Auf der Tagesordnung des ersten Wettkampftages stand der Formenlauf als eine der zwei Wettkampfdisziplinen im Taekwondo. In teils hochklassigen Wettkämpfen wurde dabei fünf DHM-Titel vergeben.
Im Einzelwettbewerb der Männer setzte sich Thomas Sommer von der TU Kaiserlautern vor Roger Kesternich (Hochschule Rhein Main) und Robin Schlickmann (Uni Bochum) durch. „Das Niveau des Wettkampfs war sehr hoch und für mich persönlich war es wichtig, mich mit meinen Konkurrenten zu messen und zu wissen, dass ich weiterhin die Nummer eins bin“, bekundete ein glücklicher Thomas Sommer im Anschluss an den Wettkampf. Gleichzeitig war er voll des Lobs für die Organisation der Veranstaltung: „Dies ist die dritte Hochschulmeisterschaft, bei der ich starte, und ich muss sagen, dass ich mehr als zufrieden bin. Dies ist die schönste DHM, bei der ich bisher teilgenommen habe.“
Der Einzelwettkampf der Frauen endete mit einem ersten Platz der Landeskaderathletin Jennifer Weis von der Uni Mainz, die die Athletinnen Vanessa Fink (Uni Frankfurt) und Melanie Hassold (Uni Tübingen) auf die weiteren Plätze verwies. Hassold, als eine der Starterinnen der ausrichtenden Hochschule Tübingen, war angetan von dem Niveau der diesjährigen DHM: „Bei Deutschen Hochschulmeisterschaften ist immer ein sehr hohes Niveau. So war es auch in diesem Jahr. Die Athletinnen, die neben mir auf dem Podest standen, sind Mitglieder des Landeskaders, was mich persönlich auch sehr stolz macht. Für mich lief der Wettkampf optimal und ich konnte auch einige Gegnerinnen besiegen, die in den letzten Jahren vor mir lagen.“
Deutscher Hochschulmeister im Synchronwettbewerb der Männer wurden mit Dominik Globig, Carsten Littek und Christian Wispel drei Starter der Universität Heidelberg. Im weiblichen Synchronwettbewerb setzten sich die Lokalmatadorinnen Melanie Hassold, Deniz Yüksel und Flora Lichtenstein von der Universität Tübingen durch. Zu guter Letzt gewannen im Paarwettbewerb Jennifer Weis und Adrian Wassmuth (WG Mainz) den Deutschen Hochschulmeistertitel. Weis konnte sich somit über ihren zweiten Erfolg bei den diesjährigen Titelkämpfen freuen.
Sonntag - der Tag des Vollkontakts
Am zweiten Wettkampftag kämpften 74 Athleten und Athletinnen im Vollkontakt um die Titel, die in acht Gewichtsklassen vergeben wurden (vier bei den Herren und vier bei den Frauen). Teilnahmestärkste Hochschule war die ausrichtende Universität Tübingen, die zwölf Athleten und Athletinnen an den Start schickte.
Am spektakulärsten gestaltete sich der Wettkampf in der Gewichtsklasse der Herren über 80 Kilogramm, in der sich Yannick Kouanou Tafrey von der TU Dortmund durchsetzte. Der Ausnahmeathlet gewann sein Halbfinale souverän gegen Dukagjin Metaj, den Hochschulmeister von 2010, und war im Anschluss an die Wettkämpfe mit seiner Leistung zufrieden: „Ich habe gut gekämpft, auch wenn es schade war, dass einige guten Athleten bei dieser DHM nicht angetreten sind. Insgesamt hat uns allen die gesamten Veranstaltung in diesem Jahr sehr gut gefallen.“
Den Hochschulmeistertitel in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm sicherte sich Odin Schwarzer von der Universität Stuttgart, während Dennis Lalotra (Uni Mainz) in der Klasse bis 68 Kilo gewann. Dennis Perchthaler von der ausrichtenden Hochschule aus Tübingen musste sich mit einem respektablen dritten Platz begnügen. Die Gewichtsklasse bis 58 Kilogramm endete mit einem Sieg von Harun Özedemir von der Universität Paderborn. Lokalmatador Taoufik Skandrani landete hier auf einem guten dritten Platz.
Bei den Damen siegte Stefanie Katz (FH des Mittelstandes, Hannover) in der Gewichtsklasse über 67 Kilogramm vor Nicole Wehner (Uni Würzburg). Die Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm wurde von der Mainzerin Clara Mallien dominiert, welche die für die Universität Tübingen startende Deniz Yüksel auf den zweiten Platz verwies. Bei der Gewichtklasse bis 57 Kilogramm gewann mit Carolin Stahl eine Starterin der TH Mittelhessen und zu guter Letzt setzte sich Ramona Fiedler (Universität Frankfurt) in der Gewichtsklasse bis 49 Kilogramm durch.
Über die beiden Wettkampftage wurden den Zuschauern spannende Wettkämpfe im Formenlauf und Vollkontakt geboten. Dass die gesamte Deutsche Hochschulmeisterschaft im Taekwondo in Tübingen eine rundum gelungene Veranstaltung war, machte sich an der durchweg positiven Resonanz der Teilnehmer und Zuschauer bemerkbar.
Die Ergebnisse auf einen Blick gibt es <media dhm taekwondo>hier</media>.
