Foto: Peter Leßmann
04.07.2015 | Kategorie: 2015 , TopNews , Universiade

Doppel-Bronze für deutsche Judoka

Der erste deutsche Jubel bei der diesjährigen 28. Sommer-Universiade in Gwangju kam von zwei deutschen Judoka. Maike Ziech (FH Köln) gewann Bronze in ihrer Gewichtsklasse unter 78 Kilogramm, Dino Pfeiffer (BHT Berlin) ebenfalls Bronze bei den Männern unter 100 Kilogramm. Die Basketballer gewannen gegen China mit 91:64 (49:35).

„So einen Auftakt kann man sich nur wünschen“, kommentierte adh-Disziplinchef Judo, Oliver Rychter das Ergebnis nach dem ersten Wettkampftag. Zwei seiner Schützlinge durften sich über einen Platz auf dem Podest freuen. Die Kölner FH-Studentin Maike Ziech gewann ihr kleines Finale gegen die kroatische Judoka Brigita Matic, Dino Pfeiffer besiegte den Chinesen Jun Zhang. Dabei war es in beiden Fällen äußerst knapp – am Ende entschied je eine Strafe weniger den Kampf für die Deutschen. Julia Tillmanns (Uni zu Köln) verpasste hingegen die Medaillenränge durch ein Ippon ihrer Kontrahentin bereits nach zehn Sekunden.

In der ersten Runde setzte sich Ziech in der Gewichtsklasse -78 Kilogramm mit einem Sieg über Szu-Chu Wang (TPE) durch. Weniger erfolgreich waren Julia Tillmanns (Uni zu Köln), die in der nächsthöheren Gewichtsklasse gegen Anastasiia Sapsai aus der Ukraine verlor, und Dino Pfeiffer (BHT Berlin) unter 100 Kilogramm. Beide schafften allerdings den Sprung in die Trostrunden und kämpften sich erfolgreich durch. So sicherten sich gleich drei deutsche Aktive ihr Ticket für das kleine Finale. Maike Ziech (FH Köln) musste sich nach einem Sieg gegen Amina Temmar (Algerien) erst der Französin Samah Hawa Camara mit zwei Shidos geschlagen geben.

Schwimmen

Auch bei den Schwimmern ist der Start in die diesjährige Sommer-Universiade geglückt. Vier der sechs deutschen Wassersportler qualifizierten sich am Vormittag im Nambu University International Aquatics Center in einem starken Teilnahmefeld für die Halbfinals. Max Claussen (Uni Hamburg) mit einer Zeit von 56,33 Sek. und Felix Wolf (FH für Polizei des Landes Brandenburg) mit einer 56.06 Sek. gelangen über die 100 Meter Rücken der Sprung unter die besten Sechszehn. Nadine Laemmler (Western Kentucky University/USA) schaffte Gleiches über die 200 Meter Rücken. Auch Mitstudent Fabian Schwingenschloegl (Western Kentucky University/USA) qualifizierte sich mit der sechstbesten Qualifikationszeit für das 100 Meter Brust-Halbfinale.

Gerätturnen

Das deutsche Turnerteam startete mit einer soliden Leistung in die Wettbewerbe. Fabian Hambüchen (DSHS Köln), Helge Liebrich (PH Schwäbisch-Gmünd) und Fabian Lotz (Uni Gießen) legten für morgen eine gute Grundlage. In einem top-besetzten Teilnehmerfeld musste das deutsche Team dabei ohne Streichergebnisse auskommen. Die stärkste Vorstellung zeigte Hambüchen beim Bodenturnen. Dem Kölner Student gelangen hier 14.950 Punkte. Am Pauschenpferd kam die deutsche Mannschaft gut durch den Wettbewerb. Lediglich Lotz zeigte einen kleinen Fehler. „Ohne großen Fehler, aber sicherlich mit einigem Steigerungspotential“, beschrieb Fabian Hambüchen die Team-Leistung an den Ringen. Gleich im Anschluss gab sich das deutsche Trio wieder kämpferisch: „Morgen wollen wir noch einmal einen raushauen“, kommentiert Hambüchen die Zielsetzung für die nächsten zwei Geräte.

Basketball

Die deutschen Basketballer sind erfolgreich in den Wettbewerb gestartet. Gegen das Studierenden-Team Chinas schaffte die Mannschaft von Henrik Rödl den erhofften Auftaktsieg. Dass dieser mit 91:64 deutlich ausfiel, lag vor allem an einem jeweils dominanten Schlussviertel pro Halbzeit.

„Wir hatten einen nervösen Auftakt, haben uns dann aber gut gefunden“, kommentiert der Bundestrainer das Spiel. In dieser angesprochenen Phase schafften es die sehr guten Schützen der Chinesen immer wieder erfolgreich abzuschließen. In der Folge stellten die Deutschen die Defense besser auf den Gegner ein, so dass China im zweite Viertel lediglich auf elf Punkte kam. Auch wenn das Rödl-Team in der Startphase in den zweiten Abschnitt erneut Probleme hatte, fing sie sich in der Folge gut und sicherte sich so den ersten Erfolg im Turnier. „Es ist schwer, dieses Spiel einzuordnen, weil wir die anderen Nationen noch nicht gesehen haben. Deshalb wissen wir noch nicht, wie viel dieser Sieg letztendlich wert ist. Dennoch war es sehr wichtig, dass wir erst einmal gewonnen haben“, sortiert Rödl das Ergebnis ein. DBB-Vizepräsident und adh-Disziplinchef Lothar Bösing lobte das Team nach dem Auftakterfolg: „Wir haben den Ball gut laufen lassen und die Blöcke gut gesetzt. Das war eine tolle Mannschaftsleistung.“ Dies wird dadurch untermauert, dass fünf Spieler zweistellig trafen. Bester deutscher Werfer war Hans Brase (Princeton University) mit 16 Punkten. Bereits morgen geht es für die DBB-Auswahl weiter gegen Estland. Hochball ist um 18 Uhr Ortszeit.

Punkte:
Brase (16 P.), Thiemann (15 P.), Lo Maodo (13 P.), Moenninghoff (11 P.), Klein (11 P.), Haukohl (9 P.), Bright (5 P.), Radosavljevic (5 P.), Geseke (4 P.), Kramer (2 P.)