Foto: Patrick Seeger
20.06.2013 | Kategorie: 2013 , national , Wettkampf

DHM Tischtennis - Viel Spitzensport und fröhliche Gesichter

Nach 29 Jahren fand die DHM Tischtennis vom 14. bis 16. Juni 2013 wieder in Freiburg statt. Trotz der teilweise weiten Anreisewege konnte ein neuer Teilnehmerrekord verkündet werden.

Die Vorfreude der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur diesjährigen DHM vom 14. bis 16. Juni 2013 in die „Schwarzwaldhauptstadt“ Freiburg zu fahren, konnte dank einer reibungslosen Organisation, Spitzenspielen bei den Wettkämpfen und drei ununterbrochenen Sonnentagen bestätigt werden.

Bereits am Freitagnachmittag und –abend (14. Juni) wurden die Team-Wettbewerbe der Damen und Herren ausgetragen. Schon hier konnte das hohe Niveau der diesjährigen DHM bestaunt werden. Als Sieger im Damen-Zweier-Team gingen Yvonne Kaiser und Linda Kleemiß (WG Hannover) gegen Rebecca Matthes und Jessica Wirdemann (WG Mainz) von der Platte. Im Herren-Team-Wettbewerb trafen in Freiburg die vier stärksten  Mannschaften aus den Vorrundenspielen aufeinander. Die WG Köln konnte sich hier als klarer Sieger durchsetzen. Auf dem zweiten Platz landete die Wettkampfgemeinschaft aus Bochum. 

Nach einer guten Stärkung in Form von Schupfnudeln und Sauerkraut am Freitagabend und einer angenehmen Schlafatmosphäre in der zusätzlichen Sporthalle oder im Zelt, traten knapp 200 Spielerinnen und Spieler am Samstag (15. Juni) zu den Wettkämpfen an. Um 9 Uhr starteten die Mixed-Wettbewerbe, welche aufgrund des schnellen Turnierablaufes noch am Samstagabend ausgespielt wurden. Aus Sicht der Universität Freiburg gab es hier ein sehr erfreuliches Ergebnis: Jennifer Käshammer musste sich mit ihrem Partner Stephan Pache von der LMU München im Mixed erst im Finale Bianca Dahlke und Hartmut Lohse (beide Uni Hamburg) geschlagen geben. Auch die Damen- und Herren-Doppel, sowie die Einzel-Vorrunden wurden am Samstag an insgesamt 24 Tischen ausgetragen.

Wo Studierende sich treffen, dürfen natürlich auch das Miteinander und die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Neben den Wettkämpfen konnte auf der sonnigen Wiese vor der Halle Speedminton gespielt und Eis gegessen werden. Trotz der „Players-night“ wollte sich niemand am Sonntagmorgen (16. Juni) die hochklassigen Endspiele entgehen lassen.

Katharina Michajlova und Alexander Flemming setzen sich im Einzel durch

Am Ende blickten Katharina Michajlova von der Uni Bielefeld und Alexander Flemming von der Uni Leipzig glücklich und zufrieden drein. Sie hatten beide ihr Finale bei der deutschen Hochschulmeisterschaft 2013 in den Hallen des Freiburger Sportinstituts gewonnen. Und damit einen regelrechten Spielemarathon beendet. Denn beide standen nicht nur im Einzelfinale an der Platte, sondern auch im Doppel. Deshalb hatten sie am Sonntag alleine fünf Spiele in dreieinhalb Stunden ohne Pause durchgezogen. Kurios: Ihre jeweiligen Endspielgegner im Einzel waren ihre Partner im Doppel. Flemming maß sich im Finale mit Lennart Wehking (Sporthochschule Köln), Michajlova traf auf ihre Doppelkollegin Yvonne Kaiser (Uni Hannover). Doch hier endeten die Gemeinsamkeiten. Denn während Flemming und Wehking ihr Männerdoppel gegen Jens Berkenkamp (TU Dortmund) und Hermann Mühlbach (Uni Duisburg-Essen) erfolgreich gestalteten, mussten Michajlova/Kaiser eine unglückliche Niederlage gegen Ann-Kathrin Herges (Uni Koblenz-Landau) und Theresa Adams (FHSV des Saarlandes) hinnehmen. Sie vergaben im Entscheidungssatz beim Stand von 10:6 vier Matchbälle.

Insgesamt drei Tage lang hatten sich knapp 200 Studierende aus ganz Deutschland in Freiburg getroffen, sich mit dem kleinen Celluloidball an der Platte duelliert und die besten Spielerinnen und Spieler in sieben Disziplinen ermittelt. Das Niveau war sehr hoch, wie die beiden Sieger und auch der Veranstalter bestätigten. "Die Hochschulmeisterschaft war unheimlich gut besetzt. So gut wie schon lange nicht mehr. Sicher nicht zu vergleichen mit den nationalen Meisterschaften, aber perfekt für einen guten Abschluss der Saison", urteilte Alexander Flemming nach seinem Einzel. Der Leipziger, der in der zweiten Bundesliga für den TV Hilpoltstein spielt, war bei der deutschen Meisterschaft im März erst im Halbfinale an Timo Boll gescheitert. Und auch Katharina Michajlova bestätigte: "Die Konkurrenz wird immer besser". Bei ihr ist allgemein der Stellenwert der Hochschulmeisterschaft um einiges höher angesiedelt als bei Flemming: "Gerade im Hinblick auf die Universiade ist die Platzierung hier sehr wichtig." Die Titelkämpfe gelten als Generalprobe für die Universiade im kommenden Monat im russischen Kazan.

Ohne die ca. 50 unermüdlichen Helferinnen und Helfer vom Freiburger Allgemeinen Hochschulsport, der Wettkampfgemeinschaft Tischtennis und vielen weiteren Freunden der schnellsten Rückschlagsportart der Welt, wäre eine solche Großveranstaltung wohl nicht möglich gewesen. Rückblickend betont Oliver Jetter, der Disziplinchef Tischtennis vom adh, dass diese DHM 2013 Tischtennis in Freiburg aus Sicht der Spielerinnen und Spieler, sowie der Organisatoren ein voller Erfolg war.

Quelle: teilweise zitiert aus der Badischen Zeitung vom 18. Juni 2013

Ergebnisse der DHM finden Sie <media>hier</media><media dhm tischtennis></media>