29.04.2013 | Kategorie: 2013 , TopNews , Wettkampf

DHM Judo mit Rekordbeteiligung

Am 27. und 28. April 2013 fand in Tübingen die DHM Judo mit einem neuen Teilnehmendenrekrord von über 500 Judokas statt. Den Zuschauern wurde spannender und hochklassiger Sport geboten.

Am 27. April 2013 betraten rund 500 Judokas zur Deutschen Hochschulmeisterschaft Judo die Matte, um in jeweils sieben Gewichtsklassen bei den Männern und Frauen die neuen Titelträger zu ermitteln.
„Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass es in der Halle zu eng werden könnte“, beschreibt der alte und neue Deutsche Hochschulmeister in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm und Bundesligakämpfer Robert Westerkamp, seine anfänglichen Bedenken. „Doch genau das war das Tolle heute. Es herrschte eine besondere Atmosphäre.“ Vor allem zu den Finalkämpfen versammelten sich alle Athletinnen und Athleten sowie die Zuschauer rund um die Matten, auf denen die Männer und Frauen in spannenden und hochklassigen Duellen die neuen Deutschen Hochschulmeister ermittelten und feuerten die Kämpfenden lautstark an.

Neben Westerkamp von der Uni Duisburg Essen, verteidigten Sonja Wirth (Uni Köln) in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm, Melanie Gerber (Uni Leipzig, -70 kg) bei den Frauen sowie Martin Schumacher (HS Karlsruhe, -60 kg) bei den Männern, erfolgreich ihre Titel. Unter den neuen Titelträgern befinden sich bei den Frauen Katharina Menz (HS Esslingen, -48 kg), die bei der DHM 2012 in Köln bereits den dritten Platz belegte, Miriam Garmetter (Uni Osnabrück, -57 kg), Claudia Ahrens (Uni Köln, -63 kg), Marie Branser (Uni Leipzig, -78 kg) und Clarissa Taube (Uni Osnabrück, +78 kg). Bei den Männern sind Marcel Haupt (FH Dortmund, -66 kg), Philip Müller (KIT Karlsruhe, -73 kg), Stefan Oldenburg (Uni Bochum, -81 kg), Aaron Hildebrandt (Uni Köln, -100 kg) und Jan Weber (KIT Karlsruhe, +100kg) die neuen Deutschen Hochschulmeister. Neben teils dramatischen Kämpfen, gab es für die Zuschauerinnen und Zuschauer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Im Judo-Probetraining, konnten sich vor allem die kleinen Besucher sich in der traditionellen japanischen Sportart ausprobieren.

Der zweite Tag der DHM Judo in Tübingen stand ganz im Zeichen der Mannschaftswettbewerbe. 26 Männer- und 15 Frauenteams traten an, um die beste Hochschulmannschaft zu ermitteln. Laut wurde es dabei vor allem, als es beim Finale um die DHM-Krone im Mannschaftswettbewerb der Männer zum baden-württembergischen Derby zwischen der WG Stuttgart und der WG Karlsruhe kam. „Wir trainieren alle zusammen am Bundesstützpunkt in Sindelfingen und kennen uns daher sehr gut“, erklärte der Stuttgarter Raphael Plato die besondere Konstellation. Plato gewann den ersten Kampf im Finale gegen Martin Schuhmacher und legte damit den Grundstein zum Sieg der Stuttgarter über ihre Trainingskameraden aus Baden. Felix Korthals und Niklas Ebert holten die nötigen Siege zum umjubelten 3:2 Erfolg.

Bei den Frauen setzte sich die Mannschaft der WG Hamburg mit 3:2 gegen die Uni Duisburg-Essen durch. Obwohl die Mannschaft den Platz in der Gewichtsklasse -52 kg nicht besetzen konnte und dadurch dem Gegner ein Punkt zugesprochen wurde, reichten die Siege von Jasmin Delorne, Doreen Brandt und Katharina Häcker zum Titelgewinn.

Der Newcomers-Cup, der bereits zum achten Mal im Rahmen einer DHM ausgetragen wurde, bot vor allem Judokas, die noch nicht über eine große Wettkampferfahrung verfügen, eine Bühne, sich in einem ausgeglichenen Teilnehmendenfeld unter ihresgleichen (maximal grüner Gürtel) zu messen. Im Wettbewerb setzten sich mit der WG Magdeburg bei den Männern und der WG Würzburg bei den Frauen beide Titelverteidiger der letztjährigen DHM erneut durch.

„Die Universität Tübingen hat wieder einmal eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt“, lobte Petra Borchert, adh-Vertreterin die Ausrichter, die bereits zum fünften Mal die DHM Judo organisierten. Unter der Leitung von Dr. Verena Burk und Ingrid Arzberger, Leiterin des Tübinger Hochschulsports, übernahmen 33 Studentinnen und Studenten im Rahmen eines Seminars des Instituts für Sportwissenschaft die komplette Planung des zweitägigen Events. Trotz eines neuen Teilnehmerrekords mit 559 Athletinnen und Athleten löste das Organisationsteam alle logistischen Herausforderungen und sorgte für den reibungslosen Ablauf des Wettkampfs. „Mit dieser Organisation ist Tübingen für viele Ausrichter ein Vorbild“, sagte Oliver Rychter, Disziplinchef der Sportart Judo im adh.

Die Ergebnisse der DHM Judo gibt es <media dhm judo>hier</media> im Überlick