Für Monique Lehmann steht das Ende ihres Studiums an der Uni Kiel kurz bevor. Mit der Beendigung ihrer Masterarbeit beginnt für die Studentin ein neuer Lebensabschnitt. Genau diesen Schritt thematisierte Lehmann gemeinsam mit ihrer Mentorin Katrin Gauler während des Tandem-Mentoring-Projektes 2013/2014. Gauler konnte dabei auf ihre Erfahrungen als Mentee zurückgreifen. Sie war beim ersten Durchgang des adh-Projektes in den Jahren 2003/2004 mit dabei. Nun ist Gauler Referatsleiterin beim Hamburger Sportbund. Im Interview sprechen die Teilnehmerinnen über ihre gemeinsamen Erfahrungen des vergangenen Jahres.
Was nehmt ihr von eurer Teilnahme am Projekt Tandem-Mentoring mit?
Monique Lehmann: Von meiner Teilnahme nehme ich, neben dem wertvollen erworbenen Handwerkszeug aus den Qualifizierungsseminaren, vor allem ein gefülltes Mailadressbuch mit in mein zukünftiges Leben. Die kurzen und langen Begegnungen und Gespräche mit allen Mentees, Mentorinnen und Mentoren haben mir aufgezeigt, dass Mut zum Austausch stets mit Bereicherung belohnt wird.
Katrin Gauler: Das Projekt verdeutlicht, wie wichtig die Bedeutung von Netzwerken innerhalb des Berufslebens ist. Dabei gab es immer wieder Möglichkeiten, sich selbst zu reflektieren. Im Zuge des Projektes habe ich selbstkritisch vergangenen Entscheidungen hinterfragt. Diese Selbstreflexion werde ich auch für meine persönliche Weiterentwicklung nutzen.
Wie sah eure Zusammenarbeit während des Projekts aus?
Monique Lehmann: Elementar an der Teilnahme dieses Projekts waren die von Respekt, Vertrauen und Verständnis geprägten regelmäßigen Mails, Telefonate und persönlichen Treffen. Ein „Wie geht’s Dir?“ per WhatsApp konnte längere Pausen hervorragend verkürzen und zum Stellen aufgekommener Fragen anregen.
Welche Themen standen im Fokus eures Austauschs?
Monique Lehmann: Besonders zum Ende des Projekts stand die Jobsuche ganz oben auf der Prioritätenliste. Im Hinblick auf diese Zeit und auch während des Schreibens meiner Masterthesis stand mir Katrin stets mit wertvollen Tipp, Ideen und neuen Vorschlägen zur Seite.
Katrin Gauler: Wir haben den Blick auf den Abschluss der Masterarbeit von Monique gerichtet und darüber hinaus auch in die Zukunft geschaut. Gemeinsam sprachen wir über Stellenausschreibungen und Bewerbungen. Außerdem habe ich ihr ein paar Tipps für die Recherche im Netzwerk gegeben.
Haben sich deine Erwartungen an das Projekt Tandem-Mentoring erfüllt?
Monique Lehmann: Ja, ich konnte einen unbezahlbar authentischen Blick hinter die Kulissen meines angestrebten Berufsfeldes werfen. Denn es sind eher die kleinen und informellen Dinge, die helfen, das große Ganze und die Menschen darin zu verstehen.
Katrin Gauler: Auf jeden Fall!!
Was macht aus deiner Sicht das Projekt Tandem-Mentoring aus?
Katrin Gauler: Der vertrauensvolle Austausch in allen Lebenslagen auf Augenhöhe.
Das Tandem-Mentoring-Projekt hat die Zielsetzung, junge Frauen für Führungsaufgaben im organisierten Sport auszubilden. Welches Potential steckt im Projekt zur Förderung von Chancengleichheit?
Monique Lehmann: Ich bin der Meinung, dass je nach persönlichem Engagement des Einzelnen sehr viel Potenzial in diesem Format steckt. Neben der Möglichkeit für ein Jahr lang intensiven Austausch zu einer erfahrenen Mentorin beziehungsweise einem erfahrenen Mentor zu pflegen, bietet das gewonnene Netzwerk aus ehemaligen Mentees sowie Mentorinnen und Mentoren eine einmalige deutschlandweite Verbindung, um junge und engagierte Frauen in gute Ausgangspositionen für kommende Führungsaufgaben zu bringen.
Katrin Gauler: Ich würde im Zusammenhang vom Tandem nicht von „Ausbildung“ und „Projektpotentialen“ sprechen wollen. Das Potential steckt in jedem Mentee, es braucht meist nur etwas Unterstützung, ein offenes Ohr und Einblick in Erfahrungsschätze, um den für sich persönlich „richtigen“ Weg selbst zu entdecken.
Kannst du dir vorstellen, zukünftig selbst die Rolle der Mentorin (erneut) zu übernehmen?
Monique Lehmann: Unbedingt. Sehr gerne möchte ich zu einem späteren Zeitpunkt meine beruflichen Erfahrungen an interessierte und engagierte junge Frauen weitergeben, um ihnen den Einstieg zu erleichtern und sie für Führungsaufgaben zu motivieren.
Katrin Gauler: Sehr gerne wieder!Hier finden Sie weitere Informationen zum Tandem-Mentoring-Projekt.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Tandem-Mentoring-Projekt.
