulen (Universität und HTWG Konstanz bilden eine Wettkampfgemeinschaft) mit einem deutlichen 41:23 gegen die Uni Freiburg ein erstes Ausrufezeichen setzen. Spätestens nach dem zweiten Sieg mit 32:16 gegen die Uni Hohenheim konnte das Konstanzer Team die Favoritenrolle nicht mehr von sich weisen, führte es die Tabelle am Ende des ersten Spieltags doch mit dem besten Torverhältnis an. Das deutliche Plus von 34 Toren beruhte dabei vor allen auf der Treffsicherheit der Konstanzer Spielerinnen, da Frauentore im Mixed-Wettbewerb doppelt gezählt werden. „Diese Regel bringt die normalerweise wurfgewaltigeren männlichen Teammitglieder dazu, auch ihre Mitspielerinnen in Szene zu setzen“, ist sich Petra Borchert, die Wettkampfbeauftragte des Konstanzer Hochschulsports sicher. Im Tor steht meistens ein männlicher Torwart, im Training des Konstanzer Hochschulsports auch schon mal der Rektor der Universität persönlich. Ulrich Rüdiger hatte es sich als ehemaliger Handballtorhüter nicht nehmen lassen, sein Team im Training zu besuchen. „Ich war schon im Training vom Niveau des gemeinsamen Spielens von Frauen und Männern sehr angetan“, äußerte er sich bei der Siegerehrung anerkennend.
Da das Handballtraining im Konstanzer Hochschulsport immer „Mixed“ stattfindet, lag es für die Handballtrainer Thomas Buck und Christian Schöpf sowie den Spielertrainerinnen Anna Klotz und Jennifer Thieme nahe, einen neuen Wettbewerb innerhalb des Wettkampfprogramms des adh einzuführen, der die Trainingsrealität an den meisten Hochschulen wiederspiegelt. Thorsten Hütsch, Sportdirektor des adh, war eigens zur Veranstaltung angereist, um sich vom Potenzial der neuen Wettkampfform neben den traditionellen Handball DHMs selbst ein Bild zu machen. Er dankte bei der Siegerehrung dem Konstanzer Hochschulsport für seine Initiative und zeigte sich vom fairen Umgang der Teams untereinander sehr angetan. „Sollten in den nächsten Jahren mehr Mannschaften an diesem Wettbewerb teilnehmen, so sehe ich durchaus die Chance auf reguläre Deutsche Hochschulmeisterschaften“, äußerte er sich nach dem Ende des Turniers.
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